Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Westeifelbahner
Amtmann A11
Beiträge: 789
Registriert: Di 27. Sep 2005, 22:53

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Westeifelbahner » Sa 8. Jun 2019, 18:27

Rolf hat geschrieben:Ja, es hat in 12 Betriebsjahren einen schwereren Unfall an einem unbeschrankten Bü gegeben, bei dem der Tf erheblich verletzt wurde (an einer asphaltierten Nebenstraße, und nicht an einem Feldweg).

Wie du treffend festgestellt hast, passt dein Beispiel nicht zu meiner Aussage. Ich bezog mich auf Efq-Unfälle mit Traktoren auf Feld- bzw. Wirtschaftswegen und nicht auf den Lkw-Unfall 2009.
Allgemein lässt sich sagen, dass die Sicherheit an Straßenkreuzungen auch ein Thema auf dem MMR ist, dass Verantwortliche beschäftigt.
Aber worüber diskutieren wir? Wie geschrieben, bin ich auch nicht der Meinung, dass jeder BÜ eine Lichtzeichenanlage braucht. Aber deshalb gleich öffentlich zu unterstellen, dass derjenige, der das kalkuliert, nur die Reaktivierung verhindern will, ist aus meiner Sicht ein Vorwurf, keine Argumentation.
Das sind Dinge, die zu diskutieren wären, aber nicht hier, sondern zwischen den Beteiligten für die eine oder andere Lösung.
Gruß Westeifelbahner
PS und Nachtrag, da es nicht falsch stehen bleiben sollte: Bei dem von dir erwähnten Unfall 2009 wurde nicht "nur" eine Person erheblich verletzt, sondern u.a. auch der ehrenamtliche Zugbegleiter des Eifelbahn e.V.

Rolf
Amtsrat A12
Beiträge: 1316
Registriert: Do 1. Feb 2007, 21:39
Kontaktdaten:

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Rolf » Sa 8. Jun 2019, 19:11

Westeifelbahner hat geschrieben:... Ich bezog mich auf Efq-Unfälle mit Traktoren auf Feld- bzw. Wirtschaftswegen und nicht auf den Lkw-Unfall 2009....
Mir ist vom Betrieb der EQB durch die VEB kein Unfall mit Traktoren o. ä. bekannt, der schweren Personenschaden nach sich gezogen hätte. Mithin sehe ich in diesen leichten Unfällen kaum einen Grund, die Feldwege über Gebühr mit teuren Lichtzeichenanlagen zu sichern, zumal das an anderen Strecken, die im touristischen Verkehr betrieben werden, ebenfalls nicht der Fall ist, ohne dass es irgendwen sonderlich aufregt. Und, nur am Rande, in allen Fällen sind ohnehin diejenigen Schuld, die fahrlässig oder vorsätzlich die Andreaskreuze ignoriert haben. Die Bahn hat immer Vorfahrt.

Westeifelbahner hat geschrieben:... Allgemein lässt sich sagen, dass die Sicherheit an Straßenkreuzungen auch ein Thema auf dem MMR ist, dass Verantwortliche beschäftigt...
Über 15 Jahre nach Freigabe des Fahrradweges?! Unglaublich... Am MMR ist eine Lösung dringend angeraten; und zwar bevor etwas Schlimmes passiert. Die haarsträubend gefährlichen Kreuzungen des MMR über die L 16 oder die L 52 vor Hasborn sind m. E. weitaus besorgniserregender als der eine oder andere unbeschrankte Bü an einem Feldweg über die EQB.

