Eifeler Geschichten (Eifelburgenbahn)

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Gespenst im Monreal-Tunnel (7/31): Claus' Ankunft

Beitragvon reinout » So 8. Okt 2017, 02:06

Jakob ist froh das Herr Grünewald zustimmte in das vorgeschlagene Gespräch. Er hofft, es klappt einigermaßen zwischen die äußerst korrekte Herr Grünewald und der links und rechts schimpfende Lokführer. Ich meine, der Lokführer sagte gersten "Sch**sse" und das ist nicht ein Wort das im normalen Deutschen Sprachgebrauch benutzt wird... Nachdenklich streichelt jakob den Katzen Moritz...

Mieauuw! Moritz ist ein großer Genieser. Prrrrrr

"Kommt schon gut" sagt Ludwig Wiggershausen der Bahnmeisterei. Er trinkt mal eine Tasse Kaffee weil seine Arbeitstag vorüber ist. "Dieser Lokführer hat einfach etwas an Vorgeschichte. Er hat manches erlebt. Er redet kaum darüber, aber ich habe via-via doch etwas überhört und dadurch ist sein Verhalten etwas verständlicher. Na gut. Dieser Lokführer ist jedenfalls sehr interessiert in bestimmte Abschnitte der Geschichte. Und ich auch. Und Herr Grünewald ist ein Experte in die lokale Geschichte, also...."

"Ah, ich verstehe! Einfach über Geschichte reden und dann ist unser Lokführer ruhig?"

"Ruhig? Einigermaßen, aber nicht völlig. Dieser Grünewald wird immer noch einige reserve-Herzkleppen brauchen wegen des Lokführers Sprachgebrauch.... Aber unser Lokführer wird interessiert sein und wird sich ein bisschen benehmen."

"Aber..." sagt Jakob, "alles sehr nett das ich unsere Verabredung arrangiert habe, aber was ist eigentlich das Zweck? Herr Korrektheit und Herr Schimpfer und Herr der-jetzt-gegenüber-mich-sitzt und Herr Michselbst? Was hat das für Zweck um mit uns Vieren ins Gasthaus Clemens zu gehen?

Trrrrriiiiiiiinngg Katze Moritz wird auf Ludwigs Schoß hingesetzt. Ludwig sieht etwas komisch aus mit Moritz auf seine Beine und im einem Hand eine Tasse Kaffee und in die andere Hand ein Keks. Miauw!

"Kelberg, Fahrdienstleiter Bodemann". Usw. Jakob erledigt die Zugmeldung, stellt die Weichen (Richtung Gleis 1) und zieht das Einfahrsignal auf Hp2.

Nach einige Zeit rattert der 86er hinein mit dem letzten Zug des Tages. Und mit Der Lokführer...

"Fahrdienstleiter Bodemann hier. Zug ist angekommen." Jakob melded den Zug ab bei Berenbach-Ulmen nachdem er das Einfahrsignal wieder auf Hp0 gezogen hat.

Der Lokführer lauf in der Fahrdienstleiterausbau hinein. Der laut rattelnde Tür sorgt dafür das Moritz' Schwantz wieder einmal wie eine Klobrüste hinauf steht. Und er sorgt dafür das Moritz' Nagel ins Ludwigs Fleisch hineindringen. "Auhauie!"

"Verd*mmt, hau ab mit dem Lärm!" sagt der Lokführer. "Gib mir die Weichenschlüssel, dann kann ich meine 86er der Lokschuppen hinein rasen und dann können wir endlich die Kneipe hineingehen!"

Die Weichenschlüssel (und Rangiererlaubnis) werden erteilt und der Lokführer verschwindet Richtung Lok.

"Wow", sagt Ludwig, "Claus Bidermann ist richtig im Schwung! Claus Bidermann, das ist übrigens die Name der Lokführer. Claus Bidermann. Er hat als Lokführer (oder Heizer) im Krieg einiges erlebt und sein Bruder, als normaler Soldat, auch. Das ist die Grund seines Sprachgebrauchs."

