Mal eben ein paar RLP-Tickets kaufen...mal eben???

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Dieselpower
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Re: Mal eben ein paar RLP-Tickets kaufen...mal eben???

Beitragvon Dieselpower » So 28. Sep 2014, 17:33

Danke an einen neuen Teilnehmer in der Diskussionsrunde. Und danke für die Ausführungen, die ich so bestätigen kann, wie ich sie als Baujahr 1971 auch noch erlebt habe: Der sichere und pünktliche Bahnbetrieb war oberstes Gebot. Heute nicht mehr, heute ist oberstes Gebot: Wer bezahlt das? Und womit?

Einzig bei einer Sache muß ich heftig widersprechen: Bitte nicht auch noch Fahrkarten verkaufen! Erstens sind wir Lokführer mittlerweile sowieso der letzte Dreck, die bösen Streikenden, die alles lahmlegen, nicht die an den 364 anderen Tagen alles bewegen. Zweitens: Was sollen wir bitte noch alles? Dauernd klopft irgendeiner an die Tür wegen irgendeinem Scheiß, während am Handy die Leitstelle, und am Zugfunk die BZ spricht, und nebenbei das mit nutzloser Elektronik vollgestopfte Gerümpel wieder einen Furz quersitzen hat, und mit Piepstönen oder Digitalsprache nervt. Ach ja, nebenbei müssen wir ja noch Fahrweg beobachten und das Ding fahren. Drittens: Wenn noch nicht mal die Schaltermitarbeiter den Durchblick haben, was soll ich dann bei Tempo 60, 80 oder 120 noch in diversen Tarifbestimmungen blöder, kleinstaaterischer Verkehrsverbünde herumblättern, die schon am übernächsten Streckenkilometer in den nächsten münden?
Als der 628 im Einmannbetrieb durch den Westerwald brummte, kosteten (wie schon zuvor einmal ausgeführt) 10 km DM 2,40 - mit Halbpreispaß eben 1,20. Heute durchfährt der Vectus- oder HLB-VT auf den 78 km zwischen Limburg und Au nicht nur drei Bundesländer, sondern auch vier (!!!) Tarifgebiete: RMV, Vectus-Haustarif, VRM und VRS! Da hat man früher nix von gemerkt. X km kosten Y DM....

Eins fällt mir noch ein zu der von Kai angeführten Bemerkung "wenn man nicht bereit ist, umzuziehen" - Hast Du es denn schon zu Eigentum gebracht? Meinst Du, man gibt das, wo man ein halbes Leben für gearbeitet hat, wieder auf, bloß weil Deine Generation uns bereits abgestempelt hat? Davon abgesehen kann ich sehr wohl mit den modernen "Segnungen" umgehen, wie man an meiner Internetanwesenheit sieht. Ich WILL es nicht! Ich spreche da eher für die, die es nicht können...aber die interessieren die Generation "Jung, dynamisch, erfolglos" (Ich habe mir diesen abgedroschenen Spruch nun lange verkniffen, ich wende ihn jetzt trotzdem an!) nicht. Wenn die von den vorangegangenen Generationen aufgebauten Werte irgendwann aufgefressen sind, wird es schon irgendwie weitergehen.

Ich bin sehr gespannt, wann die Generation "Burnout" den Knall hört, sich dann auf das Zurückschalten besinnt, und dann uns hier draußen auf dem Land auf den Sack geht, daß der Hahn nur von 9 bis 11 krähen, die Katze nicht in's Biogemüse kacken und der Grill nur noch mit EU-konformem Rußfilter betrieben werden darf. Landflucht und Stadtflucht sind eine Amplitude...es wird wiederkommen, und dann hat die new economy hier draußen das meiste zerstört. Ja, jetzt wird es polemisch, aber irgendwann reicht's! Meistens hatte ich mit meinen Voraussagen recht, aber manchmal wünschte ich, es wäre nicht so....und jetzt werf ich mir ein paar Würstchen auf den Grill, und höre draußen laut Musik, dank W-LAN (Jaja, sowas haben auch alte Leute auf dem Land) genieße ich diesen Beitrag an der frischen Luft - uuuund tschüss!
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Re: Mal eben ein paar RLP-Tickets kaufen...mal eben???

Beitragvon Musseler » So 28. Sep 2014, 18:01

Hallo Dieselpower,

ein durch Lok-oder Triebfahrzeugpersonal verkaufte Fahrkarte setzt einfache Tarife voraus. Geld/km mit wenigen Sonderangeboten. Geht ja in der Tram auch und die haben ebenfalls Funk/Handy/Signalisierungen zu beachten. Könnte m.E gehen, wenn....

