Straßenfahrzeuge aus den 60er Jahren auf der B 9

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St. Goar
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Straßenfahrzeuge aus den 60er Jahren auf der B 9

Beitragvon St. Goar » Sa 18. Sep 2010, 22:44

Hallo Modellbahnfreunde,

heute mal einige Modell für den Straßenverkehr der 60er Jahre. Die Autos bestimmen zunehmend das Straßenbild. Immer mehr Menschen in Deutschland können sich ein Auto leisten. Die Straßen wurden immer voller. Auch am Rhein auf der B 9.

VW 1600 TL
Der VW mit dem Fließheck kam 1965 heraus. Die Form wurde weitgehend vom VW 1500 aus dem Jahre 1961 übernommen.

Modell von Brekina
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Opel Rekord C
Im schicken schwarz präsentiert sich der Rekord C dem Bahnbeamten. Der besitzer diese Wagens hat die stark motorisierte Variante gekauft. Mit seinen sechs Zylindern bei einem Hubraum von 2239 ccm brachte es der Opel Rekord C auf über 160 Stundenkilometer. Sicher konnten sich nur höhere Dienstgrade einen solchen Wagen leisten.

Modell von Busch
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Ford Transit II A
Für Kleintransporte aller Art brachte Ford einen echten Dauerbrenner 1965 heraus. Bis 1993 wurde der Ford Transit in immer weiter verbesserten Varianten gebaut. Immerhin erreichte der Vierzylinder damals eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h.

Modell von Brekina
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Mercedes Benz O 302
Offensichtlich ist eine Reisegruppe aus dem Schwarzwald an den Rhein gekommen. Der Mercedes Reisebus war unverwüstlich.

Modell von Brekina
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Damals hatten die Autos noch ein unverwechselbares Gesicht.
Gruß aus Bielefeld

Gerhard Kutziewski
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Hartmut Wunderlich
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Der O 302 ist nicht von Brekina...

Beitragvon Hartmut Wunderlich » Mo 20. Sep 2010, 16:51

...sondern eigentlich von Wiking!!

Hallo erst mal 8)

Der grüne Mercedes O 302 ist vom Gehäuse her unverkennbar das Wikingmodell!!
Die Räder sehen allerdings Wiking untypisch sondern eher nach Herpa oder
Faller-Car-System aus.

Mit diesen niedrigen Seitenscheiben wurde der Bus von Mercedes allerdings nicht
sehr lange gebaut. Die Deutsche Bundespost hatte nachweislich Busse mit dieser
Fensterbauform im Einsatz, ebenso die Bundeswehr.

Die weitaus weiter verbreitete Bauform des O 302 ist diese hier:

http://beku-bildarchiv.de/bildarchiv/ba ... 21-984.jpg

Diesen Bus gibt es als Modell von Schuco in recht guter Detaillierung.

Von Brekina gibt es Mercedes Busse der folgenden Typen:

Den O 317 K:

http://beku-bildarchiv.de/bildarchiv/ba ... 53-592.jpg

Den O 307 in excellenter Ausführung:

http://beku-bildarchiv.de/bildarchiv/ba ... 28a%29.jpg

MfG Hartmut Wunderlich

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St. Goar
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Re: Der O 302 ist nicht von Brekina...

Beitragvon St. Goar » Mo 20. Sep 2010, 23:09

Hartmut Wunderlich hat geschrieben:...sondern eigentlich von Wiking!!

Hallo erst mal 8)

Der grüne Mercedes O 302 ist vom Gehäuse her unverkennbar das Wikingmodell!!
Die Räder sehen allerdings Wiking untypisch sondern eher nach Herpa oder
Faller-Car-System aus.

Mit diesen niedrigen Seitenscheiben wurde der Bus von Mercedes allerdings nicht
sehr lange gebaut. Die Deutsche Bundespost hatte nachweislich Busse mit dieser
Fensterbauform im Einsatz, ebenso die Bundeswehr.