Westeifelbahner hat geschrieben:...Das sind Dinge, die zu diskutieren wären, aber nicht hier, sondern zwischen den Beteiligten für die eine oder andere Lösung. ...
Das sehe ich nicht so. Hier ist m. E. durchaus der Ort dafür.

jwiessner
Oberschaffner A3
Beiträge: 76
Registriert: Fr 21. Dez 2018, 23:14

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jwiessner » Sa 8. Jun 2019, 19:33

Ich gebe zu, die Formulierung war etwas allgemein und provokant gehalten, dies war aber bewusst so gewählt. Dies war die Art und Weise wie bisher über die Eifelquerbahn berichtet wurde, es wird etwas in den Raum gestellt ohne genauere Informationen zu liefern.
Ich habe dies auch immer sehr kritisch gesehen und freue mich, dass hieraus jetzt so eine aktive Diskussion geworden ist. Es ist nicht meine Art Behauptungen in den Raum zu stellen und diese nicht belegen zu können, daher möchte ich hier einige der Kritikpunkte einmal näher erläutern:

Kritik zur BPB Ausführung:

Hier möchte ich einfach mal den Gutachter von StadtLandBahn zitieren:

„BPB hat eine vollständige Erneuerung des Oberbaus mit altbrauchbaren Stoffen geplant und das Bodengutachten war auf diesen neuen Oberbau hin ausgelegt. Eine Rückfrage beim damals beauftragten Bodengutachter (Telefonat vom 11.12.2013) hat ergeben, das BPB die Standards für den Regel-SPNV zu hoch angesetzt hat.“

„Die Planung von BPB ging von 41 technisch zu sichernden Bü aus. Die Kosten dafür liegen bei 5.1749467,-€. Einige Bü davon sind bereits technisch gesichert, jedoch ist die Sicherungstechnik zu erneuern.
Dieser Aufwand ist insbesondere unter Beachtung der vorhandenen Verkehrsmengen deutlich zu hoch angesetzt. Die hohe Investition in eine technische Sicherung ist für die meisten Bü – insbesondere mit Wirtschaftswegen – nicht zu rechtfertigen.“

Ergänzung 20:42
Zitat BPB: "Die gesamte Gleisanlage hinterlässt optisch einen qualitativ schlechten Eindruck und assoziiert einen hohen Instandhaltungsrückstand. Dieser Eindruck wird durch die lückenhafte und in Teilen überalterte Aktenlage im Hinblick auf Inspektionspläne, Inspektionsberichte, Messdokumentationen etc. gefestigt".

Dazu SLB: "Die Befahrung der Strecke am 20.11.2013 ergab ein im Vergleich zum Eindruck aus dem von BPB im Jahr 2012 angefertigten Gutachten relativ gutes Gesamtbild, auch wenn die Begutachtung nur stichprobenweise erfolgen konnte."


Kritik zur SLB Ausführung:

Die erste Kritik bezieht sich auf die Außendarstellung des SLB Gutachtens. Im Gutachten selbst geht man von 12,5 Mio Euro (brutto) Investitionskosten für einen Betrieb von 10 Jahren aus, weitere 1,5 Mio Euro würden bei einem 15 jährigen Betrieb anfallen. Weitere 4,3 Mio Euro belaufen sich auf Risikopositionen und nochmals 2,4 Mio Euro für optionale Bü. Dazu kommen dann noch die 6 Mio Euro für den Neubau der Kyllbrücke, wobei hier in den 12,5 Mio Euro bereits 175.000 Euro für einen Instandsetzung der Brücke eingerechnet wurden.
Im Gutachten werden Kosten von 550.000 Euro (netto) für den Vegetationsrückschnitt und die Sichtdreiecke eingerechnet, diese liegen im Vergleich zu anderen Kalkulationen recht hoch.

Dann werden Kosten für neue Wellendübel im Abschnitt Dockweiler – Gerolstein zum Stückpreis von 1€ (bei 15.000 Schwellen) angesetzt. Bei einer einfachen Anfrage für eine deutlich geringere Stückzahl haben wir einen um 30% günstigeren Preis erhalten.

Auch wird der Ausbau von 2 nicht mehr genutzten Weichen (16.000 Euro (netto)), sowie der Rückbau und die Entsorgung der Telegrafenmasten (95.000 Euro (netto)) eingerechnet.

