Reisezentrum Limburg vor dem "AUS" ?

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jojo54
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Reisezentrum Limburg vor dem "AUS" ?

Beitrag von jojo54 »

Aus der Nassauischen Neuen Presse (Limburg) vom 18.12.2015

http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_u ... 80,1759060

MfG
jojo54

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Dieselpower
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Re: Reisezentrum Limburg vor dem "AUS" ?

Beitrag von Dieselpower »

Ja klar, und danach kommt wieder der altbekannte Hund, der sich in den Schwanz beißt...

1) Argument: Es werden prozentual immer mehr Fahrkarten via Internet und Automat gekauft (Ja klar, wenn es kaum noch persönlichen Verkauf gibt...)
2) Conclusio: Also muß man den "teuren" persönlichen Verkauf weiter einschränken (Und damit wächst der Anteil an SB-Fahrkarten weiter...)
3) Gehe zu Schritt 1!

Die halten den Bürger (Kunden) für genauso doof, wie die Mainstreammedien!
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
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bigboy4015
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Re: Reisezentrum Limburg vor dem "AUS" ?

Beitrag von bigboy4015 »

Direkt nebenan ist neben der Touristinfo das Mobilitätszentrum des RMV.
Mich würde nicht wundern wenn man das um Fernverkehr erweitern könnte.
Ulrich Wolf
Ansonsten sind die Diesel größer: Die im Westen der USA
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Dieselpower
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Re: Reisezentrum Limburg vor dem "AUS" ?

Beitrag von Dieselpower »

Ausgerechnet der RMV, für den es nichts anderes als den RMV gibt, und der nur den allerheiligsten RMV kennt? Abgesehen davon:

Kern der Sache ist doch, daß damit eine weitere Kreisstadt in Deutschland seine FKA verliert! In Altenkirchen z.B. verzichtete man von heute auf morgen auf über 100.000 DM Monatseinnahmen...wie viel muß denn bitte umgesetzt werden??? Außerdem kenne ich die FKA in Limburg nur gut besucht - oder geschlossen... :wink:
Stattdessen ergötzt man sich an fragwürdigen Projekten wie z.B. diesen komischen Bildschirm-Pseudo-Fahrkartenausgaben, wo man sich mit einem Monitor unterhält....und das, wo sich nach wie vor ein Großteil der Bevölkerung scheut, nur auf einen Anrufbeantworter zu sprechen.
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Horst Heinrich
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Re: Reisezentrum Limburg vor dem "AUS" ?

Beitrag von Horst Heinrich »

Das ganze Geschäftsleben wandelt sich halt von einer Dienstleistung zur Dienstabholung und der "Kunde" ist auch noch stolz drauf, daß er alles selbst machen darf (und das bei steigenden Preisen). Er wurschelt sich durch die Anzeigen an Bildschirm-Pseudo-Fahrkartenausgaben, er backt sich am Backautomat seine Frühstücksbrötchen selbst, er scannt seinen eigenen Einkauf, er quält sich an Überweisungsterminals während im Innern der Filiale gut bezahlte Bankangestellte beim Kaffeekränzchen zusammensitzen, er verbringt Stunden am PC, um sich seinen Urlaub bei booking.com zusammenzusuchen,er trägt sogar artig sein Geschirr im SB-Restaurant zum Abräumband und hat gelernt, sich beim Tanken zu versauen, während der Tankstellenpächter hinter dem Tresen sitzt und auf das hereingebrachte Geld wartet.

Gerade gestern habe ich noch mit meinem Kumpel zusammengesessen und eben dieses Thema besprochen. Er läßt sich leidenschaftlich gern "bedienen", auf der Bank, im Tante-Emma-Laden, beim Bäcker, schließlich hat auch er 40 Jahre als Zahnarzt leidenschaftlich "bedient". Als vor etwa 15 Jahren das www. um sich griff, kamen immer mehr Patienten in die Praxis, die hatten zuvor stundenlang über ihr Schadensbild oder die Behandlung "recherchiert" und glaubten ganz genau zu wissen, was zu tun ist.

