Glantalbahn: Landkreis Kusel kauft Trasse

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eta176
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Glantalbahn: Landkreis Kusel kauft Trasse

Beitrag von eta176 »

In den SWR Nachrichten am 29.07. wurde berichtet, der Landkreis Kusel habe die Glantalbahn für 690.000 Euro erworben.

Nach Angaben von Pressereferent Ralf Rohe zahlt der Kreis den o.g. Betrag in drei Raten an die Deutsche Bahn AG
für die gesamte ehemalige Glantalbahn (von Altenglan bis Staudernheim!). "Darin enthalten ist nicht nur das reine
Gleis - zusammen mit den Nebenflächen errechnen sich 810.000 Quadratmeter. Die Teilstücke des Glan-Blies-Weges,
die neben der Draisinenbahn verlaufen, gehen damit ebenfalls ins Eigentum des Kreises über."


Bei einer Versammlung des Fremdenverkehrs-Zweckverbands LK Kusel am 31.07. gab es folgende Informationen
zur Draisinenbahn:

45.000 Euro hat der Kreis bereits in den Ausbau der Leihstation Staudernheim investiert. Die Verbandsversammlung
genehmigte jetzt einen Nachschlag von rund 1600 Euro, weil Parkplatz und Ausleihstation etwas teurer wurden als
geplant. Das Thema behindertengerechte öffentliche Toiletten an der Draisine bleibt außerdem aktuell. Laut Winfried
Hirschberger sollen hier Lösungen entwickelt werden, bei denen die Ortsgemeinden mit einbezogen sind.
Zuletzt geändert von eta176 am Mi 28. Jan 2009, 21:02, insgesamt 1-mal geändert.

eta176
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Glantalbahn: Landkreis Kusel kauft Trasse

Beitrag von eta176 »

Die AZ Bad Kreuznach berichtet am 27.08. über den "Kindergarten" Kreistag.
Der offenbar schon begonnene Wahlkampf wirkte sich auf die letzte Sitzung aus:

Kreistag erfährt von Kauf kein Wort
Landratskandidat Diel (CDU) attackiert Landrat Velten (SPD) wegen Draisinenstrecke

http://www.main-rheiner.de/region/objek ... id=3408938

Anmerkungen:
Anstatt dem Kreis Kusel dankbar zu sein, dass er die gesamte Glantalbahn zu einem sehr vertretbaren Preis erworben hat ...
Solange der Kreis in die Verkaufsverhandlungen nicht mit einbezogen werden musste, besteht für mich auch kein Zwang zur Info?!?

eta176
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LK Kusel kaufte Glantalbahn 2008 / Jetzt NKU für SPNV

Beitrag von eta176 »

Auch wenn der Bericht des Oeffentlichen Anzeigers Bad Kreuznach / Kirn schon am 04.04.2020 erschienen ist,
hole ich den alten Beitragsbaum von 2008 mal wieder aus der Versenkung.

Glantalbahn-Studie kann in Auftrag gegeben werden
Auf der Glantalstrecke zwischen Lauterecken und Staudernheim sollen zukünftig wieder Züge (statt Draisinen) fahren.
Bereits im Dez. 2019 hatte der VG-Rat Lauterecken-Wolfstein eine Resolution verabschiedet, in der er vom Kreis eine
Kosten-Nutzen-Studie fordert. Auch die VG Nahe-Glan (ehem. VG Meisenheim) hat ein besonderes Interesse an der
Reaktivierung, zudem sprechen sich größere regionale Unternehmen und Arbeitskreise für eine Zuganbindung aus.
Die Zusage des Wirtschaftsministeriums sowie des ZV SPNV-Süd je ein Drittel der Kosten von geschätzten 90.000 €
zu tragen, ist ein Teilerfolg der Befürworter. 30.000 Euro hätten sich die Kreise Kusel und Bad Kreuznach zu teilen.
Nachdem Kreuznach bereits zugesagt hatte, folgte am Mi. 01.04.2020 auch der Landkreis Kusel. Landrat Otto Rubly
(CDU) setzte überdies im Kreisausschuss durch, dass die VG Lauterecken-Wolfstein 7.500 Euro an der Studie über-
nimmt.

Und gleich vorab, bevor jetzt wieder das allgemeine Klagelied angestimmt wird, dass es "nach Corona" für nichts
mehr eine Zukunft gibt - vor allem keine Verkehrswende und SPNV-Reaktivierungen etc. pp.:
Wichtig ist es, dass sich eine Region überhaupt wieder für die Schiene einsetzt und Geld für eine NKU genehmigt.
Sollte jedoch bei einem positiven Ergebnis die Landesregierung (zum wiederholten Mal > s. Aartal/s. Zellertal) da-
für sorgen, das die NKU und ihr Ergebnis von einem Landesrechnungshof zunichte gemacht werden (weil Straßen
ja vorhanden sind und ein Busverkehr viel billiger ist), dann helfen auch vorherige Kostenbeteiligungen nicht und
man hätte es dann lieber gleich sein lassen sollen, statt (falsche) Hoffnungen zu wecken.

Beste Grüße
HaPe

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