Ebenso wird hier der Austausch von Schwellen auf einem Abschnitt von 1000m, aufgrund der nicht mehr zeitgemäßen dort verwendeten Stahlschwellen mit Spannklemmen, sowie der Austausch eines 610m langen Stoßlückengleises für insgesamt 400.000 Euro (netto) genannt.

Es sind noch einige weitere Maßnahmen enthalten, bei denen sich die Frage stellt ob diese wirklich für einen touristischen Verkehr benötigt wird.
Zuletzt geändert von jwiessner am Sa 8. Jun 2019, 20:42, insgesamt 1-mal geändert.
http://www.eifelquerbahn.com - Eifelquerbahn e.V. - Gemeinsam für den Erhalt der Eifelquerbahn - Auch auf Facebook und Instagram

Westeifelbahner
Amtmann A11
Beiträge: 789
Registriert: Di 27. Sep 2005, 22:53

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Westeifelbahner » Sa 8. Jun 2019, 20:41

Rolf hat geschrieben:Das sehe ich nicht so. Hier ist m. E. durchaus der Ort dafür.

Bringt aber nix außer verlorene Zeit, da hier nun mal nur ein paar Befürworter mitlesen. Das Publikum, das relevant ist, sitzt in und außerhalb der Gemeinderäten in den Dörfern. Wenn über die Gutachten neu diskutiert werden soll und daraus irgendwelche politische Konsequenzen gezogen werden sollen, muss es auch öffentlichkeitswirksam erfolgen.
Da die Vorwürfe nicht neu, sondern 7 Jahre alt sind, wäre aus meiner Sicht hier wichtig auch öffentlich die Argumente darzustellen.
Warum nicht als Verein mal die Presse einladen und genau diese ganzen Beispiele auflisten, verbunden mit einer konkreten Forderung an die relevanten Akteure?
@jwiessner: Danke für die Erläuterungen. Das klärt`s. Es sind, wie das Beispiel zeigt, Annahmen unter Prämissen. Ich persönlich würde da keine Absicht unterstellen, sondern das typische Problem, wenn die Kosten nicht vom verantwortlichen EIU in eigener Haftung aufgelistet werden, sondern von Dritten.
Gruß Westeifelbahner

Rolf
Amtsrat A12
Beiträge: 1316
Registriert: Do 1. Feb 2007, 21:39
Kontaktdaten:

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Rolf » Sa 8. Jun 2019, 21:06

Westeifelbahner hat geschrieben:...Bringt aber nix außer verlorene Zeit, da hier nun mal nur ein paar Befürworter mitlesen. ...
Das ist der Grund, warum man hier mit deutlicheren Worten vermutlich niemandem aus der Politik vor das Schienenbein tritt, wohl aber viele Bahn-Fans erreicht, denn die meisten lesen nur mit. Und das ist gut so und bringt sehr viel, nämlich Argumentationshilfen PRO Bahn. Das Mittelrheinforum ist DIE Einsenbahn-Plattform der Region und die allermeisten Leser dürften Bahn-Befürworter und damit wertvolle Multiplikatoren sein. Und wie Du richtig schreibst:
Westeifelbahner hat geschrieben:Das Publikum, das relevant ist, sitzt in und außerhalb der Gemeinderäten in den Dörfern.
Vor allen Dingen außerhalb. Die nennt man Bürger. Und Wähler. DIE gilt es zu überzeugen. Und wer könnte das besser, als die hier mitlesenden Bahnfans, die unserem dialektischen Abwägen der Argumente folgen. Umso besser können sie als Multiplikatoren fungieren. Und sind die Bürger (=Wähler) erst mal überzeugt, wird die Politik schnell einklicken. Deswegen ist die Diskussion hier sehr sinnvoll.