Solchen hartnäckigen Dienstleistungsverweigerern hat er dann hin und wieder Instrumente und Material hingelegt und er schickte sich an, den Behandlungsraum zu verlassen, um eine Runde Motorrad zu fahren. Auf die erstaunte Frage des Patienten, was denn los sei, sagte er dann: "Sie haben sich ja so gut informiert, daß Sie sich die Füllung selbst einsetzen können, das spart Ihnen Geld."
Die Leute waren daraufhin aber schnell "kuriert".
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

Kai
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Re: Reisezentrum Limburg vor dem "AUS" ?

Beitrag von Kai »

Horst Heinrich hat geschrieben:Das ganze Geschäftsleben wandelt sich halt von einer Dienstleistung zur Dienstabholung und der "Kunde" ist auch noch stolz drauf, daß er alles selbst machen darf (und das bei steigenden Preisen). Er wurschelt sich durch die Anzeigen an Bildschirm-Pseudo-Fahrkartenausgaben, er backt sich am Backautomat seine Frühstücksbrötchen selbst, er scannt seinen eigenen Einkauf, er quält sich an Überweisungsterminals während im Innern der Filiale gut bezahlte Bankangestellte beim Kaffeekränzchen zusammensitzen, er verbringt Stunden am PC, um sich seinen Urlaub bei booking.com zusammenzusuchen,er trägt sogar artig sein Geschirr im SB-Restaurant zum Abräumband und hat gelernt, sich beim Tanken zu versauen, während der Tankstellenpächter hinter dem Tresen sitzt und auf das hereingebrachte Geld wartet.

Gerade gestern habe ich noch mit meinem Kumpel zusammengesessen und eben dieses Thema besprochen. Er läßt sich leidenschaftlich gern "bedienen", auf der Bank, im Tante-Emma-Laden, beim Bäcker, schließlich hat auch er 40 Jahre als Zahnarzt leidenschaftlich "bedient". Als vor etwa 15 Jahren das www. um sich griff, kamen immer mehr Patienten in die Praxis, die hatten zuvor stundenlang über ihr Schadensbild oder die Behandlung "recherchiert" und glaubten ganz genau zu wissen, was zu tun ist.

Solchen hartnäckigen Dienstleistungsverweigerern hat er dann hin und wieder Instrumente und Material hingelegt und er schickte sich an, den Behandlungsraum zu verlassen, um eine Runde Motorrad zu fahren. Auf die erstaunte Frage des Patienten, was denn los sei, sagte er dann: "Sie haben sich ja so gut informiert, daß Sie sich die Füllung selbst einsetzen können, das spart Ihnen Geld."
Die Leute waren daraufhin aber schnell "kuriert".
Und was folgt daraus? Technischen Fortschritt rückgängig machen? Automatisierung stoppen? Sich selbst nicht mehr informieren, sondern sich komplett auf (vermeintliche) Experten verlassen, die natürlich nur unser Bestes wollen? Nebenbei: wer ist denn heute noch bereit für all die Dinge, die man selbst schnell am Rechner machen kann stattdessen die passende Dienstleistung zu bezahlen?
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bigboy4015
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Re: Reisezentrum Limburg vor dem "AUS" ?

Beitrag von bigboy4015 »

Insgesamt, verstehen kann ich es nicht das in einem Bahnhof der Größe Limburg es nicht mehr möglich sein soll eine Fahrkarte am Schalter zu kaufen.
Wobei dazukommt, die Möglichkeit Fahrkarten für den Fernverkehr zu kaufen bleibt z.B im DER Reisebüro am Neumarkt ja vermutlich bestehen.
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Horst Heinrich
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Re: Reisezentrum Limburg vor dem "AUS" ?

