Die 103 - eine zeitlose Schönheit (Nummern zwischen 212 und 244, 1978-89, 17B)

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Günter T
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Die 103 - eine zeitlose Schönheit (Nummern zwischen 212 und 244, 1978-89, 17B)

Beitragvon Günter T » Mi 1. Nov 2017, 12:05

Hallo Freunde der 103,


Bislang hatte ich schon eingestellt:
Teil 1: 103er-Nummern zwischen 101 und 110
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Teil 2: 103er-Nummern zwischen 111 und 135
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Teil 3: 103er-Nummern zwischen 137 und 159
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Teil 4: 103er-Nummern zwischen 170 und 179
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Teil 5: 103er-Nummern zwischen 180 und 194
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Teil 6: 103er-Nummern zwischen 195 und 210
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Kommen wir nun zum 7. und letzten Teil von historischen Aufnahmen der 103 im hochwertigen Reisezugdienst.



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Bild 1:
In Bacharach näherte sich uns am 21. April 1984 die 103 212 mit dem IC 515 SENATOR (Hamburg-Altona 6.24 – Bremen – Wuppertal – Mainz – Stuttgart – München 17.10).
An diesem Ostersamstag war der Intercity erheblich verstärkt worden und bestand nun aus 14 Reisezugwagen - hinzu gekommen waren ein Am an der Zugspitze und ein grüner Bm sowie ein beige-ozeanblauer Am am Zugschluss.
Zum Vergleich hier der einschlägige Reihungsplan:

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Bild 2:
Am frühen Abend des 22. August 1987 östlich des Bahnhofs Bingen: Die 103 213 passiert mit dem IC 612 KURPFALZ (München 13.50 – Stuttgart – Mainz – Wuppertal – Dortmund 21.12) die Stelle, wo der südliche Ausläufer der Hindenburgbrücke die linke Rheinstrecke überquerte.




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Bild 3:
Die Blockstelle Werlau am 7. Juli 1981: 103 214 hat noch eine erhebliche Wegstrecke vor sich, um den IC 524 HEINRICH DER LÖWE (München 13.13 – Nürnberg – Ffm – Köln – Braunschweig 20.41), den sie erst kürzlich in Frankfurt am Main übernommen hatte, in die Welfenstadt zu befördern.




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Bild 4:
Nördlich Koblenz führt die linke Rheinstrecke direkt am Gelände des Kernkraftwerkes Mülheim-Kärlich vorbei. Der 1300-Megawatt-Reaktor war bereits 1988 nach nur 13-monatigem Betrieb für immer vom Netz gegangen - nach einer Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts. Die Erdbebengefahr war bei der Planung nicht ausreichend berücksichtigt worden. Der 162 m hohe Kühlturm – höher als der Kölner Dom! – soll im Frühjahr 2018 abgerissen werden.
Vor der Betriebsaufnahme waren Karl-Heinz R. und ich am 18. April 1981 an jener Stelle, wo wir u. a. die 103 216 mit dem IC 621 WETTERSTEIN (Münster 7.06 – Nürnberg – München – Garmisch-Patenkirchen 17.18) aufnehmen konnten. Der erste Wagen ist nicht im Reihungsplan vorgesehen – er wurde als Überführung befördert.
Der Planeinsatz dieser Maschine endete noch kurz vor der Jahrtausendwende (+ 30.12.1999).




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Bild 5:
Nicht weit hiervon entfernt rollte am 27. März 1982 die 103 219 mit ihrem IC 613 GORCH FOCK (Kiel 7.00 – Bremen – Wuppertal – Mainz – Stuttgart – München 19.10) über die Koblenzer Moselbrücke.





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Bild 6:
103 220 (seit 2014 im DB-Museum Koblenz) in Braunschweig vor D 344, einem sog. Interzonenzug, den sie in Helmstedt übernommen hatte. Einzelheiten zu dem Zug können dem nachfolgenden Auszug aus dem zeitgenössischen Zp AR entnommen werden:

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Bild 7:
In Rheindiebach (nördlich Niederheimbach, unterhalb der Burgruine Fürstenberg) fuhr am 5. September 1981 die 103 221 mit ihrem IC 569 GLÜCKAUF (Dortmund 6.41 – Wuppertal – Köln – Wiesbaden – Würzburg – Ingolstadt – München 14.23) an uns vorbei.




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Bild 8:
Bei Iphofen lauerten Karl-Heinz R. und ich am 25.07.1978 eigentlich den Altbau-Elloks auf. Doch so ein fast nur aus grünen Wagen bestehender Schnellzug – mit Postwagen! – hatte auch seine Reize. Es handelte sich um den D 282, der von der 103 223 gezogen wurde.
Einzelheiten zum D 282 siehe hier:

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Bild 9:
Natürlich waren die 103er auch für den Trans Europ Express zuständig. Am 4. September 1981 erwischte ich eine solche Fuhre mit der 103 223 und ihrem TEE 19 GAMBRINUS (Hamburg-Altona 10.09 – Köln – Mainz – Heidelberg – Stuttgart 18.14) auf der Koblenzer Moselbrücke.





