Eifeler Geschichten (Eifelburgenbahn)

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Re: Eifeler Geschichten (Eifelburgenbahn)

Beitragvon reinout » So 23. Okt 2016, 12:41

Eifeler Geschichten - Bahnhof Kelberg erzählt: jede 12 Jahren

Das Einfahrsignal richtung Mayen Ost funktioniert nicht einwandfrei, also soll Ludwig Wiggershausen (Chef der Kelberger Bahnmeisterei) hinfahren. "Erst denken, erst danach tun" denkt Ludwig, also befragt er zuerst der soeben eingefahren Lokführer. "Was wisst du davon? Ist das Einfahrsignal wirklich kaputt?" Inzwischen kräuselt Ludwig unwillkürlich der Katze der gegen sein Bein an drückt.

"Och, das Signal ist im Prinzip OK, aber einer der Armen hängt ein bisschen nach Unten. Und ich habe überhört das es auch etwas schwer zu bedienen ist. Ich glaube das etwas schmieren und eine gute Schlag mit eine große Hammer genügt."

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Später am Tag kehrt Ludwig zurück in Kelberg. Er ist nicht ganz zufrieden über das Signal, aber vorläufig soll es nich alzuviel Ärger mehr geben. Das ist jedenfalls was er mein Bahnhofsvorsteher, Jakob "JaBo" Bodemann erzählt. Jedermann mag es, mit Jakob zu reden. Mein Bahnhofsgebäude funktioniert also ein bisschen wie ein gemütliche Wohnzimmer :) Was dabei hilft ist das Jakob ein Kenner der Eifelburgenbahn ist. Er kennt die Geschichte der Strecke und er hört auch alle gerüchte als Erste oder Zweite.

So kann JaBo auch an Ludwig melden das er wahrscheinlich bald etwas Reparieren soll in die Monrealer Tunnel. Der Lokführer der Nahgüterzug hat eine laute "Klang!" auf sein Führerhaus gehört als er die Tunnel durchfahren hat. "Ludwig, das war 12 Jahre her genau so. Es stellte sich heraus das es ein paar Steinen fehlten. Wenn du da rundguckst, laufe dann 72 Meter hinein, von der Monrealer Eingang, und inspektier links oben."

Ludwig ist voll überrascht. "Wieso? 72 Meter? Links oben? Quatsch! Wie kannst du das jetzt schon wissen!!!" Das exklamiert Ludwig eben als er den Katze Moritz streichelt der sich auf sein Schoß hat hingesetzt.

"Aha!" sagt Jakob, "Du hast bestimmt noch nicht gehört was man beim Bau der Eifelburgenbahn dort in der Tunnel aufgefunden hat?"

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"Die Tunnel liegt gerade unterhalb der Löwenburg. Beim Bau der Tunnel hat man eine alte Fluchtgang durchquert! Man hatte schon immer eine vermutet vom Burg hinunter zum Elzbach aber man wusste es nur sicher als man sie wirklich fand beim Tunnelbau. Die Fluchtgang war fast ganz mit Gestein und Sand gefüllt, also hat man ihm zugemauert. Aber es ist immer eine schwache Stelle geblieben. 12 Jahre her musste etwas repariert werden. Und zum Beispiel auch in 1946, gerade nach den Krieg."

Ludwig sieht nachdenklich aus... "JaBo, wenn ich mal rechne... Es ist jetzt 1970. 12 Jahre her, sagste du? Das ist 1958. Und du hast 1946 gesagt, doch?"

"Ja, stimmt? Wieso?" fragt Jakob.

"58 minus 46?" fragt Ludwig grinsend.

"Ach nein... 12? Wie? Wieso?" Jakob ist überrascht. Ludwig lacht.

"12 Jahre her. 2x12 Jahre her..." Jakob ist immer noch überrascht. "Ich werde das ein bisschen weiter aussuchen! Gab es in 1934 auch Reparatüren?, frage ich mich..."