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Mit freundlichen Grüße,

Bahnhof Kelberg
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Gespenst im Monreal-Tunnel (8/31): Stalin statt Sch**se

Beitragvon reinout » So 8. Okt 2017, 20:04

"Sch**sse, das war..." fängt Oberlokführer Claus Bidermann an.

"Stalin!". Der äußerst korrekte Landhandeldirektor Herr Grünewald korrigiert Claus zugleich.

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Ganz überrascht (und ganz still) blickt Claus Richtung Herr Grünewald. Inzwischen versucht Ludwig nicht zu lachen :D

"Ja", redet Herr Grünewald weiter. "STALIN ist doch viel besser geeignet? Das ist eine viel bessere Ausdrückingsweise für etwas negatives als das Toilette-relatierte Wort das Sie soeben benutzt haben. Doch?"

"Sch**ss, eigentlich hast du recht... Ah, verzeihe, herr Grünewald! Stalin, eigentlich haben Sie recht!". Claus lernt schnell. Und Herr Grünewald hat gepunktet!

"Meine Herren, wir sind alle da. Ich schlage vor sofort zu Gasthaus Clemens zu gehen und dann alle Information auszutauschen", sagt Jakob Bodemann. Allen stimmen zu.

Mit freundlichen Grüße,

Bahnhof Kelberg
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Gespenst im Monreal-Tunnel (9/31): vielleicht gibt es ein Gespenst

Beitragvon reinout » Di 10. Okt 2017, 20:15

"Also, habe ich es korrekt verstanden?" sagt Herr Grünewald. "Es sind einige Steinen im Monreal-Tunnel hinunter gefallen und die haben Ihre Lok beschädigt?"

"Genau!" bestätigt Oberlokführer Claus.

Herr Grünewald nimmt ein Schluck seines Biers. "Und Jakob, Sie haben gesagt das es zwölf Jahre her auch passiert ist? Und wieder zwölf Jahre her auch? Auf 72 Meter vom Eingang an die Monrealer Seite?"

"Genau. Ich habe mit Ludwig einige alte Vorlagen durchsucht. 1946 und 1958 konnten wir vorfinden, aber nicht aus die Zeit von vor 1946 weil die Bahnmeisterei am 16. Januar 1945 völlig zerstört wurde. Etwas unerwartetes ist das es dieses Jahr schon zwei Mal geschehen ist. Ludwig hat vor einige Monate schon etwas repariert im Tunnel."

Claus nimmt auch einen herzhaften Schluck. "Schei... Stalin!". (Zwei anderen Gäste gucken überrascht Richtung den Tisch mit den vier Männer wegen diese Aussage...) Claus redet weiter: "Ich habe kein gutes Gefühl. Ich mag Tunnel eigentlich sogar nicht. Die erinnern mich zu sehr an einige gerade entwischte Jabo-Angriffe im Krieg. Aber diese Monreal-Tunnel fühlt irgendwie noch schlimmer. Alsob etwas Böses dort wohnt oder so etwas. Ich meine, man soll ein Pfarrer dahin schicken statt die Bahnmeisterei... Zum Teufel!"

"Diese Aussage is vielleicht noch ganz nicht so falsch" meint Herr Grünewald. "Ich habe ein paar Jahre her etwas Heimatkunde-Untersuchungen gemacht. Alte Akten durchblättert. Dann entdeckt man ab und zu üble Sachen und Missgeschick und alte Fehden. Fast wie man ein Stock im Sumpf stecken kann und das dann übelriechendes Gas emporquellt. Ich habe sogar mit dem Monrealer Pfarrer darüber geredet."

"Ich selber fühlte mich auch nicht ganz gemütlich im Tunnel" ergänzt Bahnmeister Ludwig, denkend an die Källte der er fühlte während die Reparaturarbeiten. "Das komische ist das das unheimliche Gefühl auf einem Schlag viel stärker wurde: das Moment das meine Kollege mir bei meine Spitzname, 'Luwi', nannte."