Ansonsten stimme ich Dir zu. Viele aus den 60ern und 70ern wollen einfach nicht so, wie die Industrie es vorgibt. Ich werde z.B. kein Auto mehr kaufen, in dem bestimmte Komponenten wir Handbremse nicht mechanisch, Leuchtmittelwechsel nicht auch ohne "Gynäkologie-Studium" wechselbar sind und ein Zündschloß nicht auch ein Zündschloß mit Schlüssel ist. Von mir aus sind es dann Oldtimer. Egal! Wer sich immer mehr entmündigen und auch immer bevormunden lässt, ist ein Sklave der Industrie und der Konzerne. Wehrt Euch! Schreibt es Eurem Abgeordneten. Unsere Generation gibt es (noch) zu Hauf. Wir haben Einfluß. Man muss sich halt zu Wort melden und meckern. Wie heisst es so schön auch bei uns im Betrieb: Wer am lautesten meckert, wird zuerst bedient.

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Re: Mal eben ein paar RLP-Tickets kaufen...mal eben???

Beitragvon Mattias » So 28. Sep 2014, 18:11

Ich selbst habe viel mehr gute Erinnerungen an die Bundesbahn als an die Heutige (Jahrgang 1970). Die moderne Bahn interessiert mich nur als Transportmittel und dann möglichst günstig. Trotzdem finde ich, dass die gute, alte Zeit ziemlich verklärt wird.

Musseler hat geschrieben: ...Mobilität auch in der Fläche gewährleisten; profitable Strecken subventionierten Defizitäre...



Finanziert wurde das nicht durch profitable Strecken, sondern den Bund bzw. Steuerzahler. Dir ist schon bewusst, welche Schulden sich im Laufe der Jahrzehnte angehäuft hatten? Und zum Thema Mobilität in der Fläche muss man sich nur mal die Streckenstillegungen der 60er bis 80er-Jahre anschauen, hier nur mal exemplarisch Hessen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_ ... _in_Hessen

Das Fahrkarten zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich teuer sind, ist doch völlig normal. Auch, dass Frühbuchen "belohnt" wird. Das ist bei anderen Verkehrsmitteln schon immer so gewesen, warum nicht bei der Bahn? Wenn es zudem hilft, die Auslastung der Züge etwas anzugleichen, macht es doch Sinn. Ist in England doch auch nicht anders. Wenn ich kurzfristig fahren möchte, muss ich zudem darauf achten, ob es Peak oder Off Peak ist. Auch in England werden immer mehr Bahnhöfe entmannt, auch dort werden Automaten die persönliche Beratung auf Dauer ersetzen.

Das Ganze hätte die Bundesbahn auch nicht anders gemacht, hätte es vor 30 oder 40 Jahren bereits diese technische Vernetzung gegeben.

Gruß
Mattias

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Re: Mal eben ein paar RLP-Tickets kaufen...mal eben???

Beitragvon TroubadixRhenus » So 28. Sep 2014, 18:26

Musseler kann ich mich nur, als Jahrgang 1968, voll anschliessen!

Grundproblem ist doch, dass Dinge, die früher der "Daseinsfürsorge" jedes Bürgers dienten, heute in erster linie bzw. alleine der GEWINNMAXIMIERUNG zu dienen haben! Alle Missstände, die auch hier in diesem Thread (zu Recht!) beklagt wurden, scheinen mir das unausweichliche Resultat daraus zu sein!

Und das ist beileibe nicht nur in Sachen "Eisenbahn" so! Die Tendenz geht auch in anderen Grundversorgungen in diese Richtung (Strom, Wasser, Gasversorgung u.s.w.).

Und was mir RICHTIG Angst macht: All diese Maßnahmen der gewinnwirtschaftlichen Optimierung, die immer mit einem enormen Technisierungs- und Automatisierungswahn, sowie einer erheblichen Reduzierung des Personals einhergeht, machen diese Systeme enorm störanfällig, oder auch: selbst kleine Störungen haben mitunter riesige Auswirkungen! Bei der Bahn nenne ich (neben den angeführten Problemen mit Fahrkartenautomaten) mal die ESTW-Zentralstellwerke als Beispiel. Im täglichen Leben sehe ich dagegen die Aldikassiererin, die ohne Barcode-Lesegerät Feierabend machen kann. Oder sogar, weil ich ein wenig mit diesen Dingen zu tun habe, unseren Zivilschutz: Beim ersten Ernstfall bei uns im Rhein-Sieg-Kreis seit Jahrzehnten, als im letzten April das Evonikwerk in Lülsdorf eine Chlorgaswolke abgelassen hatte, wurde hier Kreisweit über die Sirenen "Luftalarm" ausgelöst. An die Jüngeren, das sind die pilzförmigen Teile auf den Dächern die Heulen, wenn die Feuerwehr gebraucht wird oder der Bürger die Fenster zu machen soll und bei eingeschaltetem Radio im Haus bleiben soll - gibt da unterschiedliche Signale (wer kennt sie hier?). Nach Alarmauslösung dauerte es sage und schreibe 70 Minuten, bis sich Radio WDR 2 bemühte, endlich etwas zum Thema zu bringen!