Westeifelbahner hat geschrieben:...Da die Vorwürfe nicht neu, sondern 7 Jahre alt sind, wäre aus meiner Sicht hier wichtig auch öffentlich die Argumente darzustellen. Warum nicht als Verein mal die Presse einladen und genau diese ganzen Beispiele auflisten, verbunden mit einer konkreten Forderung an die relevanten Akteure?
Das ist absolut richtig und wäre auch meine Vorgehensweise. Ich würde aber nicht nur die Presse, sondern auch die Bürger einladen. Und vielleicht mal vorrechnen, was ein Fahrradweg kosten würde. So etwas muss aber gründlich vorbereitet sein.

Westeifelbahner
Amtmann A11
Beiträge: 789
Registriert: Di 27. Sep 2005, 22:53

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Westeifelbahner » Sa 8. Jun 2019, 21:14

Rolf hat geschrieben:
Westeifelbahner hat geschrieben: Das Mittelrheinforum ist DIE Einsenbahn-Plattform der Region und die allermeisten Leser dürften Bahn-Befürworter und damit wertvolle Multiplikatoren sein. (…) Die nennt man Bürger. Und Wähler. DIE gilt es zu überzeugen. Und wer könnte das besser, als die hier mitlesenden Bahnfans, die unserem dialektischen Abwägen der Argumente folgen.

Die Menschen, die vor Ort wohnen. Wie viele Leser des Mittelrheinforums wohnen denn in Pelm, Hohenfels, Betteldorf, Rengen, Darscheid, Utzerath, Berenbach, Uersfeld oder Laubach? Wie viele bspw. in Daun, Ulmen oder Kaisersesch?
Im Übrigen merkt man bei fast jedem TV-Artikel, warum Eisenbahnfreunde keine wertvollen Multiplikatoren sind. Wenn du im Dorf als Bahner bekannt ist und was pro Bahn sagst, hören die meisten Leute weg, die mit der Bahn nix am Hut haben, weil sie sich sagen: Das weiß ich eh, dass der das mal wieder anders sieht.
Wenn es gelingt Frau Müller ausm Dorf zu erreichen, die sich jeden Morgen drüber aufregt, dass ihr Kind keinen Sitzplatz im Bus hat, die aber mit der Bahn bisher nix am Hut hatte, dann kann sich in einem Dorf was entwickeln. Denn Frau Müller ist mit Frau Schulz befreundet, die beim Bäcker arbeitet und immer so einen Stress hat, wenn der Sohn nachmittags zum Training gefahren werden will. Usw.
Gruß Westeifelbahner

jwiessner
Oberschaffner A3
Beiträge: 76
Registriert: Fr 21. Dez 2018, 23:14

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jwiessner » Sa 8. Jun 2019, 21:33

@Westeifelbahner:
Um noch mal auf deinen Post von heute Morgen zurück zukommen.

Sicherlich wäre die Ausschreibung der Eifelquerbahn auch schon zu einem früheren Zeitpunkt möglich gewesen, aber auch 2015/16 wären die Vegetationsarbeiten schon sehr umfangreich gewesen. Ob eine damalige Ausschreibung anders verlaufen wäre werden wir leider nie erfahren.

Aber gegenüber 2017 haben wir den Stand, dass man von Seiten der Kommunen anscheinend gewillt ist einen 2-stelligen Millionen Betrag in eine touristische Nutzung der Eifelquerbahn zu investieren. Man hat sich aktuell zwar für einen Radweg ausgesprochen, aber hier spielt sicherlich auch ein Stück weit Resignation nach gut 6 Jahren rein.

Was ich persönlich in den letzten Jahren vermisst habe, war eine wie auch immer geartete öffentliche Diskussion zum Thema, hier gab es eigentlich immer nur Meldungen im Rahmen des Arbeitskreises. Hier haben wir heute doch eine deutlich aktivere Berichterstattung zum Thema.