MfG Hartmut Wunderlich



Hallo Hartmut,

Du hast recht. Mir ist ein Fehler unterlaufen. :oops: Das Gehäuse ist eindeutig von Wiking. Ich habe noch einen gelben O 302 der Deutschen Bundespost auch von Wiking.
Der "Schauinsland" ist übrigens - wie Du erkannt hast - ein Bus des Faller-Car-Systems.
Kannst Du mir noch Infos zu Hubraum, PS (kW), Produktionszeitraum oder Geschwindigkeit geben. Du scheinst dich ja bestens auszukennen. Bei Bussen habe ich so meine Informationslücken. :?
Gruß aus Bielefeld

Gerhard Kutziewski
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Hartmut Wunderlich
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Mercedes O 302

Beitragvon Hartmut Wunderlich » Di 21. Sep 2010, 17:15

Hallo,

hier ein paar Daten zum O 302:

Allgemeines: Der O 302 wurde von 1965 - 1975 gebaut; sein Nachfolger war der ab 1974 gebaute O 303.

http://beku-bildarchiv.de/bildarchiv/ba ... 8.7.89.jpg

Der O 302 wurde als Stadtlinien- Überlandlinien- und Reisebus verkauft.
Das Wiking H0-Modell war die erste Serienausführung des O 302 - 11 Rün. Dieser Bus hatte standardmässig
126 PS, wahlweise gab es ihn auch mit 170 PS. er verfügte über 40 + 1 Sitzplätze und bis zu 32 Stehplätze.
der "starke" 8) Motor verhalf dem Bus zu 90 km/h.
Er kostete 1966 rd. 68.000,--DM; 1974 rd. 105.000,--DM.

(Quelle: Werner Oswald, Mercedes Benz Lastwagen und Omnibusse 1886 - 1986, Motorbuchverlag 1986)

Bei der Bundeswehr wurde der O 302 überwiegend in der Ausführung mit breiter Mitteltür beschafft; die
Karosserieform als "Reisebus" (also das Wikingmodell) wurde eher selten beschafft, ist aber auch bildlich
nachgewiesen. Bei "Y-Reisen" war der Bus ausschliesslich mit der "kleinen" 126 PS-Maschine im Einsatz.

(Quelle: Karl Anweiler/ Rainer Blank, Die Rad- und Kettenfahrzeuge der Bundeswehr 1956 bis heute,
Bechtermünz Verlag 1998).

Kleines detail am Rande: Der O 302, den Wiking im Massstab 1:160 produziert(e), handelt es sich um den
etwas längeren O 302 - 10 RüH, der bei einer Sitzreihe mehr 4 weitere Sitzplätze aufwies.

MfG Hartmut Wunderlich

PS: Ich hab' mal einen Link ins Stummiforum gepflanzt.

Edit hat die Typenbezeichnung des Busses präzisiert.
Zuletzt geändert von Hartmut Wunderlich am Sa 16. Okt 2010, 17:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Straßenfahrzeuge aus den 60er Jahren auf der B 9

Beitragvon St. Goar » Di 21. Sep 2010, 21:02

Hallo Hartmut,

vielen Dank für Deine zusätzlichen Informationen. Sehr interessant für mich die verschiedenen Varianten. :o

Trotz Google und Durchsicht von "Die Straßenfahrzeuge der Deutschen Bundesbahn" kann ich mit 11 RüH oder auch gefunden 13 RÜnh nicht so recht was anfangen. Bitte kläre mich da noch auf. :?:
RüH = Reisewagen mit Tür über Heck
13 RÜnh = 13 Serie / Reise-Überlandbus mit Ausstieg nur hinten :lol:

Bin auf die Erklärungen wirklich gespannt, zumal ich es eigentlich wissen müsste.
Gruß aus Bielefeld

Gerhard Kutziewski
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Nomenklatur der Typenbezeichnungen des MB O 302...

Beitragvon Hartmut Wunderlich » Mi 22. Sep 2010, 17:17

Hallo Gerhard, hallo alle Anderen,

auf Anhieb kann ich nichts endgültiges zu den Typenbezeichnungen des MB O 302 sagen.

Die mir im Moment vorliegende Literatur hält sich da sehr "bedeckt". :( :(

Ich werde am Wochenende in dieses Thema mal eintauchen.