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Bild 10:
Auf einer Ausstellung am 12. März 1983 in Celle konnte man die 103 227 – neben der 202 003 – bewundern. Nach 30 Jahren (am 14. Januar 2003) wurde sie ausgemustert und sogleich bei Bender in Opladen verschrottet.



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Bild 11:
Einen Tag nach Bild 3 wieder der IC 524 HEINRICH DER LÖWE – dieses Mal aber auf der Binger Nahebrücke mit der 103 228 als Zuglok.




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Bild 12:
Vor der Kulisse der bemerkenswerten Neuwieder Hängebrücke (Straßenbrücke) rollte am 27. März 1982 die 103 229 mit dem IC 612 GORCH FOCK (Garmisch-Patenkirchen 9.07 – München – Stuttgart – Mannheim – Mainz – Düsseldorf – Dortmund – Bremen – Hamburg – Kiel 22.50) Richtung Ostsee.





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Bild 13:
Neben vielen anderen interessanten Bahnbauten ist mittlerweile auch das relativ große Gebäude der ehemaligen Blockstelle Pfalz (gegenüber Kaub) verschwunden. Am 7. Juli 1981 fuhr hier noch 103 233 mit ihrem IC 517 WERDENFELS (Hamburg-Altona 7.19 – Bremen – Dortmund – Essen – Mainz – Stuttgart – München – Garmisch-Patenkirchen 19.40) vorbei.
103 233 dient heute im DB-Museum Koblenz als Ersatzteilspender für die 103 222.





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Bild 14:
Der EC 2 REMBRANDT kam am 1. Mai 1989 aus der Schweiz und eilte in die Niederlande (Chur 9.19 – Zürich – Basel - Mainz – Düsseldorf – Amsterdam CS 19.59), in Bingerbrück gezogen von der 103 234.




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Bild 15:
Adrett herausgeputzt wartete am 17. Dezember 1980 die heute noch existente 103 235 im Bahnhofsvorfeld des Wiesbadener Hauptbahnhofs auf die Übernahme eines IC. Ja, damals gab es in der hessischen Landeshauptstadt noch stündlichen IC-Anschluss in Nord- sowie Südrichtung ….




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Bild 16:
Ein heutzutage häufig gewähltes Motiv für Bahnfreunde am Mittelrhein: der Ochsenturm nördlich des Bahnhofs Oberwesel. Carl Bellingrodt war auch schon da – da war es am 7. Juli 1981 langsam Zeit für mich, dort ebenfalls zu erscheinen und die 103 242 mit ihrem international verkehrenden IC 124 ERASMUS (Innsbruck 9.05 – Kufstein – München – Würzburg – Mainz – Düsseldorf – Amsterdam CS 20.56) abzulichten.




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Bild 17:
Zum Schluss meiner Serie über die 103 kehre ich in meine frühere Heimat zurück: der oft besuchten Rüdesheimer Nachbarstadt Bingen.
Wir sehen die 103 244 am 8. Juli 1981 mit ihrem IC 612 GORCH FOCK (Garmisch-Patenkirchen 9.07 – Kiel 22.50) auf der Binger Nahebrücke.


Sehr oft war ich ab 1982 in diesen hochwertigen Reisezügen in Deutschland aus dienstlichen Gründen unterwegs, wobei ich zeitliche und örtliche Spielräume nutzen durfte. Unvergessliche Eindrücke gewann ich z. B. auf Fahrten am frühen Abend durchs Altmühltal im zu dieser Tageszeit relativ leeren Speisewagen, wo ich in den Kurven an unserer Zugspitze die 103er dahingleiten sah und dabei das eine oder andere aufmunternde Getränk serviert bekam. Einfach nur herrlich ……
Und sehe ich heute eine Museums-103 oder wenigstens Bilder dieser zeitlos schönen Maschine, kommen die angenehmen Erinnerungen zurück ….

Es grüßt Euch
Günter
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Dieselpower
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Re: Die 103 - eine zeitlose Schönheit (Nummern zwischen 212 und 244, 1978-89, 17B)

Beitragvon Dieselpower » Mi 1. Nov 2017, 12:53

Hallo Günter,
Vorweg das übliche Kompliment für das große Kino!

Zu den Am im IC fällt mir immer ein, daß wir leider nur selten das Glück hatten, sie wurden nämlich gern als deklassierter Ersatz für Bm 235 hergenommen, obwohl zwei Abteile fehlten (die aber dafür umso geräumiger waren, ein Raumangebot, von dem Bahnkunden heute nur noch träumen können, nur die Avmz mit ihren 9 Abteilen waren noch großzügiger). Den Stammzug fuhr man mit Bpmz und Bm, damit die Reservierungen "paßten" (Plätze 111-126), und die Verstärker waren dann Am 203, welche mit Schlingerdämpfern und Mg-Bremsen ausgestattet, und damit 200-km/h-tauglich waren. 61 Exemplare gab es davon, die primär für diese Zwecke umgebaut worden waren.
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Pflatsch
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Re: Die 103 - eine zeitlose Schönheit (Nummern zwischen 212 und 244, 1978-89, 17B)

Beitragvon Pflatsch » Mi 1. Nov 2017, 20:23

Und wieder ein toller Beitrag mit wunderschönen Aufnahmen.


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