"Aha! Das ist wichtig! Vielleicht hilft das uns ein bisschen weiter!" ruft Herr Grünewald aus, voller Aufmerksamkeit. "'Luwi' war es doch? So sprechen die Französen die Name ihre Königen aus, diejenige die wir 'Ludwig' nennen. 'Louis'. Und in unseren Fall wahrscheinlich 'Louis quartoize', Ludwig XIV. Der hat in der Pfälzischer Erbfolgekrieg fast alle Burgen im Eifel und entlang Rhein und Mosel zerstört. Auch beide Monrealer Burgen hat 'Luwi' niedergemacht."

"Ehhhmm..." fängt Claus Bidermann an zu reden mit eine kleine Stimme... "D-d-d-d-das suggeriert *keuhfz* das da etwas herum treibt? Etwas das noch immer böse ist weil der Burg zerstört ist? Das klinkt wie eine Gespenstergeschichte...." Claus ist nicht gerade froh beim Gedanke die nächste Zeit mit seinem Lok durch der Tunnel fahren zu müssen. Er guckt nachdenklich aus dem Fenster...

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Mit freundlichen Grüße,

Bahnhof Kelberg
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Re: Eifeler Geschichten (Eifelburgenbahn)

Beitragvon reinout » Mi 11. Okt 2017, 22:57

Um vorzubeugen das Leute schlecht schlafen durch diese Gespenstergeschichte.... Hier ein schönes Bild aus die Sommer von 2015 als ich mit meine beide Kinder Monreal und die beide Burgen besucht habe :D

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Zuletzt geändert von reinout am Fr 13. Okt 2017, 21:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Gespenst im Monreal-Tunnel (10/31): Gespenst seit Mittelalter

Beitragvon reinout » Do 12. Okt 2017, 21:38

"Ich denke, ich fänge an es zu verstehen" reagiert Ludwig 'LuWi' Wiggershausen. "Dieses Jahr sind zwei Mal einige Steinen hinunter gefallen. Irgendwo in Juni, danach hab ich es repariert, und jetzt einige Tage her auf dein Lok, Claus."

"Und was soll das?"

"Na, es scheint tatsächlich ob jede zwölf Jahr etwas oder jemand der Tunnel beschädigen wollt. Ich habe es ins Archiv nachgeschaut: die letzte Mal, zwölf Jahre her, dauerte es einige Monate bevor es wieder hergestellt wurde. Erst im Februar des nächstes Jahr. In 1946 das gleiche: die Reparatur fand erst in 1947 statt. Also das Problem scheint zu sein das ich zu schnell und effektiv arbeite mit meine Leute! Ich habe es gleich im selben Jahr noch repariert!"

Jakob denkt darüber nach und nimmt noch ein Schluck seines Biers.

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Jakob: "Mal sehen... Weil du es im heutigen Jahr, 1970, wieder reparierst hast denkst du das etwas/jemand auch dieses Jahr wieder ein Loch verursacht hat?"

"Meine Theorie. Nicht so eine schlechte, doch?"

"OK, lassen wir das mal als Hypothese nehmen" suggeriert Herr Grünewald. "Jede zwölf Jahr braucht etwas/jemand ein Loch im Tunnel. Klingt komisch und idiot. Aber dieser etwas/jemand ist schon eine weile damit beschäftigt, denn ich vermute es hat nicht erst nach dem Krieg angefangen. Es ist eine Fluchtgang einer Burg, also befürchte ich eine Anfang oder Ursache im Mittelalter. Damals gab es natürlich noch keine Eisenbahntunnel, aber bestimmt hat es andere Ereignisse gegeben. Eine langlebende geheime Gruppe Menschen die es machen: das ist nicht realistisch. Aber das Alternativ ist etwas Übernatürliches... Brrrrrr, meine Kinder haben mich gestern gesagt, es sei am Ende des Monats 'Halloween'. Sie gucken sich zu viele Amerikanische Filme an, meine ich."

"Verd*mmt! Was eine..." fängt Claus an.

"Videla!" meint Herr Grünewald (natürlich gucken die andere Gäste überrascht in seine Richtung).