Tja - früher war der Zivilschutz Bundessache, heute ist die Verantwortung dafür auf die unterste Ebene abgeschoben worden, nämlich die Kreise, Städte und Gemeinden. Und die betreiben ihre Systeme (wenn überhaupt) natürlich auf Sparflamme und vor allem höchst uneinheitlich in einem kleinstaatlerischen Flickenteppich, so dass der Bürger ggf. schon im Nachbarort nicht mehr weis, was er machen soll, wenn so ein Dachpilz jault.

Was ich damit sagen will: Es gibt unglaublich viele Beispiele, wo offensichtlich ein paar BWL-Fuzzis, die noch nass hinter den Ohren sind, einstmals funktionierende Systeme dem Mammon geopfert haben! Die Kompromitieren unsere Gesellschaft heute "besser" als damals Stasi und KGB oder auch der CIA nebst Konsorten.

Ach ja - das mit der Angst: Die habe ich wenn ich dran denke was passiert, wenn nur mal der Strom ein paar Tage weg bleibt! Auch haben wir zwar seit fast 70 Jahre Frieden in Mitteleuropa, aber dass das so bleibt, ist mehr als ungewiss - vor allem wenn ich unsere derzeitige Konfliktlagen sehe. Und wir bauen uns in beispielloser Dekadenz fröhlich weiter ein hochvernetztes System nach dem anderen auf, so dass nunmehr fast alle Bereiche des täglichen Lebens davon abhängen!

Freunde: Wenn hier mal wirklich etwas passiert, dann haben wir innerhalb weniger Tage die Wahl zwischen verhungern/verdursten oder auf Plünderzug zu gehen! Was dann hier los ist, möchte keiner seinem ärgsten Feind wünschen! Dann hilft auch keine App mehr und kein Täblett und kein Eifon! Mit dem ganzen Scheiss müllen sie uns doch nur zu, damit wir schön beschäftigt sind. "Panem et circenses", wie Horst Heinrich das passend erklärt hat. Das böse Erwachen aus unserem schönen Plastiktraum wird irgendwann mal sehr schmerzlich sein, und davor habe ich Angst, mehr sogar wie vor Fahrkartenaustomaten!


Grüsse:
Thomas

Edit:

Finanziert wurde das nicht durch profitable Strecken, sondern den Bund bzw. Steuerzahler. Dir ist schon bewusst, welche Schulden sich im Laufe der Jahrzehnte angehäuft hatten?


Steilvorlage! Heute werden dafür nicht mehr allgemeinnützige Dinge finanziert (wer sagte denn auch, dass die Daseinsfürsorge für den Bürger nichts kostet?), sondern die Steuermilliarden werden schwächelnden Banken über Rettungsfonds in den Arsch geblasen! Und das nur, weil sie sich mit UNSEREM Geld verspekuliert haben!
Zuletzt geändert von TroubadixRhenus am So 28. Sep 2014, 18:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Mal eben ein paar RLP-Tickets kaufen...mal eben???

Beitragvon Mattias » So 28. Sep 2014, 18:40

TroubadixRhenus hat geschrieben:
Finanziert wurde das nicht durch profitable Strecken, sondern den Bund bzw. Steuerzahler. Dir ist schon bewusst, welche Schulden sich im Laufe der Jahrzehnte angehäuft hatten?


Steilvorlage! Heute werden dafür nicht mehr allgemeinnützige Dinge finanziert (wer sagte denn auch, dass die Daseinsfürsorge für den Bürger nichts kostet?), sondern die Steuermilliarden werden schwächelnden Banken über Rettungsfonds in den Arsch geblasen! Und das nur, weil sie sich mit UNSEREM Geld verspekuliert haben!


Das ist so, hat aber in diesem Thread / Zusammenhang keine Bedeutung.
Gruß
Mattias

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Re: Mal eben ein paar RLP-Tickets kaufen...mal eben???

Beitragvon Musseler » So 28. Sep 2014, 18:44

TroubadixRhenus hat geschrieben:
Finanziert wurde das nicht durch profitable Strecken, sondern den Bund bzw. Steuerzahler. Dir ist schon bewusst, welche Schulden sich im Laufe der Jahrzehnte angehäuft hatten?


Steilvorlage! Heute werden dafür nicht mehr allgemeinnützige Dinge finanziert (wer sagte denn auch, dass die Daseinsfürsorge für den Bürger nichts kostet?), sondern die Steuermilliarden werden schwächelnden Banken über Rettungsfonds in den Arsch geblasen! Und das nur, weil sie sich mit UNSEREM Geld verspekuliert haben!