Es gibt die 2 Interessenten die auch aktiv Ihre Absichten zur Streckenübernahme kommunizieren, dazu gehört dann auch eine entsprechende Pressearbeit. Das diese hier auch den Kontakt zum alten Betreiber suchen ist nur logisch, keiner dürfte die Strecke besser kennen. Wenn man es dann noch schafft diesen mit ins Boot zu bekommen, um die Möglichkeiten auszuloten die es heutzutage gibt ist die auch eine positive Entwicklung.

Es war auch nicht nur der SPD vorher bekannt, dass es Interessenten gab. Und das man im April schon von einer Veröffentlichung des VDV wusste ist auch nicht verwunderlich, so eine Broschüre bereitet man ja nicht in 2 Wochen vor.

Zum Thema SPD, ich freue mich das Astrid Schmitt hier noch einmal aktiv geworden ist und zum Gespräch geladen hat. Es hat sich dort gezeigt, dass vielen die aktuellen Entwicklungen um die Schiene im Allgemeinen nicht bekannt waren, und man daher eine mögliche Reaktivierung der Eifelquerbahn gar nicht mehr für möglich gehalten hat.

Das beiden Interessenten, also Eifelbahn Verkehrsgesellschaft und die Brohltalbahn, das Gespräch mit den Kommunen suchen ist auch positiv zu sehen. Ich hatte so das Gefühl das in der Vergangenheit eher über, anstatt miteinander gesprochen wurde. Daher habe ich auch in den vergangen Wochen etliche Gespräche geführt um einmal auch Informationen aus erster Hand zu erhalten.

Man kann auch den beiden Unternehmen nicht vorwerfen, dass sie keine Ahnung vom Betrieb haben. Beide betreiben seit Jahrzehnten Strecken im touristischen Verkehr, bzw. sind sogar gerade dabei diesen Betrieb noch weiter auszubauen. Klar sind dies keine Strecken von der Länge der Eifelquerbahn, aber man kann davon ausgehen das beide wissen worauf sie sich hier einlassen.

Was andere Verein warum zur Zeit berichten kann ich nicht beurteilen, da ich in keinem der Vereine Mitglied bin.
Zuletzt geändert von jwiessner am Sa 8. Jun 2019, 21:53, insgesamt 3-mal geändert.
http://www.eifelquerbahn.com - Eifelquerbahn e.V. - Gemeinsam für den Erhalt der Eifelquerbahn - Auch auf Facebook und Instagram

jwiessner
Oberschaffner A3
Beiträge: 76
Registriert: Fr 21. Dez 2018, 23:14

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jwiessner » Sa 8. Jun 2019, 21:40

Westeifelbahner hat geschrieben:Wenn es gelingt Frau Müller ausm Dorf zu erreichen, die sich jeden Morgen drüber aufregt, dass ihr Kind keinen Sitzplatz im Bus hat, die aber mit der Bahn bisher nix am Hut hatte, dann kann sich in einem Dorf was entwickeln. Denn Frau Müller ist mit Frau Schulz befreundet, die beim Bäcker arbeitet und immer so einen Stress hat, wenn der Sohn nachmittags zum Training gefahren werden will. Usw.


Das ist richtig. Darum bin ich auch froh das wir den Verkehrsverein Ulmen als wichtigen Unterstützter vor Ort haben. Deshalb nehmen wir auch nächstes Wochenende bei "Daun spielt!" teil, hier haben wir die Möglichkeit die Menschen direkt zu erreichen. Wir müssen auch in den anderen Städten die Menschen erreichen, daher sind wir auch in den sozialen Medien sehr aktiv.
http://www.eifelquerbahn.com - Eifelquerbahn e.V. - Gemeinsam für den Erhalt der Eifelquerbahn - Auch auf Facebook und Instagram

Westeifelbahner
Amtmann A11
Beiträge: 789
Registriert: Di 27. Sep 2005, 22:53

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Westeifelbahner » Sa 8. Jun 2019, 21:57

jwiessner hat geschrieben:Sicherlich wäre die Ausschreibung der Eifelquerbahn auch schon zu einem früheren Zeitpunkt möglich gewesen, aber auch 2015/16 wären die Vegetationsarbeiten schon sehr umfangreich gewesen.