Als Bahnhof bemerke ich doch einige Einschränkungen. Gespräche in mein Bahnhofsgebäude verstehe ich wörtlich, natürlich. Aber so eine Tunnel in Monreal? Das ist 20 km weit weg! Damit habe ich nichts. Für mich geht es nur, freundlich gemeint, über mich selbst. Und um die Menschen um mich hin die mit mich als Bahnhof verbunden sind. Ich gebe zu, ein bisschen neugierig bin ich doch nach diese Monrealer Tunnel... Na gut, via Jakob werde ich wohl darüber hören. Inzwischen bin ich aktiver interessiert in Moritz. Endlich scheint es bei ihm einzuleuchten das es in mein Gebäude Mäuse gibt :D Jedenfalls wischt seine Schwanz warnend hin und her... :)

Mit freundlichen Grüße,

Bahnhof Kelberg

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Re: Eifeler Geschichten (Eifelburgenbahn)

Beitragvon reinout » Mo 24. Okt 2016, 13:00

Eifeler Geschichten - Bahnhof Kelberg erzählt: Unfall in Wittlich

"Eigentlich soll man doch richtig aufpassen, auf eine Stecke wie hier" sagt Ludwig (Chef der Bahnmeisterei).

"Wieso? Was meinst du?" fragt Jakob (Fahrdienstleiter).

"Na, solange alles vernünftig Arbeitet ist alles OK. Aber letztendlich hat die Eifelburgenbahn oft ein Gefälle von 2.75%. Und wenn die Bremsen versagen... Das meinst eine schreckliche Geschwindigkeit!"

"Wieso denkst du jetzt darüber?"

"Es ist zwölf Jahre her das eine Kollege gestorben ist. Er fuhr eine Köf, so eine Kleindiesellok, mit zwei Wagen mit Schotter. Bauzug. Regen. In Plein, an die Strecke Daun-Wittlich, schlupfte der Lok beim bremsen auf eine Weiche. Und schlupfte und schlupfte. Und bald raste er hoffnungslos richtung Wittlich die Strecke hinunter. Meine Kollege blieb an Bord der Lok obwohl er sein Leben hätte retten können durch zu springen. Aber er blieb auf seinen Posten um durch hupen die Leute bei Überquerungen warnen zu können. In Wittlich ging es letztendlich falsch. Gerade bevor dem Bahnhof gibt es eine Bogen und dort entgleiste er. Laut Augenzeuge fuhr er 120km/u. Ich denke das ist etwas zu hoch, aber doch, entgleisen war was passierte. Und sterben auch. Glücklich gab es keine andere Opfer, obwohl der Zug oben auf eine Omnibus landete: jeder war gerade ausgestiegen..."

"Hmmm.... Ja, das stimmt nachdenklich..."


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(Bild von http://www.peter-daus.de/strassen.php)

Mit freundlichen Grüsse,

Bahnhof Kelberg

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Re: Eifeler Geschichten (Eifelburgenbahn)

Beitragvon reinout » Mo 24. Okt 2016, 21:02

Eifeler Geschichten - Bahnhof Kelberg erzählt: Signal, Gedanken und Hund

Die Sonne scheint beharrlich auf meine Gleise, meine Dächer, meine Bahmeisterei und auf meine Katze Moritz. Der Katze liegt lecker beim Fenster. Im Sonnenlicht ausruhen ist Sehr Wichtig. Viel wichtiger als so etwas unwichtiges wie "Aufmerksamkeit geben an Fahrdienstleiter Jakob Bodemann" obwohl er Moritz im Prinzip doch nett streicheln wollt.

Lachend lauft Jakob weiter. So lange Moritz hier draußen liegt ist Jakobs Kaffee nicht gefährdet. Jakob schenkt auch ein Kaffee für Ludwig Wiggershausen: er sieht ihn schon kommen. "Ha Ludwig. Wie geht es? Du siehst ein bisschen murrend aus?"

"Ach, das Einfahrsignal von gestern? Das ist jetzt doch ganz Kaputt. Ich habe es heute Morgen weggeholt und provisorisch eine Trapeztafel hingestellt. Das ist Betriebsmäßig eine Behinderung, aber ich konnte so schnell nichts anders." Also Ludwig.

