Modellautos der 50er Jahre bei St. Goar

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St. Goar
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Re: Modellautos der 50er Jahre bei St. Goar

Beitragvon St. Goar » So 23. Apr 2017, 20:51

Liebe Modellbahnfreunde,

mal wieder etwas für die Straße oder in diesem Falle die Baustelle.

@ Ulich
Habe die Nummernschilder des Opel Kapitän P 2,5 endlich getauscht. Jetzt bin ich erst zufrieden mit dem Modell. :D

Fuchs Bagger Typ F 301 mit Hochkabine

Das Unternehmen Fuchs wurde 1888 in Hemmingen durch Johannes Fuchs gegründet. Zunächst baute die Firma landwirtschaftliche Ladegeräte. Die Fuchs Bagger traten 1950 ihren Siegeszug an. Der Kleinbaggern brachte großen Erfolg und war in den 50er und 60er Jahren der Standardbagger für kleinere Aufgaben beim Bau, in der Landwirtschaft und auf Schrottplätzen. Besonders für den Umschlag von Holz, Kohle und Schüttgut war der F 301 geeignet. Zunächst nahm die Deutsche Bundesbahn 200 Kleinbagger vom Typ D1 für die Bekohlung von Dampfloks ab. Ein 15 PS Motor trieb den Seilbagger an. Einen eigenen Antrieb zum Fahren bekam der D3-Typ ab 1952.

Als 1957 die Fuchs-Produktion in Bad Schönborn aufgenommen wurde, kam der Typ F 301 heraus. Es gab ihn in verschiedenen Varianten. Das Modell zeigt einen Bagger mit Gittermast und hochgesetzter Fahrerkabine (niedrige Kabine kann wahlweise gebaut werden), die besonders zum Entladen von Güterwagen geeignet war. Der hohe Sitz des Baggerfahrers bot einen Blick über die Bordwände von Waggons und Trennmauern im Kohlenhandel.

Der Typ F 301 hatte einen luftgekühlten Deutz Reihen-Zweizylinder-Motor mit 22 kW (30 PS) und wog rund 7 Tonnen. Auf der Straße lag die Höchstgeschwindigkeit bei 25 km/h. Rund 15.000 Stück der verschiedenen Varianten wurden davon bis 1970 verkauft. Anfang der 60er Jahre wurde bei der Firma Fuchs über hydraulische Antriebe nachgedacht und die Entwicklung in die neue Richtung vorangetrieben. Der erste Hydraulikbagger von Fuchs konnte 1965 auf der Hannover Messe vorgestellt werden. Aber noch bis 1967 gab es nur Seilbagger von Fuchs.

Lange konnte die Firma Fuchs sich auf dem Bagger-Markt behaupten. Doch 1985 übernahm die Firma Schaeff das Unternehmen. 1998 kam dann das Aus für die Baggerproduktion in Bad Schönborn und die Ausrichtung der Fertigung auf Lademaschinen. Nach weiteren vier Jahren gingen die Fuchswerke 2002 weiter in Terex-Gruppe über. Zur Gruppe gehören so bekannte ehemals eigenständige Unternehmen wie Atlas, Schaeff und Kaelble. Unter dem Markenname Terex-Fuchs werden wieder Bagger vertrieben, die sogar seit 2012 den "Fuchskopf" im Logo tragen.

Hier rollt ein Bagger mit Greifer oberhalb der Eisenbahnlinie in den Ulmenhof ein. Die ersten Häuser wurden dort Anfang der 50er Jahre gebaut. Die Bebauung wanderte dann weiter in südliche Richtung bis vor die alte Stadtmauer. 1959 steht ein weiterer Hausbau an. Der Bagger soll dafür den nötigen Abwasserkanal ausheben.

Modell Kibri Nr. 11281

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Der Bagger mit zusätzlichen Schildern

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Fuchs Bagger Typ F 301 mit niedriger Kabine

Dem Modell liegen Abschleppstangen und eine Abrissbirne bei.