Definitv kann ich allerdings die Zahl in der Typenbezeichnung zuordnen; zumindest bei den
letzten Serien der Baureihe wird damit die Anzahl der Sitzreihen angegeben.

Über R, ü, n und h etc. muss ich erst mal recherchieren. 8) 8)

LG Hartmut

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Re: Straßenfahrzeuge aus den 60er Jahren auf der B 9

Beitragvon Sven Ackermann » Do 23. Sep 2010, 19:10

Hallo Gerhard, hallo Hartmut,

laut der mir vorliegenden Literatur (Peter Schneider: Typenkompass Mercedes-Omnibusse, 1948-1982, Motorbuch-Verlag) verhält sich der "Buchstabensalat" beim O 302 wie folgt:

Das große R gehört standardmäßig zur Typenbezeichnung, egal welche Ausführung (Stadt- / Überland- / Reisebus) der Bus ist. Also z.B. O 302-12 R.

Die anderen Buchstaben, kennzeichen die weitere Ausstattung. Zuerst die Grundtypen:

- Ü = Überland-Reisebus (dieser konnte als Überlandwagen mit 7 cm hohen Podesten oder als Reisewagen mit 20 cm hohen Podesten geliefert werden). Der äußerliche Unterschied zwischen Reise- und Überlandwagen war die seitliche Zierleiste mitten auf der Seitenwand. Beim Reisebus saß die Leiste über den Radausschnitten, beim Überlandbus auf Höhe der Oberkante der Radausschnitte.

- St: Stadtlinienbus (meist mit Doppelfalttür in der Mitte und wahlweise auch vorne, sowie Zielschildkästen)

- n, h: Ausführung der Seitenscheiben (n = niedrige Scheiben, h = hohe Scheiben).

In Kombination mit dem Ü gab es folgende Buchstabenkombinationen:
- Ün: Überlandbus, niedrige Seitenscheiben
- Ünh: Überlandbus, hohe Seitenscheiben (das eigentlich hier nicht hin passende "n" dient wohl der Unterscheidung zum Reisebus, der das Kürzel Üh trug)
- Üh: Reisebus, hohe Seitenscheiben

Ein beim Stadtbus hinten an die Buchstaben angereihtes "D" kennzeichnete einen Bus mit Doppeltür. Und die Zahlen wiederum sind wie von Hartmut erwähnt die Anzahl der Sitzreihen.

Paar Beispiele:

O 302-11 R Üh = Reisebus, hohe Fenster, 11 Sitzreihen
O 302-10 R Ün = Überlandbus, niedrige Fenster, 10 Sitzreihen
O 302-13 R Ünh = Überlandbus, hohe Fenster, 13 Sitzreihen
O 302-11 R StnD = Stadtbus, niedrige Fenster, Doppeltür

Alles klar, oder? :lol: :D


Der oben noch nicht erwähnte O 302 von Schuco (sehr schönes Modell übrigens) ist ein O 302-12 R Üh, also ein 12-reihiger Reisebus mit hohen Fenstern.
Viele Grüße, Sven

Bild Bild

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Die Typologie des MB O 302

Beitragvon Hartmut Wunderlich » Do 23. Sep 2010, 19:34

Hallo Sven,

danke für die ausführlichen Erläuterungen zum O 302!

Der Schuco-O 302 ist echt ein wunderschönes Modell!!

Ich habe den als Postbus und in hellgrün/dunkelgrün aus
der Kooperation mit Märklin (Autowerk).

Einen Link ins BEKU-Bildarchiv (sehr empfehlenswerte Seite)
hatte ich zum Schuco-Vorbild weiter oben gesetzt.

MfG Hartmut Wunderlich

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Re: Straßenfahrzeuge aus den 60er Jahren auf der B 9

Beitragvon St. Goar » Sa 25. Sep 2010, 13:22

Hallo Sven, hallo Hartmut,

hat mal wieder echt was gebracht, hier Bilder von Modellen zu zeigen. :D
Die Infos hätte ich sonst wohl nur sehr schwer bekommen - trotz meiner inzwischen umfänglichen Literatur (bei Autos und Bussen nicht so doll).