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"Schade" sagt Jakob. "Gibt es rasch eine neue?"

"Ehmm...." sagt Ludwig etwas zweifelnd... "Es ist die letzte Zeit immer schwieriger um Geld für Wartungsarbeiten auf diese Strecke zu bekommen... Ich habe sogar Gerüchte überhört das es ein Plan gibt die Hälfte der Nebenbahnen zu schließen... Ich frage mich wie weit sie damit gehen wollen..."

"Ach, mache dich nicht so viele Sorgen. Guck mal! Eine lange Nahgüterzug rangiert dort. Genügend Verkehr, doch?"

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"Hm... Vielleicht hast du recht. Ich werde mal Koblenz anrufen um das Signal so bald wie möglich wieder herzustellen! Danke, für die Kaffee, JaBo!"

"Hssssssssssssssssssssss". Ludwig schaut überrascht nach Moritz. Was ist mit der Katze? Ah! Ein paar Meter weiter wird ein Hund herausgelassen. Oh, das ist das Untier des Bürgermeisters. Wie heißt es auch schon wieder? Ah! Polutus! Des Bürgermeisters Tochter fand es eine komische name weil es ein englisches Wort gleiche. Oder so etwas. Das Untier (oder das Herrchen) darf ein bisschen besser erzogen werden, weil der Hund fast auf dem Bahnsteig scheißt! Moritz hat also recht das er richtung Polutus blast.

Und als Bahnhof bin ich mit Moritz völlig einverstanden!


Mit freundlichen Grüße,

Bahnhof Kelberg

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Re: Eifeler Geschichten (Eifelburgenbahn)

Beitragvon reinout » Di 25. Okt 2016, 21:08

Eifeler Geschichten - Bahnhof Kelberg erzählt: Moritzsssssssssss

Miew miew! Prrrrrrrrrrrrrrr. Moritz drückt seine Kopf gegen das Bein des Mädchen-mit-der-jetzt-wieder-weiße-Jacke. Offenbar ist es Moritz gelungen Friede zu schließen mit das Mädchen nachdem Moritz die Jacke schwarz gemacht hatte. Moritz wird gestreichelt. Na, das sieht nett aus.

Das Mädchen hüpft zu ihre Freundinnen und lauft weiter richtung Realschule.

Moritz flaniert über dem Bahnsteig. Ein Lok wird gerade mit die Wagen gekuppelt. Interessant, also Moritz lauft hin und her zwichen, um und entlang die Beine der Rangierer :) Plotz HSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS! Das Kuppeln der Dampfheizung resultiert in eine Dampfwolke und viel Lärm. Moritz liegt mit dicke Schwanz und mit seine Ohren ganz platt selber auch ganz platt und befürchtet unter das nächste Drehgestell. Arme Moritz :)

Neugier gewinnt aber. Weil Moritz noch eine sehr junge Katze ist. Aber nichts passiert wenn er mit seine Pfote gegen die lose Kupplung klopft. Das langweilt. Also klettert Moritz in die Baum neben mein Bahnhofsgebäude. Dort gibt es irdendwo eine schmeckhafte Amsel...

Inzwischen fahrt der V100 mit seine Silberlinge ab richtung Mayen.


Mit freundlichen Grüße,

Bahnhof Kelberg

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Re: Eifeler Geschichten (Eifelburgenbahn)

Beitragvon reinout » Mi 26. Okt 2016, 19:48

Eifeler Geschichten - Bahnhof Kelberg erzählt: Hp0

Zufrieden lauft Ludwig von Bahnmeisterei zu meinem Bahnhofsgebäude. "Gutenmittag Ludwig!" wird er vom Lokführer der bereitstehende V100 begrüßt. "Du siehst zufrieden aus: hast du das Einfahrsignal von Mayen Ost wieder repariert?"

"Ja, stimmt. Es funktioniert wieder." sagt Ludwig. "Ah, dort kommt JaBo, er wird es deine Zugführer offiziell mitteilen."