Modell Wiking Nr. 0662 01

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Der Seilbagger soll in einem Bauzug eingesetzt werden

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Der Bagger muss noch vor der Abfahrt gesichert werden

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Gruß aus Bielefeld

Gerhard Kutziewski
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bigboy4015
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Re: Modellautos der 50er Jahre bei St. Goar

Beitragvon bigboy4015 » Mo 24. Apr 2017, 16:21

Sind schöne Modelle, die Bagger mit der hochgesetzten Kabine waren nach meinem Empfinden primär in zwei Arbeitsbereichen eingesetzt:
- mit Schrottgreifer auf Schrottplätzen
und
- seltner in Bahnbetriebswerken als Bekohlungskran

Auf Baustellen war der eher selten im Einsatz, auch weil der hochgesetzte Führerstand den Schwerpunkt ungünstig nach oben geschoben hat. Auf unebenem Untergrund nicht ideal.
Die späten Fuchs Maschinen hatten eine hydraulisch anhebbare Kabine. Bei Schuy in Limburg ist wenn ich mich nicht täusche noch einer der "modernen" Fuchs im Einsatz.
Ulrich Wolf
Ansonsten sind die Diesel größer: Die im Westen der USA
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Re: Modellautos der 50er Jahre bei St. Goar

Beitragvon St. Goar » Do 20. Jul 2017, 18:58

Hallo Modellauto-Freunde,

heute ein Auto aus dem Jahr 1945.

@ Ulrich
Habe den Einsatz des Fuchs Baggers auf meiner Anlage geändert. Er steht jetzt im Güterbereich bereit, um Hochbordwagen zu entladen. Mit dem hohen Schwerpunkt leuchtet mir voll und ganz ein. :D

MG TC Midget

Der MG TC war das erste Fahrzeug des britischen Automobilherstellers nach dem Zweiten Weltkrieg. Er sah dem MG TB aus den Produktionsjahren 1939/40 sehr ähnlich. Seit 1928 baute MG die kleinen zweisitzigen Roadster, die als Midget (Zwerg) bezeichnet wurden. Der leicht veränderte Vierzylinder-Reihenmotor des Vorkriegsmodells hatte 1250 Kubikzentimeter Hubraum und leistete 40 kW (57 PS). Damit erreichte der Wagen einen Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Besonders in den USA entwickelte sich der Sportwagen zu einem Verkaufsrenner. Bis zum Produktionsende im Jahr 1949 konnten immerhin rund 10.000 Einheiten verkauft werden. Dabei war das Fahrverhalten und der Komfort durchaus mäßig. Gerade diese Eigenschaften waren den Käufern wohl wichtig. Eine Urlaubsfahrt mit Gepäck dürfte schwierig gewesen sein, denn der "Zwerg" verfügte nur über einen winzigen Kofferraum. Das Lenkrad befindet sich recht.

Modell Busch Nr. 45913

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Der "Zwerg" ist für Fahrer mit Sinn für engem Straßenkontakt

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bigboy4015
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Re: Modellautos der 50er Jahre bei St. Goar

Beitragvon bigboy4015 » Do 26. Okt 2017, 16:40

Der Mercedes W120, der kleine Ponton, von 1953 war der erste Mercedes mit selbsttragender Karosserie
Hier in der seltenen Kombiversion, diese baute Binz, wurde aber über die Mercedes Händler vertrieben.
Modell von Starmada

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Der erste Kombi den Mercedes selbst baute war erst Ende der 1980er der 123er Kombi, die damaligen ersten T...

Was mir beim MG TC spontan einfällt ist die Szene in "Bettgeflüster", ist zwar der neuere TF, innen aber ziemlich genau so eng. der baumlange Rock Hudson der versucht in den TF zu steigen...
Ulrich Wolf
Ansonsten sind die Diesel größer: Die im Westen der USA
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Re: Modellautos der 50er Jahre bei St. Goar

Beitragvon St. Goar » Fr 10. Nov 2017, 14:15

Hallo Modellbahnfreunde,

mal wieder etwas für die Modellbahnstraßen der 50er Jahre. :D

@ Ulrich
Der erste Mercedes-Kombi ist eine schönes Modell von Starmada. Mals sehen, ob der mal in meine Sammlung kommt. :wink:

DAF 600

Der Kleinwagen aus den Niederlanden erlebte seine Vorstellung in Februar 1958 in Amsterdam. Der DAF 600 war das erste selbstentwickelte Auto der Niederlanden nach dreißig Jahren. Ab 1959 lief der "600" bei der Van Doorne´s Automobielfabrieken N.V. (DAF) in Eindhoven vom Band. Der Zweizylinder-Ottomotor mit 585 Kubikzentimeter Hubraum leistete 15 kW (20 PS). Damit kam er auf eine Spitzengeschwindigkeit von 90 km/h. Besonders am DAF 600 war seine Fliehkraft-Kupplung und der stufenlose Automatik-Antrieb mit Kraftübertragung mittels Keilriemen, der sogenannten "Variomatic". Eine Wendegetriebe sorgte für die Fahrmöglichkeit rückwärts. Diese Besonderheiten führten dazu, dass der DAF 600 rückwärts so schnell fahren konnte wie vorwärts.