Vielen Dank Euch beiden. Jetzt kann ich den Einsatz des O 302 auf Rheinmodellbahn besser einordnen.
Gruß aus Bielefeld

Gerhard Kutziewski
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Re: Straßenfahrzeuge aus den 60er Jahren auf der B 9

Beitragvon St. Goar » Fr 15. Okt 2010, 20:48

Hallo Modellbahnfreunde,

Anfang der 60er Jahre konnten sich immer mehr Menschen in Deutschland ein Auto leisten. Die Straßen wurden immer voller. 1965 rollen schon über 11,5 Mio. Kraftfahrzeuge über die Straßen. Hier weitere Autos aus meiner Schulzeit. :)

1960 neu auf den Straßen

Ford 17 M

Eine junge Mutter wartet an der B 9 auf ihren Mann, der nach einem geeigneten Angelplatz für sein nächstes Wochenende am Rheinufer sucht. Der Viertürer war für eine junge Familie sicher ideal, wobei damals die Kinder noch nicht auf der Rückbank in einem eigens angebrachten Kindersitz sicher untergebracht wurden.

Der Ford 17 M war ein Erfolgsmodell und wurde unter dem Namen "Badewanne" sehr bekannt. Sicherlich spielte dabei die rundlichen Formen eine Rolle. Die 4 Zylinder des 1700 ccm-Motors (60 PS) brachten den Wagen auf eine Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h. Bis 1964 lief der 17 M vom Band.

Modell Wiking

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Peugeot 404

Ein "Franzose" in St. Goar. Bei der Stadtgeschichte ja nicht so ungewöhnlich, schließlich waren unsere Nachbarn früher häufig als Besatzer auf dem linken Rheinufer anzutreffen. Die elegante Frau hat gerade einen Spaziergang durch die Heerstraße beendet. Jetzt steht ein Besuch bei ihrer Freundin in Niederheimbach an. Die erfolgreiche Geschäftsfrau hat sich für ein französisches Auto entschieden. Wohlmöglich, weil die Familie aus dem Grenzgebiet zu Frankreich stammt.

Der Peugeot 404 wurde bis 1975 gebaut. Seine 72 PS brachten den 404 auf eine Höchstgeschwindigkeit von 142 km/h.

Modell Brekina

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Opel Rekord Panorama II

Trari-trara, die Post ist da. Der Bote hat seinen nächsten Kunden schon vor dem Haus in der Straße "Am Markt" gesehen. Ob die Post am Mittelrhein mit solchem Neuwagen ausgestattet war, entzieht sich meiner Kenntnis. Auf jeden Fall hatte die Post damals noch ein absolutes Monopol in der Briefbeförderung. Der Postbote war verbeamtet.

Das Brekina-Weihnachtsmodell 2004 hatte im Original 50 PS und damit eine Höchstgeschwindigkeit von 125 km/h. Bis 1963 wurde das Opel-Modell gebaut.

Modell Brekina

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Gruß aus Bielefeld

Gerhard Kutziewski
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Re: Straßenfahrzeuge aus den 60er Jahren auf der B 9

Beitragvon Hartmut Wunderlich » Sa 16. Okt 2010, 17:07

Hallo Gerhard,

ist der Post-Opel serienmässig mit dem Nummernschild ausgestattet??

Eigentlich hatten die Kraftfahrzeuge der Deutschen Bundespost das
Zulassungskürzel "BP"...

LG aus dem verregneten Taunus

Hartmut

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Re: Straßenfahrzeuge aus den 60er Jahren auf der B 9

Beitragvon St. Goar » Sa 16. Okt 2010, 22:48

Hallo Hartmut,

Du hast Recht. Da ist mir ein Fehler unterlaufen. :oops:
Bedeutet, dass ich eine Menge Fahrzeuge mit neuen Schildern ausstatten muss. :evil:
Habe wohl mal fälschlicherweise Deutsche Bundespost mit DP bezeichnet.
Danke, dass Du mich auf den Fehler aufmerksam gemacht hast. :)
Gruß aus Bielefeld

Gerhard Kutziewski
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