"Videla!" stimmt Claus zu. Es ist wahrscheinlich die Name irgendeine Diktator. Klingt jedenfalls auch besser als 'Verd*mmt' :)

Mit freundlichen Grüßen,

Bahnhof Kelberg
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Gespenst im Monreal-Tunnel (11/31): Polizei-Intermezzo

Beitragvon reinout » Fr 13. Okt 2017, 23:06

Viel mehr extra Deutlichkeit wird es nicht geben. "Ein Ortstermin ist angesagt! Wir sollen einfach mal im Monreal rundgucken ob wir dort etwas auffinden können" sagt Jakob. Inzwischen guckt er zum sechsten Mal im letzten halbe Stunde kurz hinaus, Richtung Bahnhof.

"Herr Grünewald, ich schlage vor das wir zusammen morgen nach Monreal fahren um beim Tunnel rundzugucken. Sind Sie damit einverstanden?" sagt Ludwig.

"Ha!" ruft Jakob unerwartet. Er greift in seine Tasche, holt ein Fernglas hinaus und blickt hinaus. "Ludwig! Nehme den Fernglas und schau Richtung Ladestraße!" Ludwig guckt und gibt den Fernglas an Claus weiter. "Herr Grünewald, bitte, gucke auch mal. Sehen Sie, als unabhängige Zeuge, auch zwei Leute auf die Gleisanlagen rundlaufen? Entlang die Güterwagen und mit extra Aufmerksamkeit für die geschlossene Wagen?"

"Eh, ja, das sehe ich."

"Gut. Ich denke, es wird nicht benötigt, aber vielleicht brauchen wir Ihr Zeugnis später" erklärt Jakob während er und seine zwei Kollegen ihre Jacken anziehen. "Bitte, rufen Sie die Polizei an und frage ob sie nach fünf Minuten beim Ladestraße sein können? Ein einziger Polizeiwagen genügt wohl." Auf formelle Ton redet jakob weiter: "Herr Oberlokführer Bidermann und Bahnmeister Wiggershausen, seit ihr bereit?" "Jawohl!". Rasch laufen sie Richtung Ladestraße.

Das Schotter knirschst als Jakob und Ludwig zusammen ab dem Bahnsteig über das Gleis links um die Güterwagen hin auf die Ladestraße ankommen. Zwei Personen, mitte 30, beide etwa 1m75 konnten nicht schnell genug entwischen. Deshalb versuchen sie sich so nonchalant wie möglich zu benehmen. Aus 'Neugier' gucken zie zusammen interessiert Richtung die schöne Güterwagen. Fahrdienstleiter Jakob Bodemann verliert keine Zeit und teilt mit, die zwei Leute sind verhaftet.

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Abfälliges Lachen ist das Antwort. "Ha ha! Sie sind keine Polizei! Als Bürger ist es nicht erlaubt jemand zu verhaften! Wir haben nichts falsch gemacht. Was machen sie uns eigentlich an? Wir haben alle Recht uns auf diese öffentliche Ladestraße zu befinden!"

Mit eine "keine Polizei???" stellt Jakob das alles im Frage. "Ich bin der Fahrdienstleiter und der Herr neben mir ist der Bahnmeister. Wir haben mit eigene Augen wahrgenommen das ihr beide euch ohne Erlaubnis auf Bahnanlagen aufgehalten haben. Und als Fahrdienstleiter bin ich laut Abschnitt 60 der Eisenbahn- Bau- und Betriebsordnung (EBO), sub 1.2.b, offiziell ein Bahnpolizeibeamte obwohl ich nicht als Bahnpolizeibeamte angestellt bin. Für der Leitende in der Erhaltung der Bahnanlagen hier neben mir ist das auch Gültig, obwohl das in 1.2.a derselbe Abschnitt zu lesen ist."

Das überzeugt! Es überzeugt so viel das einer der zwei Verdächtigten davon rennt.

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Der Überzeugung war auch lang genug. Genug Zeit für Bahnpolizeibeamte Claus Bidermann (als Oberlokführer ist auch er ein Leitende im Betrieb der Bahn!). Er war inzwischen leise an die andere Seite der Wagen heran geschlichen. Der flüchtende Verdächtigte bemerkt das auf unangenehme Weise. "Stalin! Halt, du Sch*sskerl!".

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Halten, das macht er. Laut wimmern, das macht er auch, übrigens.