Ich dachte auch eher an 2012/2013 als 2015/2016.

jwiessner hat geschrieben: Das diese hier auch den Kontakt zum alten Betreiber suchen ist nur logisch, keiner dürfte die Strecke besser kennen. Wenn man es dann noch schafft diesen mit ins Boot zu bekommen, um die Möglichkeiten auszuloten die es heutzutage gibt ist die auch eine positive Entwicklung.

Ich persönlich sehe da weiterhin eher einen Widerspruch, aber das muss der Verein (und auch jeder andere) für sich beurteilen, wie er sich vorstellen kann glaubhaft und vertrauenswürdig einen neuen Anlauf zur Reaktivierung der Eifelquerbahn vermitteln zu können.
Hoffentlich ist es jedenfalls tatsächlich ein gemeinsames Boot unter Gleichen und kein Karren, vor den sich der Verein spannen lässt, ohne es zu wissen.

jwiessner hat geschrieben:Das ist richtig. Darum bin ich auch froh das wir den Verkehrsverein Ulmen als wichtigen Unterstützter vor Ort haben. Deshalb nehmen wir auch nächstes Wochenende bei "Daun spielt!" teil, hier haben wir die Möglichkeit die Menschen direkt zu erreichen. Wir müssen auch in den anderen Städten die Menschen erreichen, daher sind wir auch in den sozialen Medien sehr aktiv.

So ist es! Dieses Engagement vor Ort und in den sozialen Medien ist sehr, sehr begrüßenswert! Es macht in der Eifel viel aus, wenn ein Verein auf solchen Veranstaltungen präsent ist. Ebenso erreicht man heute sicherlich mit sozialen Medien weitaus mehr Leute als hier. Ich selbst habe damit nix am Hut und mir reicht ein "Forum", aber das ist eben heute die Denke einer kleinen, irgendwann aussterbenden Minderheit. Also, weiter so!

Gruß Westeifelbahner

jwiessner
Oberschaffner A3
Beiträge: 76
Registriert: Fr 21. Dez 2018, 23:14

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jwiessner » Sa 8. Jun 2019, 22:22

@Westeifelbahner:
Bis 2014 war die Strecke noch an die Vulkan Eifel Bahn verpachtet. So ist es u.a. dem Brückengutachten zur Pelmer Brücke zu entnehmen, auch wieder ein Fall den man sich mal genauer anschauen muss.

Ich habe mit keiner der Parteien ein Problem, bin aber auch mit keinem der Beteiligten vor 2019 jemals persönlich in Kontakt gewesen.

Gruß
Jens
http://www.eifelquerbahn.com - Eifelquerbahn e.V. - Gemeinsam für den Erhalt der Eifelquerbahn - Auch auf Facebook und Instagram

Westeifelbahner
Amtmann A11
Beiträge: 789
Registriert: Di 27. Sep 2005, 22:53

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Westeifelbahner » So 9. Jun 2019, 08:39

jwiessner hat geschrieben:Bis 2014 war die Strecke noch an die Vulkan Eifel Bahn verpachtet.

Das spielt ja keine Rolle. Die Strecke hätte ja dennoch schon zu dem Zeitpunkt ausgeschrieben werden können, als der Betrieb eingestellt wurde und die Bäumchen anfingen ungestört zu wachsen.
Frohe Pfingsten und einen schönen Pfingstsonntag!
Gruß Westeifelbahner

Rolf
Amtsrat A12
Beiträge: 1316
Registriert: Do 1. Feb 2007, 21:39
Kontaktdaten:

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Rolf » Mo 10. Jun 2019, 11:15

Westeifelbahner hat geschrieben:...Wie viele Leser des Mittelrheinforums wohnen denn in Pelm, Hohenfels, Betteldorf, Rengen, Darscheid, Utzerath, Berenbach, Uersfeld oder Laubach? Wie viele bspw. in Daun, Ulmen oder Kaisersesch?