Bei der ganzen Diskussion vermisse ich bei ausschliesslicher Betrachtung über die Kostenschiene die Bewertung der Nachhaltigkeit. Die findet nicht statt. Das Vergammelnlassen von ehedem noch benutzbaren Schienenwegen und AUCH Strassen ist nicht nachhaltig. Eine ehedem mit Steuermitteln hergestellte Infrastruktur und deren bauunterhalterliche Vernachlässigung stellt m. E. bereits jetzt schon eine Verletzung der gesetzlichen Verpflichtung gem. den Haushaltsgrundsätze-Gesetzen dar. Ich werde mir wohl in diesem Sinne den Spaß erlauben, die Abgeordenten mit Lektüre meinerseits zu versorgen. Auch die Automiilhersteller werde ich mal anfragen, was da noch mechanisch und somit selbst reparierbar in Zukunft noch geht. Ich habe nix gegen ABS, ASR, Gurtstraffer, aber ein paar wesentliche Dinge wie vor beschrieben will ich gerne noch selbst in der Hand haben.

Ich berichte, was ich als Antwort erhalte.....
Zuletzt geändert von Musseler am So 28. Sep 2014, 18:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Mal eben ein paar RLP-Tickets kaufen...mal eben???

Beitragvon TroubadixRhenus » So 28. Sep 2014, 18:46

Das ist so, hat aber in diesem Thread / Zusammenhang keine Bedeutung.


Doch. Es hat Bedeutung, denn die Kröten kamen aus dem gleichen Säckel! Und es interessiert mich (als demjenigen, der das Säckel füllt), ob die Milliarden ein paar wenigen schlipstragenden Versagern in den Hintern geblasen werden, oder ob man etwas für das Allgemeinwohl damit tut!

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Re: Mal eben ein paar RLP-Tickets kaufen...mal eben???

Beitragvon Mattias » So 28. Sep 2014, 18:54

Natürlich hat es im gesellschaftspolitischen Kontext einen Zusammenhang. Mir ging / geht es aber nur um die von mir zitierte Aussage, und die ist schlicht und ergreifend falsch.
Gruß
Mattias

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Re: Mal eben ein paar RLP-Tickets kaufen...mal eben???

Beitragvon TroubadixRhenus » So 28. Sep 2014, 18:58

OK! :?:

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Re: Mal eben ein paar RLP-Tickets kaufen...mal eben???

Beitragvon Kai » So 28. Sep 2014, 22:36

Dieselpower hat geschrieben:- Holzbänke? Haben wir doch jetzt auch - nur mit Stoff bespannt...fahr mal Elent2, LINT oder 423...!
- Stromausfall weit hergeholt? Den prognostizieren uns Stromexperten dank kopflos durchgepeitschter "Energiewende" doch schon länger...
- Gelassene Ältere? Jo, solange wir noch können, gehen wir lieber wieder zum Auto über...danach sozialkassenveträgliches Ableben gefällig?
- Segensreiche Handies? Also ich kann mir was schöneres vorstellen, als diese Dauerbeschallung in Großraumwagen, Restaurant etc. - allein schon diese beknackte Telekom-Werbung im TV...als ob wir früher nicht kommuniziert hätten...aber ohne unser Gehirn permanent mit 2 Watt Mikrowellenleistung garzukochen...
- Loks und Wagen ohne Klimaanlage? Naja, wenn sie denn funktionieren, und wenn nicht, kannste nicht mal mehr ein Fenster öffnen, und im Sommer haste dann abwechselnd 15 und 50 Grad zur Auswahl - prima! Denn regelbar sind die in den modernen segensreichen Fahrzeugen nicht mehr! An oder aus oder kaputt...fertig!