Ab 1961 gab es den DAF 750 mit etwas mehr Leistung, eine Pick-up-Modell und eine Luxusversion zu kaufen. 1963 folgten Detailverbesserungen am Wagen. Ab dann bezeichnete DAF alle Varianten als Daffodil (geschrieben auch: DAFfodil). In englischer Sprache ist damit eine Narzisse gemeint.
Das Antriebskonzept der Variomatic wurde später von Ford und Fiat bei Kleinwagen übernommen. Dabei ersetzte eine Stahlgliederkette den Keilriemen.

Ab 1973 übernahm nach und nach der schwedische Automobilherstelle Volvo die Marke DAF.

Modell Brekina Nr. 2770

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Der DAF 600 war bei Damen sehr beliebt

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Re: Modellautos der 50er Jahre bei St. Goar

Beitragvon St. Goar » So 3. Dez 2017, 13:02

Lieber Modellautofreunde,

heute habe ich zwei Automodelle aus den Jahre 1953:

Mercedes Ponton 180 W 120

Der "180" von Mercedes-Benz war das erste Fahrzeug des Herstellern mit selbsttragender Karosserie, der sogenannten Ponton-Bauweise. Das Auto lief ab 1953 vom Band und wurde mit Änderungen bis 1962 gebaut. Für 9.450 DM konnte das Fahrzeug 1954 gekauft werden. Für einen einfachen Arbeiter oder Angestellten damit unerschwinglich. Bis 1957 war ein Vierzylinder-Ottomotor aus den 1930er-Jahren mit 1767 cm3 verbaut, der schon im Vorgängermodell 170 S lief. Zunächst lag die Höchstgeschwindigkeit bei 126 km/h. Im Mai 1956 konnte Mercedes einen neuen Motor anbieten, der statt 38 kW (52 PS) nun 48 kW (65 PS) leistete. Damit war eine Höchstgeschwindigkeit von 136 km/h möglich. Neben dem Benziner gab es auch eine Diesel-Version mit einem 30 kW-Motor (40 PS), die im Februar 1954 in Programm kam.

Modell Brekina Nr. 23054

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Der Mercedes-Benz 180 W 120 als Krankenwagen

Auf Basis des W 120 fertigte der Karosseriebauer Binz in Lorch Kombis und Krankenwagen, die ein erhöhtes Dach und Doppeltüren am Heck hatten. Auch die Firma Miesen in Bonn baute ähnliche Krankenwagen, die sogar an die geänderte Dachhöhe angepasste Seitenscheiben hatten. Das Brekina-Modell entspricht wohl eher dem Binz-Krankenwagen, wobei eine einfach links angeschlagene Hecktür zu sehen ist. Das Modell ist für das Deutsches Rotes Kreuz im Einsatz. Die Aufschrift auf den Türen lautet: Deutsches Rotes Kreuz - Präsidium. In der Türmitte ist ein rotes Kreuz aufgebracht. Blaulicht und Rote Kreuz-Lampe auf dem Dach ergänzen das Modell.

Modell Brekina Nr. 134624

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Der Mercedes-Krankenwagen in St. Goar

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Ein Radler ist aus unbekannten Gründen in St. Goar verunglückt

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Opel Olympia Rekord Limousine Modell 1954

In den 50er Jahren entwickelte sich der Automarkt dynamisch. Immer neue Modell kamen auf den Markt. So auch bei Opel mit dem neu konstruierten Opel Olympia Rekord in Pontonbauweise. Das Modell wurde allerdings nur von 1953 bis 1954 in der Form gebaut und sehr schnell vom Modell 1955 abgelöst. Dabei hatte das Modell 1954 durchaus beim Kunden Anklang gefunden. Für rund 6.400 DM bekamen die Käufer ein solides Auto mit einem Vierzylinder-Reihenmotor, der aus 1488 cm3 Hubraum eine Leistung von 29 kW (40 PS) herausholte. Damit waren 120 km/h möglich. Trotz der kurzen Produktionszeit konnten rund 136.000 Stück gefertigt werden.

Modell Brekina Nr. 20205

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Der Opel passt sich in der Farbe der Landschaft an

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An der B 9 zwischen St. Goar und Oberwesel gibt es viel zu fotografieren

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Gruß aus Bielefeld

Gerhard Kutziewski
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