Und ja, Fahrdienstleiter Jakob Bodemann hat soeben von Mayen das Bericht bekommen das das Einfahrsignal wieder funktionstüchtig ist und das die behelfsmäßige Halt beim behelfsmäßige Trapeztafel aufgehoben ist. Ordungsgemäß gibt er dem Zugführer schriftlich ein Bericht darüber. Ordnung muss sein. Und Sicherheit über alles!

Miaaaaauuuuuw! Jakob hebt Moritz auf und der Katze kuschelt sich in seine Armen. Zusammen mit Ludwig schaut er zu als der V100 mit eine Umbauwagen und eine Silberling den Bahnof verlässt. Danach laufen sie zum Bahnhofsgebäude für eine Tasse Kaffee.

40 Minuten später muss der Lokführer doch noch halten beim Einfahrsignal. Scheinbar war eine Rangierbewegung noch nicht beendet. Schade.


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(Wieder auf 'cc' klicken für eine Übersetzung)

Mit freundlichen Grüße,

Bahnhof Kelberg

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Re: Eifeler Geschichten (Eifelburgenbahn)

Beitragvon reinout » Di 1. Nov 2016, 22:01

Eifeler Geschichten - Bahnhof Kelberg erzählt: Erziehung

"Du spinnst!" Pardon? Was passiert hier? Das 14-jährige Mädchen ("das Personal von Moritz") sagt laut was sie denkt.

"Drechschwein!" Die Erziehung der junge Generation lässt ein bisschen nach, meine ich. Das Üben der Stimmbänder wird dagegen offenbar nicht vernachlässigt.

"Blöde Idiot!" Der Person der die Tirade empfangt meldet ganz vergebens das er der Bürgermeister ist.

"Hau ab mit dem scheissende Scheisshund, du &*#$loch!" Das Amt der ehrwürdige Herr beeindruckt nicht, der soeben stattgefundene "hygienische Handlung" der Hund (Polutus...) beeindruckt das Mädchen sicherlich mehr.

"Meine ganze Schuh ist #$%^!" Der Bürgemeister, Eigner von Polutus, werden weitere Bemerkungen bespart weil der Zug fast abfahrt und das Mädchen ihre Schuh noch einigermaßen reinigen soll.

Das Vokabulär des Mädchen ist nicht ganz was man mit eine gute Erziehung erwarten würde. Aber als Bahnhof bin ich doch eigentlich sehr zufrieden das eine Bemerkung richtung Polutus (und seine Eigner) gemacht wurde. Einfach nähe mein Bahnsteig scheißen, das ist nicht gut.

Als Bahnhof fühlt es als ob das Mädchen mich geholfen hat. Nett!

Mit freundlichen Grüße,

Bahnhof Kelberg

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Re: Eifeler Geschichten (Eifelburgenbahn)

Beitragvon reinout » So 6. Nov 2016, 17:34

Eifeler Geschichten - Bahnhof Kelberg erzählt: Essen

Schleich, schleich. Schleich schleich... Schleich knirsch rutschhhhhh....

Ach, schade. Moritz war gerade beschäftigt ein Maus zu beschleichen. Aber ein knirschend Steinchen im Schotterbett des Gleises 1 hat den Jagd verdorben und des Mauses Leben gerettet. Ja, Moritz ist immer noch sehr jung und hat viel zu lernen.

Tuuuuuuuuuuuuut!

Oh, ok. Moritz springt auf den Bahnsteig und der V100 kann mit sein Zug ungestört auf Gleis 1 einfahren :)

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Im näheliegende Gasthaus Klemens genießt der Bürgermeister sein Mittagessen. Ganz traditionell Schnitzel mit Bratkartoffeln. Schmeckhaft! Sein Hund Polutus schlaft ruhig under dem Tisch.

Ludwig Wiggershausen (von der Bahnmeisterei) ist gerade auch anwesend, mit ein Freund trinkt er ein Bier. Mit einem Stimmvolumen das darauf abgestimmt ist das der Bürgermeister es
gerade hört, redet Ludwig mit seinem Freund.