- Was erwartest Du denn? Backensessel im Zug nach Pusemuckel? Irgendwer muss das bezahlen! Ob "der Steuerzahler" oder Du persönlich beim Ticketkauf. Du würdest tatsächlich mehr zahlen wollen? Wieso dann nicht den Schalterzuschlag? Auch früher kam für den Kram irgendwo das Geld her!
- Experten haben auch zur Jahrtausendwende prophezeit, dass alle Computer abstürzen... Nichts passiert? Als die Eisenbahn erfunden wurde, wurde vor den hohen Geschwindigkeiten gewarnt, die gesundheitsgefährdend sein könnten... Nichts passiert? Deiner Logik nach hätte nie etwas Neues erfunden und benutzt werden dürfen, weil es ja Risiken bergen könnte!
- Gelassene Ältere seh ich zumindest hier in diesem Thread nicht ;).
- Achso, weil irgendwelche Blagen kein Benehmen haben ist das Handy das Problem? Mag sein, dass es bedingt durch deinen Arbeitsplatz eine höhere "Nervquote" gibt. Deshalb wird es trotzdem weiterhin Smartphones, MP3 Player, Tablets usw. usf. geben. Es will ja auch keiner das Flugzeug abschaffen, nur weil es um den Flughafen herum Fluglärmgeplate Leute gibt (das der Lärm die Leute belastet ist unbestritten!).
- Dann kannst Du die Klimaanlage aus deinem Auto ja auch ausbauen? Hat ja Fenster zum öffnen. Sicher wäre es auch im Eisenbahnwagen schön, wenn man beides hätte. Man hat es aber meistens nicht. Also? Was tun? Wer das Risiko für einen Klimaanlagenausfall für soo hoch hält, der fährt an einem heißen Tag halt nicht mit der Bahn. Zu Ferienbeginn überleg ich mir auch zweimal, ob ich mich auf die Autobahn begebe, weil die Staugefahr höher ist. Das Leben wird immer irgendwelche Unwegbarkeiten bereit halten, auf die wir wenig bis keinen Einfluss haben. Also sucht man nach Lösungen! Die zur möööglicherweise ausfallenden Klimaanlage steht ja schon oben. Und zu Ferienbeginn fahre ich einfach ein bisschen früher/später. Fertig! Wer Zeit und Nerven opfern will kann auch gerne eine "größere" Lösung anstreben und sich engagieren. Wenn Du der Meinung bist, dass es sich lohnt und es eine Aussicht auf Erfolg gibt... bitte!

Und wieso kein Bahnunternehmen mit Luxuszügen? Lies mal die Inserate für Sonderfahrten mit Rheingold, AKE- und IGE-Zügen, da ist stets von "bequemen Abteilwagen" die Rede - fahren die immer leer? Was maulten Schwachköpfe am HKX herum? "Alte Wagen aus den 70ern" - ja genau, mit Klimaanlage, Scheibenbremsen, Schlingerdämpfern, Beinfreiheit und Plüschsesseln....Avmz 111 eben. Leider konnte man aber im selben Zug auch ins Klo greifen - und eine Weile lang stattdessen auch einen Dosto-Wagen erwischen...da konnte man prima "alt" und "neu" vergleichen.


Du sagst es doch schon: Sonderfahrten! Ein zweiseitiges Oligopol. Hat mit dem "normalen" Nah- und Fernverkehr wenig zu tun. In diesen Zügen ist Bahnfahren an sich (mindestens zu einem großen Teil) der Zweck der Reise, dementsprechend ist die Bereitschaft der Fahrgäste höher, mehr Geld zu bezahlen.

Aber ich seh schon, auch da fällt dir wieder eine Gegenrede zu ein, weil die Avmz keine Steckdosen für dein Täblett oder Eifon haben...

Es sind nicht verschiedene Meinungen, wir sprechen unterschiedliche Sprachen. Ich merke es auch bei den Schülern im Zug immer, man ist jung, dynamisch, unbesiegbar, man geht mit der Zeit, im Gegensatz zu den Fossilen mit ihren Staatsbahnträumen...bis das böse Erwachen kommt, aber da sprechen wir ja heute nicht von. Bald ist das Trinkwasser auch privatisiert, und es wird immer noch Idioten geben, die das gut finden...ist ja der Lauf der Dinge, das muß ja so sein....


Von mir aus können gerne Avmz fahren. Ich brauche keine Steckdose im Zug. Wenn der Akku leer ist, hab ich ihn eben nicht rechtzeitig geladen. Aber was ich zu der Sache meine ist auch völlig Wurscht! HKX entscheidet mit welchem Material sie durch die Gegend fahren. Der Fahrgast kann sicher gerne seine Meinung kund tun. Und ich glaube kaum, dass sich ein Unternehmen den Kundenwünschen widersetzt, wenn sie denn so umsetzbar sind, dass sie auch für das Unternehmen Sinn machen.

Tja, Schüler haben noch etwas Unbeschwertheit in sich. Beneidenswert! Schade, dass Du ihnen das anscheinend nicht gönnst. Aber auch sie werden sich der Welt anpassen müssen. Umgekehrt wird das sehr wahrscheinlich nicht passieren. "Das böse Erwachen", hmm. Klar, hier und da geht auch mal was in die Hose. Das war schon immer so. Und? Wurde deshalb alles zurückgedreht und nie wieder geändert, damit ja nichts mehr passiert? Nein! Die Entwicklung ging weiter. Und das wird auch immer so bleiben.

Ach ja...und was die InnoQuatsch betrifft: Klar ist das eine Selbstbeweihräucherungsveranstaltung - ich konnte es mit eigenen Augen sehen, da wird das neueste Plastikgerümpel mit Sekt gefeiert, Shakehands und blödes Grinsen bestimmt das Schlipsträgerbild...