Der zweite Verdächtigte blieb danach ganz ruhig. Nach einige Minuten ist die Polizei da. Jakob erläutert: "Sie haben sich jedenfalls unerlaubt auf die Bahnanlagen begeben. Aber ich würde sie auch mal fragen ob sie etwas mit die Einbrüche der letzte Zeit zu tun haben. Die Firma Habenichts hat mich gefragt ein bisschen auf zu passen, sie haben einige Einbrüche gehabt und gerade diese geschlossene Güterwagen ist mit Güter für die Firma Habenichts beladen."

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Nachdem Claus noch an die Polizei erklärt hat das das stolpern lassen so einer Verdächtigte erlaubt ist laut Abschnitt 58 'Wahl der Mittel', laufen die Claus, Jakob und Ludwig wieder Richtung Gasthaus Clemens. Claus wird dort natürlich ein Bier angeboten und er wird herzlich gratuliert mit dem Riesentritt der er gegen das Schienbein des Verdächtigtes gegeben hat :)

Mit freundlichen Grüße,

Bahnhof Kelberg
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Gespenst im Monreal-Tunnel (12/31): Monrealer Kirche

Beitragvon reinout » Sa 14. Okt 2017, 12:11

Die heutige Geschichte findet in Monreal statt: Bahnhof Kelberg nimmt das überhaupt nicht wahr. Also wird es von der Monrealer Philippsburg erzählt.

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"..... jede zwölf Jahr ..." überhört Pfarrer Anton Beibeläsen als er beschäftigt ist die Pinnwand aufzuräumen. Jede Verein und jedes Initiativ benutzt es für seine Ankündigungen aber keiner räumt auf. Drei Schichten dick! Sogar der Vorlesung von letztes Jahr Februar hängt noch darauf! Mit einem Seufzer reißt der Pfarrer alles hinab.

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Hmmm... 'zwölf Jahr' hatte er doch gehört? Nachdenklich blickt der Pfarrer um die Ecke. Zwei Personen laufen Richtung die Underdurchgang unter die Eifelquerbahn, Richtung die beide Burgen. Einer sieht aus wie ein Bundesbahnbeamte. Der Andere... Der glaubt er schon mal gesehen zu haben. War das nicht der Landhandeldirektor aus Kelberg oder Kaisersesch? Ach ja, zuerst mal die letzte Reißnagel rausziehen. Aueieau! "Reiß" und "Nagel" stimmt fast wenn man versucht es mit seine Fingernägel zu tun.

Er setzt die Mülltonne schnell weg und lauft jetzt selber auch Richtung die Burgen. Entlang die Kirche, links die Gasse hinein, die Treppe empor Richtung Unterdurchgang.

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Die zwei Personen stehen, heftig redend und weisend nähe das Gleis. "Meine Herren, vielleicht kann ich euch helfen?"

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Gespenst im Monreal-Tunnel (13/31): Monrealer Pfarrer

Beitragvon reinout » Sa 14. Okt 2017, 21:27

"Stimmt es das ihr Beiden redeten über etwas das jede zwölf Jahr passiert? So etwas meinte ich zu überhören als ihr beide entlang meine Kirche liefen" sagt der Pfarrer.

"Stimmt!" antwortet Ludwig.

"Erlaube mir mich vorzustellen. Ich bin Pfarrer Anton Beibeläsen der Kirche hier in Monreal."

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"Ludwig Wiggershausen, Chef der Bahnmeisterei in Kelberg."

"Gert Grünewald, Direktor der Landhandel, auch in Kelberg"

Herr Grünewald antwortet der neugierige Blick der Pfarrer: "Siehe, dieses Jahr ist ein Stück Stein im Tunnel hinunter gefallen und hat ein Lokomotiv erwischt. Das ist zwölf Jahre her, in 1958 und auch zwölf Jahre davor, in 1946 auch passiert."

"Und zwölf Jahre bevor 1946?" informiert der Pfarrer.

"Das weisen wir nicht" sagt Ludwig, "der Administration ist am Ende des Krieges verloren gegangen und mein Vorgänger ist zehn Jahre her gestorben, also ich kenne auch keiner mehr der ich es fragen kann."