"Letzte Woche erzählte Jakob, der Bahnhofsvorsteher, ein komische Geschichte... Offenbar lauft der Bürgermeister stets mit sein Hund entlang dem Bahnhof und scheißt das miese Ungetüm immer auf dem Bahnhofsvorplatz oder auf dem Bahnsteig. Nicht ordnungsgemäß beim Baum oder so etwas aber ganz im Mitten. Na gut, Jakob überhörte letzte Woche plötzlich eine menge Lärm. Ein Schulmädchen war damit beschäftigt den Bürgermeister auszuzanken und zu beschimpfen... Danach hat Jakob mit dem Mädchen geredet. Es stellte sich heraus das sie im frisch gelegenen "böses Wort" getreten war. Heimlich war Jakob sehr zufrieden mit dem Mädchen. Endlich eine die dem Bürgermeister die Wahrheit gesagt hat!"

Zufrieden stellt Ludwig fest das die Schulter des Bürgermeisters sich etwas erkrämpen. Gut! Er hat es also gehört :) Mal sehen ob das Jakob ein bisschen geholfen hat.

Als Bahnhof finde ich dies alles natürlich wunderbar. Ich bin hiermit auch geholfen!

Mit freundlichen Grüße,

Bahnhof Kelberg

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Re: Eifeler Geschichten (Eifelburgenbahn)

Beitragvon reinout » Mo 7. Nov 2016, 14:12

Eifeler Geschichten - Bahnhof Kelberg erzählt: miew-au

"Miew! Miew!" Moritz lauft auf sein weibliches Personal (das Schulmädchen) zu die Moritz ordungsgemäß hochhebt und herzt. Gut geschult!

Als Bahnhof finde ich das ganz toll. Irgendwie haben alle Katze die in mein Bahnhofsgebäude beheimatet waren auf diese weise ihr Personal geschult. Das beste Vorbild war die französische Feldwebel die hier Ende 1945, anfang 1946 einquartiert war mit seine Soldaten. Kelberg lag gerade noch im Französische Besatzungszone. Der Feldwebel war ein richtiger Eisenfresser der eine unglaubliche Widerwille (in seinem Fall berechtigt) gegen alles Deutsches hatte. Aber... das Katzchen das damals hier herum laufte gelang es innerhalb anderthalbe Tage das kalte Herz des Eisenfressers aufzutauen :) Jedenfalls richtung das Katzchen, aber das war letztendlich der Anfang von bessere Zeiten. Darüber erzähle ich ein andere Mal.

Was ich auch toll finde: die unübersehbare Aufmerksamkeit eines bestimmten Jungens für das Mädchen.

Der Jungen sieht jetzt aber etwas eifersüchtig aus. Ah, er ist eifersüchtig auf Moritz der vom Mädchen geherzt wird. Ah, Moritz wird wieder auf seine vier Pfötchen niedergelassen. Das Mädchen dreht sich um. Ach nein! "Pok" "Mieeeeeeeeeeeaaaaaaaaawwwwwww". Moritz wird von einem kleine Stein getroffen. Glück für den Jungen das das Mädchen nicht genau sah was passierte, sonst hätte er seine verliebte Gedanken wohl aufgeben mussen...

Ach, ich habe wohl mehr wunderbare Liebe-relatierte Geschichten erlebt auf mein Bahnsteig...

Ich würde es jedenfalls lieben wenn jemand mein Problem mit dem Hund Polutus lösen würde... Selber kann ich daran nichts machen...

Mein Fahrdienstleiter Jakob sitzt übrigens Formulare auszufüllen mit ein etwas eingeschüchterde Moritz auf seinem Schoß. "Was ist ja los mit dem Katze?!?"

Mit freundlichen Grüße,

Bahnhof Kelberg

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Re: Eifeler Geschichten (Eifelburgenbahn)

Beitragvon reinout » Sa 12. Nov 2016, 22:07

Eifeler Geschichten - Bahnhof Kelberg erzählt: unbeabsichtete Angriff

Der morgentliche Schülerzug ist angekommen und der Katze Moritz sitzt gemütlich auf eine Ast im Baum neben mein Bahnhofsgebäude. Gestern wurde er von einem Stein getroffen, also ist er etwas vorsichtig. Deshalb gibt er keine Aufmerksamkeit auf das Mädchen das ihm aus dem Baum hinunter probiert zu locken.