Und der Praxismensch frotzelt: Na, ob das Ding überhaupt in den nächsten 5 Jahren die Zulassung erhält, und in den nächsten 10 Jahren die Kinderkrankheiten vorbei sind? Weißt Du, wann der erste 430 ausgestellt wurde??? Die ersten Gurken davon kommen jetzt erst ans Rollen. Naja, wenn so komplizierte Dinge wie Türen Öffnen und Schließen, Lüften, Heizen und Kühlen des Fahrgast- und des Führerraums und Fahren bzw. Bremsen gravierende Probleme darstellen, kein Wunder - kann ja keiner mit rechnen, daß so ein Zug bei Sommer und Winter fahren und bremsen können muß, und eine offene Tür während der Fahrt gefährlich ist....beim Elent2 war es das gleiche, beim 407 usw...was gibt es bei so einem Schrott am laufenden Band bitte zu feiern und mit Sekt zu begießen? Daß man die Probleme, die man früher mittels Prototypen löste, heute auf dem Rücken der zahlenden Kundschaft austrägt? Und am besten alle 3 Jahre mit neuem, unausgereiften Krempel. Stimmt, für die Industrie ist das wieder ein Grund zum Feiern, diese Ersparnis...


Und früher wurden auf Messen nur völlig ausgereifte Produkte angepriesen, die jeden Kunden und Kundeskunden zu 100% zufrieden gestellt haben? Glaub ich nicht. Die Probleme mit den neuen Fahrzeugen mögen ja vorhanden sein. Aber was bleibt Dir übrig? Die Unternehmen werden sich DIR nicht anpassen. Du kannst natürlich ein eigenes Unternehmen gründen und die Produkte herstellen, die dir vorschweben. Wenn das klappt und sich die Fahrzeuge durchsetzen zieh ich den Hut vor Dir.

Und da der Endkunde ja sowieso nur einen sehr begrenzten Zutritt zu diesem Spektakel hat, ist seine Meinung ja ohnehin außen vor. Schlipsträger kauft Gerümpel vom anderen Schlipsträger mit (öffentlichem) Geld vom dritten Schlipsträger...da wird sich doch gegenseitig in die eigene Tasche gewirtschaftet. "Kauf bei mir, Du kannst in Ruhe den Prospekt in einen schönen Urlaub mitnehmen, hier ist das Ticket...!" - so oder ähnlich läuft es doch - anders kann ich mir das ständig neue Fiasko mit irgendwelchem Hightech-Schrott nicht erklären (Wäre außerdem nicht das erste mal, daß wegen Schmiergeld ermittelt wird)!
Ich (Also ab und zu auch mal Endkunde, aber auch ggf. Bediener) fand den Elent2 schon auf der Messe zum Kotzen, da wußte ich aber noch nicht, daß DB Regio den Kollegen auf diesem Plastikschrott einmal Thermounterwäsche für den Winter ausgeben würde...! Und komischerweise hielt sich auch keiner sitzend in diesem Ding auf...warum bloß?


Geschmiert und beschissen wurde schon immer. Das ist ein anderes Problem.

Und die DB soll sich an anderen Ländern ein Beispiel nehmen? Daß ich nicht lache, aber wo anders haben DB-Konzerntöchter Konkurrenz, da kann man dann was bieten...Fahr mal mit Arriva Trains Wales oder Chiltern Railways - beides DB-Regio-Töchter. DA können die dann auf einmal Service und Komfort....


Konkurrenz belebt den Markt, logisch. Wer weiß, vielleicht steigt ja irgendwann ein Großer in den Bahnmarkt in Deutschland ein und schafft es mit Service und Komfort zu einem "echten" Konkurrenten der DB anzuwachsen. Wenn das Angebot stimmt sagen die Kunden sicher nicht nein.

Danke an einen neuen Teilnehmer in der Diskussionsrunde. Und danke für die Ausführungen, die ich so bestätigen kann, wie ich sie als Baujahr 1971 auch noch erlebt habe: Der sichere und pünktliche Bahnbetrieb war oberstes Gebot. Heute nicht mehr, heute ist oberstes Gebot: Wer bezahlt das? Und womit?
Eben: es WAR. Es IST nicht mehr. Ich wär auch gerne nochmal Kind und würde unbeschwert in den Tag hinein leben. Leider konnte ich die Zeit nicht aufhalten. Trotzdem mache ich weiter und gehe nicht in Selbstmitleid auf, weil die schöne Zeit von Damals vorbei ist.