"Hmmmm" meint der Pfarrer. "So eine abstürzende Stein, ist das dieses Jahr zufälligerweise zwei mal passiert?"

Mit offene Mund gucken Ludwig und Herr Grünewald nach den Pfarrer: wieso weist er daß?

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Gespenst im Monreal-Tunnel (14/31): Ärger aus dem Tunnel

Beitragvon reinout » So 15. Okt 2017, 20:22

"Meine Herren, kommen Sie mal mit!" nötigt der Pfarrer sie. "Im Kirche habe ich ein paar Dokumenten zum staunen!"

Ludwig und Herr Grünewald stimmen zu und laufen hinunter zur Kirche. Ludwigt blickt noch mal Richtung Tunneleingang und zittert: es ist als ob eine Walle von Bosheit in seine Richtung strömt. Er verbisst sich. Und er hebt sein Kopf hoch: dies kann er nicht so laufen lassen. Da soll er etwas machen. Im Gedanken verschließt er das Loch im Tunnel wieder...

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Während er weiterlauft bemerkt er das auch der Pfarrer etwas blaß aussieht...

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Gespenst im Monreal-Tunnel (15/31): in die Kirche

Beitragvon reinout » Mo 16. Okt 2017, 22:11

Alle drei gehen sie die Kirche von Monreal hinein.

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Der Pfarrer und Herr Grünewald schlagen ein Kreuz. Ludwig nicht. Er hat seine Gedanken noch beim Tunnel und ehrlich gesagt kommt er fast nie mehr in eine Kirche. Es tut ihm nichts. Und... es ist alles doch nur erfunden, doch?

Herr Grünewald geht noch jede Woche zur Kirche. (Der Pfarrer natürlich auch :) ). Jesus hat echt gelebt, meint Herr Grünewald und hat ein ziemlich schönes Bild von Gott gegeben, doch?

Der Pfarrer steht inzwischen bei ein Regal mit Bücher. "Ich werde ein willkürliches Buch aus der 19. Jahrhundert nehmen. Mal rechnen. Es ist jetzt 1970, 10 mahl 12 Jahren, das ist 120 Jahre her, also 1850."

"Hier hab ich es. Siehe, jede Pfarrer dieser Kirche ehrt die Tradition um die wichtigste Ereignisse in ein Art Logbuch zu schreiben. Geben sie mir eine Minute um zu suchen"

".... aha! Hier! Ich habe es gefunden. Schauen sie mal hier ins Buch."

Ludwig und Herr Grünewald biegen sich über das Buch.

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Gespenst im Monreal-Tunnel (16/31): Heinrich von Virneburg

Beitragvon reinout » Di 17. Okt 2017, 21:38

Der Pfarrer zitiert aus dem Logbuch.

Heute, der zweite Juni 1850, wachte ich rund vier Uhr morgens auf durch ein Lärm aus die Kirche. Ich bin in die Kirche gegangen um es zu untersuchen: ich entdeckte das den schwere Deckel des Taufbeckens am Boden lag und das alles nass war. Der Tür der Kirche war selbstverständlich verschlossen. Ich wunderte mich sehr, damals es zwölf Jahre her, in mein erstes Jahr als Pfarrer, genau so passiert war...


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(Foto: das Taufbeckens der Monrealer Kirche)

Herr Grünewald schlägt noch ein Kreuz. "Och och och.... was ist hier los? Jede zwölf Jahr wird so ein schweren Deckel zur Boden geworfen? And was soll das mit all das Wasser? Das klingt nicht gerade wie von Menschenhanden gemacht... Wie lange passiert das schon? Wissen Sie das, Herr Pfarrer?"

"Nicht alle Logbücher sind noch vorhanden. Ich habe selber noch im bischöflichen Archiv recherchiert und ich kann bis in das 13. Jahrhundert Beschreibungen finden. Ein Grund habe ich nirgendwo gefunden. Das einzige wirklich auffallende was exakt 12 Jahre bevor der letzte von mir gefunden Taufbecken-Geschichte: es gab damals eine 'Heinrich von Virneburg' der nicht mehr 'Heinrich der Trockene', aber 'Heinrich der Nasse' genannt wurde."