Beitrag von Horst Heinrich »

Kai hat geschrieben:Sich selbst nicht mehr informieren, sondern sich komplett auf (vermeintliche) Experten verlassen, die natürlich nur unser Bestes wollen? Nebenbei: wer ist denn heute noch bereit für all die Dinge, die man selbst schnell am Rechner machen kann stattdessen die passende Dienstleistung zu bezahlen?
Da bin ich ja mal gespannt, wann endlich das www, das natürlich nur von Experten gestaltet wird, die unser Bestes wollen, den omnipotenten Universalgelehrten hervorgebracht hat, der sich selbst zeugt, groß zieht, enkulturiert, im Notfall heilt, durchs Leben bringt und am Ende sogar selbst noch kremiert, so daß einzig noch der Wind als externer Dienstleister gebraucht wird, um die Asche zu zerstreuen.

Was mich nur immer wundert (apropos "Wer ist bereit, die passende Dienstleistung zu bezahlen?"): Die Preise steigen unaufhaltsam, die Leistung hierfür nimmt unaufhaltsam ab
Aber auch hierfür wird mir der moderne Kai sicher eine passende Antwort liefern.
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

Kai
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Re: Reisezentrum Limburg vor dem "AUS" ?

Beitrag von Kai »

Horst Heinrich hat geschrieben:
Kai hat geschrieben:Sich selbst nicht mehr informieren, sondern sich komplett auf (vermeintliche) Experten verlassen, die natürlich nur unser Bestes wollen? Nebenbei: wer ist denn heute noch bereit für all die Dinge, die man selbst schnell am Rechner machen kann stattdessen die passende Dienstleistung zu bezahlen?
Da bin ich ja mal gespannt, wann endlich das www, das natürlich nur von Experten gestaltet wird, die unser Bestes wollen, den omnipotenten Universalgelehrten hervorgebracht hat, der sich selbst zeugt, groß zieht, enkulturiert, im Notfall heilt, durchs Leben bringt und am Ende sogar selbst noch kremiert, so daß einzig noch der Wind als externer Dienstleister gebraucht wird, um die Asche zu zerstreuen.

Was mich nur immer wundert (apropos "Wer ist bereit, die passende Dienstleistung zu bezahlen?"): Die Preise steigen unaufhaltsam, die Leistung hierfür nimmt unaufhaltsam ab
Aber auch hierfür wird mir der moderne Kai sicher eine passende Antwort liefern.
Auch eine überspitzte Darstellung ändert nichts daran, dass die Menschen heute in sehr vielen Bereichen sehr viel mehr Möglichkeiten haben als früher. Willst Du das ernsthaft bestreiten? So war es doch früher auch: statt mit der Postkutsche oder auf Schusters Rappen fuhr man dann eben mit der Dampflok (vor der viele Leute anscheinend zunächst auch Angst hatten). Später wurden dann Automobile für einen Großteil der Bevölkerung erschwinglich und man fuhr eben damit. Heute setze ich mich eben nicht mehr ins Auto und fahre zum nächsten Ticketschalter, Reisebüro, Kaufhaus, Bank usw. sondern sitze bequem in der warmen Stube, muss mich nicht nach Öffnungszeiten richten und erledige den Kram vom Schreibtisch oder gar von der Couch aus. Wo ist das Problem? Unbestritten ist, dass jede Zeit ihre eigenen Probleme mit sich bringt, aber auch das wird immer so bleiben.

Welche Preise und Leistungen meinst Du speziell?

Bezüglich der Fahrkartenschalter in Limburg: die Mitarbeiter der Bahn können sicher rechnen und werden beurteilen, ob sich das dort noch lohnt. Wie das bei den Kunden ankommt ist eine andere Sache. Wer schon immer gewöhnt war sich seine Fahrkarten am Schalter zu holen, der wird sich ärgern. Wer schon immer den Automaten kennt oder im Netz kauft, den wird es kaum jucken. Letztere Gruppe dürfte zeitlich bedingt immer größer werden. Ähnlich ist es doch bei Bankfilialen. Wer schon immer für jede Überweisung oder für Kontoauszüge zur Filiale rannte, der ärgert sich heute, dass die Filiale nicht mehr vorhanden ist oder nur zu unmöglichen Zeiten geöffnet hat. Wer mit Onlinebanking "groß geworden" ist, den wird es nicht interessieren. Die paar Male, wo man tatsächlich eine nicht alltägliche Leistung benötigt, kann man dann auch einen längeren Weg in Kauf nehmen.
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Dieselpower
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Re: Reisezentrum Limburg vor dem "AUS" ?