Eins fällt mir noch ein zu der von Kai angeführten Bemerkung "wenn man nicht bereit ist, umzuziehen" - Hast Du es denn schon zu Eigentum gebracht? Meinst Du, man gibt das, wo man ein halbes Leben für gearbeitet hat, wieder auf, bloß weil Deine Generation uns bereits abgestempelt hat? Davon abgesehen kann ich sehr wohl mit den modernen "Segnungen" umgehen, wie man an meiner Internetanwesenheit sieht. Ich WILL es nicht! Ich spreche da eher für die, die es nicht können...aber die interessieren die Generation "Jung, dynamisch, erfolglos" (Ich habe mir diesen abgedroschenen Spruch nun lange verkniffen, ich wende ihn jetzt trotzdem an!) nicht. Wenn die von den vorangegangenen Generationen aufgebauten Werte irgendwann aufgefressen sind, wird es schon irgendwie weitergehen.


Weder ich noch "meine Generation" haben jemanden abgestempelt. Ich sage nur, dass die Welt sich nicht denjenigen anpassen wird, die schmollend in der Ecke hocken und sagen "aber früher...". Jedem sei sein Häuschen gegönnt. Aber wenn der Tante Emma Laden im Ort für immer schließt muss ich eben in den Nächsten fahren!! Oder ich suche eben andere Lösungen! Vielleicht haben Ältere ja auch Enkel aus "meiner Generation", die für sie mal in den Nachbarort fahren? Denkbar?

Jung, dynamisch, erfolglos *gähn*. Immer diese Pauschalisierungen. Genauso pauschalisiert wie die Aussage, dass die Jüngeren kein Interesse hätten den Älteren bei neuer Technik zu helfen. Völliger Quatsch, sorry! Wenn die Älteren fragen, wird sich garantiert jemand finden, der hilft. Auch am Fahrkartenautomat! Und ja, es wird weitergehen, so war es schon immer :). Neue Generationen schaffen neue Werte, die irgendwann auch hinüber sind usw. usf.

Ich bin sehr gespannt, wann die Generation "Burnout" den Knall hört, sich dann auf das Zurückschalten besinnt, und dann uns hier draußen auf dem Land auf den Sack geht, daß der Hahn nur von 9 bis 11 krähen, die Katze nicht in's Biogemüse kacken und der Grill nur noch mit EU-konformem Rußfilter betrieben werden darf. Landflucht und Stadtflucht sind eine Amplitude...es wird wiederkommen, und dann hat die new economy hier draußen das meiste zerstört. Ja, jetzt wird es polemisch, aber irgendwann reicht's! Meistens hatte ich mit meinen Voraussagen recht, aber manchmal wünschte ich, es wäre nicht so....und jetzt werf ich mir ein paar Würstchen auf den Grill, und höre draußen laut Musik, dank W-LAN (Jaja, sowas haben auch alte Leute auf dem Land) genieße ich diesen Beitrag an der frischen Luft - uuuund tschüss!


Und was machst Du dann, wenn es so kommt?
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Re: Mal eben ein paar RLP-Tickets kaufen...mal eben???

Beitragvon Dieselpower » So 28. Sep 2014, 23:03

Ich wußte es, ich verschwende keine wertvolle Lebenszeit mehr, um diesen Schwachsinn zu widerlegen, das ist mir zu doof, insofern lassen wir das besser - wie schon vorausgesagt hat die "Jung, dynamisch, erloglos"-Fraktion die gewohnten kackfrechen (hohlen - wie die von der modernen Designer- und Konfektioniererfraktion) Sprüche auf Lager - das kann ich leider nicht anders sagen, wenn jemand so großkotzig über Zeiten urteilt, die man selbst nicht erlebt hat...widmen wir uns also lieber den reiferen Semestern:

Troubadix Rhenus hat nun endgültig den Bogen überspannt...."Peeeeeace, Thomas...!" :lol:
Wir wollten doch nur von Fahrkartenproblemen sprechen....aber - und das war absehbar - das kann man nicht isoliert in unserer hochtechnologisierten Versagerzeit betrachten. Immer wieder erinnere ich mich an die beiden verzweifelten Teenies, die entsetzt in Kloster Marienthal an die Tür hämmerten, weil sie seit über einer Minute kein Netz mehr hatten ("Was ist ein Tunnel, und warum gibt es da kein Netz...???").... :roll:

Wenn denn die - auch wenn Kai meint, das käme allzu selten vor - tollen labilen Technologien dann und wann den Geist aufgeben, dann ist das eben so, da muß man mit leben...Etwas teureres, zuverlässigeres paßt nicht in unsere Shareholdervaluewelt...Fakt ist, daß dank tausender Kostenstellen in einer Welt voller gutbezahlter, nutzloser Idioten alles so lange schöngerechnet wird, bis man in homöopathischen Dosen alles auf die Allgemeinheit umgelegt hat.