Das Mädchen wird übrigens ganz aufmerksam be(gut)achtet durch den Jungen der, glaub ich, verliebt ist. Wie gestern sieht den Jungen ein bisschen eifersüchtig aus weil Moritz die Aufmerksamkeit des Mädchens hat. Ach ja...

Das Mädchen lauft inzwischen - leicht beleidigt - nach die andere Seite der Straße. Leicht beleidigt weil Moritz ihr keine Aufmerksamkeit würdigte und leicht beleidigt weil der Bürgermeister mit seine drechschweinerige Hund auf dem Bahnhof zu lauft.

  • Als Bahnhof halte ich meine Nase schon zu, weil ich fürchte, der Hund, "Polutus", wird sein Bedürfnis verrichten...
  • Moritz streckt sich ein bisschen, weil er ganz zufrieden ist.
  • Polutus kneift seine Augen zu und fängt an mit seine übelriechende "Arbeit".
  • Der Jungen kneift seien Augen ein bisschen zu um besser zielen zu können.

Das Steinchen fliegt.

Das Steinchen trefft den sich streckende Moritz (auf den Ast im Baum) gerade an die falsche Stelle.

Moritz verliert sein Gleichgewichthhhhhiiiaaauuuwwww!!!!

Auch ziemlich junge Katzchen landen glücklich auf ihren vier Pfoten.

Aber meistens landen sie nicht sanft auf die Rücken eines großen scheißende Hund!

Miaaauuww! Hissssssssssss! Sjjjjjjjjttttt! Schnitt! Kratzer! Hissssss! Pssssssssssjjjjj! Prank!

Von lauter Furcht kratzt und beißt Moritz alles in seine umgebung. Das "Alles" ist "Polutus". Polutus wird in seine sanitäre Arbeit grausam gestört und flüchtet laut bellend (mit beschädigungen am Ohr und Rücken) die Straße aus. Verwirrt rennt der Bürgermeister seine Hund hinterher.

Mit eine Schwanz so dick wie eine Klobrüste paradiert Moritz (mit ein Überlegenheitgefühl so hoch wie den Baum) richtung sein gewöhnte warme Platz im Fahrdienstleiterraum neben den Ofen. Fahrdienstleiter Jakob blickt überrascht zu. Was ist hier passiert? Beeindruckt stellt er etwas Milch und ein bisschen Fisch neben den Katzchen...

Als Bahnhof bin ich über diese Entwicklungen sehr erfreudet. Eine kleine Katze hat mich geholfen mit mein Hunde-Problem!

Mit freundlichen Grüße,

Bahnhof Kelberg

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Re: Eifeler Geschichten (Eifelburgenbahn)

Beitragvon reinout » So 13. Nov 2016, 20:01

Eifeler Geschichten - Bahnhof Kelberg erzählt: glückliches Ende

Am Mittag siehe ich das Mädchen mit einige Freundinnnen wieder vom Schule zurück zu mir, dem Bahnhof, lafen. Sie lachen um etwas... Ah! An die andere Seite der Straße lauft Herr Bürgermeister mit sein Hund Polutus. Und Polutus benehmt sich gut und scheißt entlang die Straße statt auf mein Bahnsteig. Der Bürgermeister schüttelt sein Haubt. "Idiote Hund.... Ganz total befürchtet... Nur eine kleine Katze..."

Ah! Das Mädchen erblickt "der" Jungen. Sie hatte es heute Morgen wohl bemerkt das er das Steinchen nach Moritz geworfen hat... Sie weißt genau wie sie es ihm deutlich machen wird.... Auch haben ihre Freundinnen schon längst erzählt das er das Mädchen liebäugelt...