Beitrag von Dieselpower »

Ich denke, es hat wenig Zweck, den modernen Kai mit seiner Onlineaffinität bekehren zu versuchen. Ich freue mich nur schon heute auf den ersten echten Blackout dank durch Windkraft instabiler Stromnetze, der auch den Mobilfunk betrifft. Denn dann wird sich zeigen, in welch kurzer Zeitspanne welche Menge an Menschen einfach nur so dahinstirbt, wenn sie ihre Apps für alle Lebenslagen nicht mehr nutzen können, und wenn es nur vorübergehend ist. Den guten alten "Einatmen-Ausatmen"-Blondinenwitz mit dem Walkman kann man nämlich auch sehr schön auf unsere onlineabhängigen und ansonsten meist lebensunfähigen humanoiden Minimalkonfigurationen ummünzen...

Ach so, ja - jetzt kommt sicher "Der Mobilfunk kann nicht ausfallen, und der Strom auch nicht" - na, dann kann ja nix passieren! :lol:

Nochmal zum Thema: Mir ist der personenbediente Verkauf durchaus den (mittlerweile doch hier und da hineingemogelten) Zuschlag wert, so daß ich konsequent nach Möglichkeit meine Fahrkarten am Schalter löse...es ist also auch irgendwo eine Frage der Einstellung zu einer Sache, und nicht nur mit "Zeitgeist" zu entschuldigen. Aber wie gesagt, manche Menschen (s.o.) sind eben so, und da wird sich nichts dran ändern, die nehmen alle Entwicklungen - egal ob politisch, wirtschaftlich, technisch - ohne kritisches Hinterfragen einfach als gottgegeben (darf man das noch politisch korrekt sagen, ohne jemanden zu beleidigen?) hin. Nun ja, werdet glücklich damit. Einige wenige werden es eben nicht, die kehren zum Auto zurück (weil die Bahn trotz aller SB-Kacke immer schlechter und teurer wird), kaufen wieder im Einzelhandel (wo noch vorhanden), und sind auch nicht ständig im besten oder zweitbesten oder drittbesten (Scheißegal, immer wenn man es mal wirklich braucht, hat man eh keins!) Netz erreichbar!

Nur eine Frage muß der Kai mir noch beantworten, wenn er schon meint "Die Bahn könne rechnen" - nämlich die, die oben stand: Wie viel muß denn eine Fka umsetzen, um zu überleben? Für 100.000 DM monatlich konnte man viele Beamte, viel Strom, viel Telefon und auch viel Fahrkartenpapier bezahlen. Mit allgemeingehaltenen Phrasen einer konkreten Frage auszuweichen ist nämlich auch ein probates Mittel dieser Zeit, Andere zu blenden...zieht nur nicht bei jedem! :wink:

Und zum Thema "Bequem aus der warmen Stube anstatt mit dem Auto herumzufahren" - die wichtigen Dinge des Lebens waren auch früher ohne Auto zu erreichen...bis die Infrastruktur bis auf Null heruntergefahren wurde, und das "Cocooning" wird von Forschung und Medizin als "gar nicht mal so gut" angesehen. Wir hatten in Höchstenbach schließlich auch mal Post, Volksbank, Sparkasse, Kaufmannsladen - und sieben Kneipen. Daß man dafür jetzt "mit dem Auto fahren" muß, ist auch nur eine Folge dieser entmenschenden Kahlschlagpolitik. Und wenn man heute so viel mehr kann, als früher, frage ich mich, wie die Menschheit überhaupt bis heute überleben konnte.