Letztendlich sollte Kai, der zwar schöne Bilder macht, aber eine sehr schräge Einstellung zu Werten hat, sich die Frage gefallen lassen, welcher Fraktion er angehört - wenn er sich auch so weit aus dem Fenster lehnt. Zwingen kann man ihn freilich nicht, aber interessieren würde es mich schon. Gehört er der wertschöpfenden Fraktion an, die mit fleißigen Händen produktive Arbeit leistet, oder ist er einer derer, die die Schulbank unnötig lang gedrückt haben, um dann als "Studierte" der arbeitenden Bevölkerung auf die Nerven zu gehen?
Also...Ich habe - um die Hosen runterzulassen - das Gymnasium abgebrochen, weil mir die Ausbildung zu realitätsfern war, um dann - parallel zur Arbeit - das Abi auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen, weil mich der Ehrgeiz dann doch gepackt hat. Trotzdem habe ich einen Beruf erlernt, der zum täglichen Erfolg unserer Republik durch seine Omnipräsenz rund um die Uhr beiträgt. Ich habe mir in einem Vierteljahrhundert meine ganz persönliche Insel der Glückseligkeit erwirtschaftet (Noch nicht ganz, aber nur noch ein kleiner Teil gehört der Bank), und muß mir nun von jemandem, der die Wiedervereinigung nur aus Büchern kennt, übers Maul fahren lassen, weil ich die Frechheit besitze, mir ein Urteil darüber zu erlauben, daß in unserem Staat früher fast alles besser war, als heute, auch wenn uns die Politiker und sonstige Schlipsträger permanent was anderes einreden wollen.

Mann, was ist 1971 ein schreckliches Baujahr...15 Jahre vorher, dann wäre es mir egal, 15 Jahre später, dann fände ich vielleicht wie Kai alles super...mir wäre 15 Jahre vorher lieber, dann hätte ich ein umfangreicheres Archiv mit Bildern, WAS alles besser war, dafür fehlte mir als Teenager die fotografische Reife, um das festzuhalten, aber ich glaube, mit 57 fände ich das alles heute noch schrecklicher....
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Re: Mal eben ein paar RLP-Tickets kaufen...mal eben???

Beitragvon Kai » So 28. Sep 2014, 23:45

TroubadixRhenus hat geschrieben:Musseler kann ich mich nur, als Jahrgang 1968, voll anschliessen!

Grundproblem ist doch, dass Dinge, die früher der "Daseinsfürsorge" jedes Bürgers dienten, heute in erster linie bzw. alleine der GEWINNMAXIMIERUNG zu dienen haben! Alle Missstände, die auch hier in diesem Thread (zu Recht!) beklagt wurden, scheinen mir das unausweichliche Resultat daraus zu sein!

Und das ist beileibe nicht nur in Sachen "Eisenbahn" so! Die Tendenz geht auch in anderen Grundversorgungen in diese Richtung (Strom, Wasser, Gasversorgung u.s.w.).


Hallo Thomas, ja, das ist wohl so. Ich kann durchaus verstehen, wenn einem das nicht behagt, gerade bei den Grundversorgungen. Einen Punkt kann ich mir aber im Hinblick auf die Diskussion hier nicht verkneifen: es war sicher NICHT "meine Generation" (1984), die die Welle der Privatisierungen losgetreten und entschieden hat...

Freunde: Wenn hier mal wirklich etwas passiert, dann haben wir innerhalb weniger Tage die Wahl zwischen verhungern/verdursten oder auf Plünderzug zu gehen! Was dann hier los ist, möchte keiner seinem ärgsten Feind wünschen! Dann hilft auch keine App mehr und kein Täblett und kein Eifon! Mit dem ganzen Scheiss müllen sie uns doch nur zu, damit wir schön beschäftigt sind. "Panem et circenses", wie Horst Heinrich das passend erklärt hat. Das böse Erwachen aus unserem schönen Plastiktraum wird irgendwann mal sehr schmerzlich sein, und davor habe ich Angst, mehr sogar wie vor Fahrkartenaustomaten!


Wieso redet ihr denn alle vom "bösen Erwachen"? Steht morgen die Apokalypse an? Sicher, ich traue der Menschheit auch zu, dass es irgendwann mal wieder richtig kracht. Wäre ja nun wirklich nicht das erste Mal. Scheint also offenbar unabhängig von Generationen und dem technischen Fortschritt zu sein?! Gerade weil die Lage in der Welt eher angespannt ist, sollte man sich auch mal klar machen, wie gut es uns hier aktuell geht! Das, worüber hier gemeckert wird, sind doch zum Großteil die reinsten Luxusprobleme. Der Syrer wird einen mit großen Augen anschauen, wenn man im nörgelnden Ton berichtet: Der Fahrkartenautomat ging nicht, die Sitze im Zug sind mir zu hart, das Gepiepse der Smartphones stört mich usw. usf.!
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