Na gut. Moritz würdigt sich, um nach Außen zu paradieren. Und natürlich lässt er sich die Aufmerksamkeit des Mädchens gerne wohlgefallen. Aber, was passiert jetzt? Er wird aufgehoben und mitgenommen Richtung einen Jungen der plötzlich etwas befürchtet aussieht. "Mittag, Peter! Du hast heute Morgen ein Steinchen richtung Moritz geworfen. Als Büße sollst du Moritz eine Küss geben." Und sie hebt Moritz hoch Richtung Peters Nase. "... oder ich kann dich natürlich in deine edle Teile treten..."

Schmack. Moritz findet es komisch, aber er leckt den Jungen doch über die Nase als Begrüßung. Danach wird Moritz wieder auf dem Grund hinuntergelassen.

"Und jetzt wolle ich eine Küss!" verordnet das Mädchen, "... oder ich kann dich natürlich in deine edle Teile treten..."

Etwas unerwartet laufen sie danach Hand in Hand Richtung die bereitstehende Umbauwagen.

Na! Geschichten wie dieses erfreuen mich als Bahnhof! Das sind Geschichten die hier "hängen" bleiben und mich dadurch als Bahnhof lebendig machen.

Mit freundlichen Grüße,

Bahnhof Kelberg

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Re: Eifeler Geschichten (Eifelburgenbahn)

Beitragvon reinout » So 13. Nov 2016, 23:18

Persönliche Notiz: was ich hier erzähle hat für mich wieder etwas mehr Relevanz bekommen mit was der Fahrdienstleiter aus Bad Aibling letzte Woche gesagt hat...

Eifeler Geschichten - Bahnhof Kelberg erzählt: Fahrdienstvorschrift und Nachdenklichkeit

Moritz streckt sich aus und sucht eine gute Platz um sich zu waschen. Was ist für ein Katzlein ja eine bessere Platz als das offizielle Fahrdienstvorschrift-Buch wenn Jakob Bodemann darin gerade lesen woll?

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Jakob setzt sich hin und ergreift das Buch. Natürlich meinst das das Moritz nicht-ordnungsgemäß auf die Flurboden landet. Und das stimmt nicht mit der katzens Ehrwürdigkeit. Ein bisschen Rache ist angesagt. Moritz scharft seine Nägel an Jakobs Stuhl :)

Jakob blättert wieder ein bisschen durch das Fahrdienstvorschrift. Alles was auf ihm zutrifft kennt er auswendig, aber eine kleine Erfrischung ist immer gut. Die Regel sind da mit eine gute Grund! Und vor allem wenn man schon Jahre beim Bundesbahn (routinemäßig) arbeitet gibt es ein Risiko auf Unachtsamkeit. Oder eine kleine unbedeutende Fehler.

Jakob ist immer noch ein bisschen befürchtet vom Dahlerau-Unfall, einige Monate her. Seine Kollege im Bahnhof Dahlerau wollte, so hat er es verstehen, extra sicher davon sein das ein Güterzug stoppte und benutzte ein rote Lampe um die Zug zu stoppen. Nur... Normalfalls konnte der Zug Dahlerau durchfahren und bekam eine grüne Lampe. Eine rote Lampe wurde auch nur noch sehr selten benutzt und war nicht mehr im Fahrdienstvorschrift genannt. Ohne irgendeine Lampe sollte der Zug ohnehin stoppen. Durch auf Nummer Sicher zu gehen hat er irgendwo ein Fehler gemacht und grün gezeigt oder der Lokmanschaft hat sich zwischen rot/grün geirrt.

Der arme Kerl konnte nur zuschauen wie der starke, schwere V100 sein Bahnhof verließ. Richtung eine Schienenbus voll mit Schulkinder... Er konnte nur die Retttungskräfte noch anrufen... Brrrrr.... Jakob hat glücklicherweise so etwas noch nie erlebt...

Trrrrrrriiiiing! Jakob lauft zum Telefon. Laut Fahrdienstvorschrift sagt er "Fahrdienstleiter Kelberg, Jakob Bodemann".

Durch die Telefon sagt der Fdl von Berenbach: "Fahrdienstleiter Berenbach. Darf Zug P1204 kommen?"

Jakob: "Ja, Zug P1204 darf kommen."