Als Schlußsatz gebe ich noch zu bedenken, daß die Geschichte aus Wiederholungen besteht. Im alten Rom gab es Wasserleitungen, Toiletten und Fußbodenheizungen, tausend Jahre später starb halb Europa hauptsächlich aufgrund von Hygienemängeln. Zwischen den Pharaonen und den Römern gab es jedoch auch ein "technisches Tal"...glaubt Ihr wirklich, daß es mit Eurer galoppierenden Technisierung immer so weiter geht? Kein einziger Baum wächst bis in den Himmel....Ihr kauft ein Handy oder einen Laptop, und er ist überholt, wenn Ihr ihn zum ersten mal einschaltet. Für die Öffnung einer Tür (welch komplexer Vorgang) braucht eine Plastikbahn 12 Rechner und einen Controller für die Rechner...Auf was läuft das bitte hinaus?
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Re: Reisezentrum Limburg vor dem "AUS" ?

Beitrag von Horst Heinrich »

Kai hat geschrieben: Bezüglich der Fahrkartenschalter in Limburg: die Mitarbeiter der Bahn können sicher rechnen und werden beurteilen, ob sich das dort noch lohnt.
Schon diese Antwort alleine disqualifiziert Dich, Kai, für solch eine Diskussion, denn Du müßtest wissen, daß man bei der Bahn -aber nicht nur hier- Leute an den entscheidenden Stellen sitzen hat, die darauf getrimmt und ausgerichtet sind, ein gewünschtes betriebswirtschaftliches Ergebnis herbeizurechnen, das zu der Konzernausrichtung paßt, unabhängig vom tatsächlichen buchhalterischen Saldo. Die entsprechenden Parameter angesetzt, wäre selbst die Fka von München Hbf defizitär. Nur leider will sich die DB nicht leisten, in der bayerischen Landeshauptstadt am Markt nicht aufzutreten, in Limburg hingegen hält man das unternehmerische Engagement für entbehrlich.
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Re: Reisezentrum Limburg vor dem "AUS" ?

Beitrag von Dieselpower »

Ach noch eins vergessen:
Leider kann man keine belastbaren Zahlen und Daten sammeln, wie viele Euro nicht umgesetzt werden, weil die Leute keinen Bock auf Internetkauf (und mittlerweile auch hier Gebühren je nach Zahlungsart) oder Automatenmist (mit den sattsam bekannten Problemen wie "nicht verfügbar" oder "passend zahlen" oder einfach verschlucktem Geld) haben, weil das rein hypothetisch wäre, daher ist dieser Beitrag auch rein konjunktivisch. So einen Glaskugel-Mist überlasse ich lieber den Verblödeten/-enden Medien.
Dennoch würde mich interessieren, was die Bahn umsetzen könnte, wenn sie wieder mehr auf den Menschen als auf blöde und oft schlechte bzw. unzuverlässige Technik wie Fahrkartenautomat, Blechelse & Co. setzen würde. Auf "meiner" Insel hat das geklappt. Da steigen seit Jahren wieder die Fahrgastzahlen kontinuierlich, nachdem man den Menschen wiederentdeckt hat! Das kostet zwar - eins der Länder mit den höchsten Ticketpreisen weltweit - aber dafür stimmt der Service. Ich freu mich schon wieder auf meine 2016er Exkursion!

Aber das ist ja wie mit den anderen Themen (die jedoch nicht erwünscht sind): Nur wir Deutschen machen es richtig, die anderen Länder sind alle doof....

Und wenn alles defizitäre bei der Bahn abgeschossen wird, dann gönnt Euch schnell noch mal eine Reise mit 300 km/h durch den Westerwald - diese Strecke wird NIE NIE NIE "ehrliche" schwarze Zahlen schreiben...weil die Wartungskosten viel höher sind, als das eingefahrene Ergebnis. Ach ja, und abgezahlt werden müssen die Milliarden, die der Bau verschlungen hat, trotzdem noch.
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