Der Pfarrer redet weiter. "Sie kennen wahrscheinlich das das Adelsgeschlecht Virneburg, mit der Virneburger Burg als Stammburg? Aber auch der Löwenburg hier in Monreal war sehr wichtig, Jahrzehntelang war es sogar Hauptsitz der Virneburger, statt der eigentliche Stammburg! Aber was da mit dieser Heinrich los war habe ich noch nicht gefunden."

Herr Grünewald schlägt nochmal ein Kreuz. Er ist beeindruckt.

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(Foto: Monrealer Kirche mit Löwenburg)

Ludwig ist auch beeindruckt. Aber vor allem böse. Aber das ist vielleicht auch nur um sich selbst eine Haltung zu geben bei diese unerwartete Geschichte. "Na! Schön. Meine Bahnmeisterei wird also von ein Gespenst heimgesucht?!? Was ein quatsch. Das kann ich nicht in mein Lagebericht an das Amt in Koblenz niederschreiben. Quatsch, ich werde einfach mit meine Leute die Tunnel wieder richtig dicht machen. Gespenst oder nicht! Ich meine, die Tunnel ist erst seit 1893 da und schon Jahrzehnte davor gab es das Gejammer mit dem Taufbecken. Was hat meine Tunnel damit von tun?"

Der Pfarrer blickt leicht geärgert in Ludwigs Richtung. "Entschuldigung, aber 'Taufbecken' und 'Gejammer', das gehört nicht in dieselbe Satz. Aber... ich kann mich einige Irritation wohl eindenken. Normalerfalls kommt das übernatürliche nicht so dichtbei. Und ich gebe ehrlich zu: die Art dieses Übernatürliches ist auch etwas außerhalb meines normalen Kompetenzbereich..."

Ludwig und Herr Grünewald danken den Pfarrer und sagen zu, anzurufen als sie etwas mehr erfahren.

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Gespenst im Monreal-Tunnel (17/31): Mäuseloch

Beitragvon reinout » Mi 18. Okt 2017, 21:56

Schlich. Schlich. Schlich. Rennnnnnn! iep iep iep iep iep SKRUNSJJJ! KrrrAckkk.

Still und interessiert hat Jakob zugeschaut wie seiner Katze Moritz Richtung Bürotafel schlich. Moritz hat Erfolg gehabt, da er jetzt mit eine halb-tote Maus in seinem Schnauze stolz Richtung eine ruhige Ecke des Bahnhofsgebäude paradiert um dort in alle Ruhe mit seine Beute zu spielen. Grausam für die Maus, aber lehrsam für der Katze.

Lebendiges Spielzeug für Moritz, damit ist Jakob ganz einverstanden. Aber am liebsten nicht innerhalb sein Bahnhofsgebäude. Woher kam denn die Maus? Er fürchtet das es wieder das Loch war hinter das Büro: das Loch das er vor eine Woche mit Zeitungspapier gestopft hatte. Seufzend kriecht er auf seine Knie unter das Büro.

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"Gutenmorgen, Jakob!" hört er hinter sich. "Ans üben als Kuh?" lacht Bahnmeister Ludwig laut :)

"Grmmmmmbll" antwortet Jakob während er mit eine zerbissene Zeitung unter das Büro hinaus kommt. "Darin soll ich etwas besseres stopfen" sagt er und nimmt einen Kork und ein altes Spültuch.

Nachdem er das schnell erledigt hat fragt er Ludwig wie es gestern in Monreal war. Ludwig erzählt es ihm. "Und morgen fahre ich dorthin um das Loch im Tunnel wieder herzustellen."

Jakob informiert, ob es nicht besser wäre damit bis das neue Jahr zu warten?

"Nein! Kommt nicht im Frage!" ist Ludwigs antwort. "Die Tunnel wird repariert. Gespenster gibt es nicht!"

Inzwischen hören sie ziemlich gespensterhaftes Lärm aus die Richtung der Maus...

Mit freundlichen Grüße,

Bahnhof Kelberg
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