Berenbach: "Ich wiederhole: Zug darf kommen."

Jakob: "Richtig und Schluss"

Er schreibt es ordnungsgemäß in sein Zugmeldebuch.

Gerade heute hat er gehört das der Dahlerau-Kollege gestorben sei bei ein "nachgewiesenermaßen nicht selbst verschuldeten Autounfall". Tja. Was soll er davon machen...

Er greift zur Weichenhebel und setzt die Weichen in die richtige Stellung für das Hausbahnsteig, Gleis 2. Fahrstraße, Fahrstraße festlegen, Einfahrsignal stellen. Der Zug rollt hinein und halt am Bahnsteig. Er entblockt die Fahrstraße, nimmt Signal und Fahrstraße zurück und notiert die Einfahrt der Zug im Zugmeldebuch. Dann ruft er Berenbach an um dem Zug rückzumelden.

"Fahrdienstleiter Kelberg, Zug P1204 ist angekommen."

...

"Ich wiederhole: Zug P1204 ist angekommen."

...

"Richtig und Schluss"

Das Rückmelden wirdt auch im Zugmeldebuch notiert. Tägliche Routine, aber sehr wichtig für die Sicherheit der Fahrgäste, vor allem wen es kein Streckenblock gibt und erst gar keine Gleisfreimeldung und so. Einfach ein Fahrdienstleiter der Formulare ausfüllt... Sehr wichtig. Denke an Dahlerau! Oder, eigentlich, denk nicht daran... Seufz...

So! Diese Zug ist auch wieder sicher angekommen. Jetzt ist es Zeit Moritz wieder etwas günstiger zu stimmen durch ihm zu streicheln.


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(auf "cc" Drücken für Deutsche Übersetzung)

Mit freundlichen Grüße,

Bahnhof Kelberg

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Re: Eifeler Geschichten (Eifelburgenbahn)

Beitragvon reinout » Di 15. Nov 2016, 21:22

Eifeler Geschichten - Bahnhof Kelberg erzählt: Weichen und Teilstilllegung

"Moin, JaBo!" grüßt Bahnmeister Ludwig Wiggershausen den Fahrdienstleiter Jakob Bodemann.

"Ha LuWi, da bist du! Gute Arbeit mit den Weichen, danke!" sagt Jakob Bodemann. Er ist froh das alle Weichen und vor allem alle Drahtzugen wieder gut geschmiert sind. Alles arbeitet viel geschmieriger jetzt.

Als Bahnhof fühlt es auch als ob ich eine gute Massage bekommen habe :)

Ich habe fünf Weichen. Zwei in ein Güternebengleis und ein zum Lokschuppen sind die drei ortsbediente Weichen. Als Rangierer oder Zugführer brauchst du dafür ein Schlüssel, zu bekommen beim Fahrdienstleiter. Er soll durch Schlüsselausgabe darauf achten das alle Weichen wieder in die sichere Grundstellung verschlossen sind bevor ein Zugfahrt genehmigt wird.

Fünf minus drei ist zwei. Das sind die beide wichtige fernbediente Weichen. Ich bin ein Endbahnhof, also die Einfahrweiche leuchtet ein. Aber die andere Weiche? Der wird doch nur für Umlaufen benutzt?

Stimmt, aber er ist Teil des Durchrutschweges. Dafür ist er eingebunden in die Fahrstraßen.

Und auch gibt es eine historische Grund: früher lief die Strecke Weiter ab Kelberg! Richtung Kerpen und Hillesheim und dann weiter nach Jünckerath und Gerolstein. Aber, ja, dieses Teil der Strecke ist nach den Krieg nicht wieder für Personenverkehr benutzt worden. Und das Güterverkehr ist auch schon lange Geschichte.... Aber die Weiche war damals jedenfalls Einfahrweiche aus Richtung Kerpen! Auch eine Grund das er Ferngestellt ist.

Ludwig wartet die Einfahrt der 215 mit Güterzug ab. Danach kann er zur Bahnmeisterei laufen.


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Mit freundlichen Grüße,

Bahnhof Kelberg


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