Das werden die Betreiber des Forums wissen. Da ich die Aktiven im Museum Emmelshausen ohnehin mal wieder besuchen wollte, werde ich nachfragen. Aber das Forum hier ist per definitionem ein Teil der sogenannten "sozialen Medien". Hier wird sorgfältig mitgelesen und auf hohem Niveau diskutiert. Bei den anderen sozialen Medien wie Facebook oder Instagram gibt es dagegen eine unüberschaubare Flut von Bildern und jede Menge Blödsinn, so dass der Konsum sehr oberflächlich ist. Viele überfliegen das alles nur noch. Symptomatisch ist der Trend weg von Facebook hin zu Instagram. Da geht fast nur noch um Bilder; echte Informationen fließen kaum. Hier im Forum dagegen sind ernsthaftere, bahnaffine Nutzer unterwegs. Sicher viel weniger als in den schnelllebigen und oberflächlichen o. g. Plattformen, dafür aber Interessierte, die Unterstützer und Multiplikatoren sind oder noch werden können. Ich würde dieses Forum daher nicht leichtfertig und voreilig klein reden. Unter Bahninteressierten ist es vielmehr die wichtigste Plattform der Region!

Westeifelbahner hat geschrieben:...Im Übrigen merkt man bei fast jedem TV-Artikel, warum Eisenbahnfreunde keine wertvollen Multiplikatoren sind. ...
Für die Vergangenheit ist das sicher vielfach zutreffend, aber seit der Verein aktiv ist, weht doch überall in den Medien ein anderer Wind. Und auch die Leute vor Ort sind durchaus ansprechbar, wenigstens die Touristen. Dazu eine Erfahrung aus Daun von gestern: Wir sind mal wieder den MMR auf Skates von Daun nach Kues gefahren (die Strecke war übrigens rappelvoll, und die Busse zurück ebenfalls). Vor dem Eingang zur ehemaligen Modellbahnanlage im Bahnhof Daun hing ein Plakat des neuen Vereins. Direkt daneben befindet sich der Eingang zu den öffentlichen WCs. Die Schlange der Frauen stand wegen des enormen Andrangs bis auf den (ebenso rappelvollen) Parkplatz, so dass ich die Gelegenheit beim Warten auf meine Ehefrau genutzt und die Damen in der Schlange auf das Plakat angesprochen habe. Und die Reaktionen waren alle positiv von "gute Idee" bis "wäre eine Alternative zum Auto". Natürlich ist es ein weiter Weg vom Lippenbekenntnis bis zur Tat. Dennoch kann jeder Eisenbahnfreund sein Scherflein beitragen. Seit 25 Jahren schleppe ich Freunde und Bekannte mit zu meiner Lieblingsstrecke, der Brohltalbahn. Mittlerweile sprechen mich Leute an, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass sie irgendwann mal mitgefahren sind, und dass sie zwischenzeitlich wieder mit der Brohltalbahn unterwegs waren, mit den eigenen Leuten. Und das sind dann auch wieder Multiplikatoren. Schneeballeffekt eben. Und nicht zuletzt diese Mundpropaganda vieler Bahnfreunde bzw. Bahnnutzer hat die Nutzerzahlen der Brohltalbahn von ursprünglich 5.000 Nutzern/Jahr auf bis zu 80.000 geführt. Und wenn jeder Bahnfreund dabei mitmacht, wäre schon viel gewonnen. Vielleicht nicht bei den sturen Eiflern, die beim Thema Bahn sofort abwinken. Aber bei den Touristen, die in immer größerer Zahl in die Eifel strömen und durchaus für alternative Anreisemöglichkeiten ansprechbar sind. Und es ist ja auch das primäre Ziel, die EQB für den touristischen Betrieb zu reaktivieren. Also immer ran an die potenziellen Fahrgäste!


Zurück zu „Eifel“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast