Vorstellung eines neuen i-Lint im Rhein-Main-Gebiet

jojo54
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Vorstellung eines neuen i-Lint im Rhein-Main-Gebiet

Beitragvon jojo54 » Mi 11. Apr 2018, 14:57

Für Freitag, 13.04.2018, ist die Vorstellung eines neuen i-Lint im Rhein-Main-Gebiet angekündigt.
Mir liegen hierzu folgende Infos ohne jegliche Garantie vor:

- Wiesbaden Hbf ca. 10:30 - 11:00 Uhr
- Fahrt nach Frankfurt Höchst
- Frankfurt-Höchst ca. 11:50 - 12:10 Uhr
- Danach angeblich Weiterfahrt nur für geladene Gäste zu Infraserv in den Industriepark Hoechst, wo die Triebwagen künftig gewartet werden sollen.

MfG
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Re: Vorstellung eines neuen i-Lint im Rhein-Main-Gebiet

Beitragvon jojo54 » Fr 13. Apr 2018, 12:52

Erste informationen zu der Vorstellungsfahrt aus der Frankfurter Neuen Presse vom 13.04.2018.

http://www.nnp.de/rhein-main/Erster-Was ... 2960218MfG

MfG
jojo54

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KoLü Ksf
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Re: Vorstellung eines neuen i-Lint im Rhein-Main-Gebiet

Beitragvon KoLü Ksf » Fr 13. Apr 2018, 15:49

654 102 ist pünktlich gependelt. (Info kam per Mail)

Dank des unterirdischen Wetters gibt es von mir leider keine Fotos zu sehen.

Herzliche Grüße aus dem nassen Flörsheim

EuropasBahnen
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Re: Vorstellung eines neuen i-Lint im Rhein-Main-Gebiet

Beitragvon EuropasBahnen » Fr 13. Apr 2018, 19:45

Wollte eigentlich auch vorbeischauen, aber bei dem Dauergrau und "Aufweichnass" blieb ich lieber im Trockenen.

Leicht traurige Grüße
Elias Wingenfeld
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jojo54
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Re: Vorstellung eines neuen i-Lint im Rhein-Main-Gebiet

Beitragvon jojo54 » Sa 14. Apr 2018, 08:54

Aufgrund von extrem starken Dauerregens konnte ich gestern leider nicht hinfahren. Hätte mir das Fahrzeug gerne mal angesehen.
Hier ein Linkhinweis zu einem Beitrag aus dem Wiesbadener Kurier von dieser Vorstellungsfahrt.

http://www.wiesbadener-kurier.de/politi ... 672242.htm

MfG
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Vorstellung des Alstom i-Lint im Rhein-Main-Gebiet

Beitragvon eta176 » So 15. Apr 2018, 14:56

Hallo in die Runde,
ja, er beschleunigt und fährt vergleichbar mit einem E-Triebwagen (15kV), aber noch geht von den
insgesamt 72 Lüfter-Motoren auf den Brennstoffzellen, die sich in der Fahrzeugmitte (beidseitig
am "Kurzkuppelübergang") über den Fahrgasträumen befinden, noch ein erheblicher Lärm aus.
Vor allem nach einem längeren Halt des Lint54 müssen die Lüfter zunächst einen Luftaustausch
herbeiführen, damit die Umwandlung aus dem Wasserstoff mit dem Sauerstoff der Luft erfolgen
kann, erläuterte der Alstom-Ingenieur bei der anschließenden Presserunde in Ffm-Höchst.

Für Fahrgäste, die Sitzplätze in der Nähe des Übergangs gewählt haben, mutet das entstehende
Geräusch zunächst so an, wie es beim Schleudern von E-Antrieben auf nassen Schienen entsteht,
wenn keine Schlupfregelung das durchdrehen abregelt. Im weiteren Verlauf entsteht aber eine
ständig auf- und abschwellende Tonfolge, wie man sie eigentlich nur von Sirenen bei Fliegeralarm
kennt. So würde sich neben dem Begriff des "Quitschie" ganz schnell der "Heuli" ergeben.

Von Alstom verweist man natürlich auf den "Prototyp-Charakter" des Fahrzeugs, an dem ja sehr
viele Komponenten erstmals für direkten E-Antrieb aus Wasserstoff verwendet werden. Mit einer
veränderten Lüftersteuerung, die z.B. für einen etwas langsameren Hochlauf und gleichmäßigeren
Verlauf der Belüftung sorgt - ohne ständigen Wechsel zwischen Abschaltung und Volllast-Betrieb -
wäre schon viel zu erreichen. Ob eine angekündigte zusätzliche Dämmschicht zwischen Brennstoff-
zelle und Fahrgastraum ausreichend wäre, würde ich bezweifeln.

Der Triebwagen kam nicht mit eigener Kraft zur Vorstellungsfahrt nach Wiesbaden sondern wurde
von einer Ost-V100 geschleppt. Die bislang in Ffm-Höchst vorhandene Wasserstoff-Tankstelle dient
nur der Betankung von Straßenfahrzeugen und befindet sich bei der AGIP vor dem Südtor des Infra-
serv-Geländes.
Für die Betankung der Triebwagen soll eine Tankanlage mit vier Parallelgleisen gebaut werden, an
denen die Triebwagen den Wasserstoff tanken können. Da es nur die eine Zufahrt von der Main-
Lahn-Bahn (Ffm-Limburg) aus gibt, ist das natürlich mit einem gewissen Aufwand verbunden. Der
Tagesbedarf für die 26 iLint, die von der fahma beschafft und dem EVU zur Verfügung gestellt wer-
den [vergleichbar mit den Itino für VIAS oder den Lint41 (H) der Taunusbahn/HLB] beträgt bis zu
2,2t Wasserstoff, der unter Druck (bis 500 bar) zwischengespeichert wird. Die installierten Fahr-
zeugtanks des iLint sind auf 350 bar ausgelegt. Gemeinsam mit der Lithium-Ionen-Batterie, die
u.a. Energie aus der Nutz-Bremse oder aktuell nicht benötigter Elektroenergie aus der Brennstoff-
zelle speichert, sollen 800 - 1000 km Fahrleistung zwischen zwei "Tankstopps" möglich sein.

Übrigens soll es für das Befahren von längeren Tunneln (z.B. Hasselborner Tunnel 1300 m) oder
Tiefbahnhöfen (z.B. Ffm-Flughafen Regio) wegen der Wasserstoff-Tanks im bisherigen Zulassungs-
verfahren offenbar keine Probleme seitens des Eisenbahn-Bundesamtes gegeben haben.

Hier ein paar Links auf Video-Beiträge:
https://www.rtl-hessen.de/beitrag/saube ... dieselruss
http://www.1730live.de/regionalbahn-mit ... ffantrieb/
https://www.hessenschau.de/tv-sendung/video-59504.html (1:33)

Gruss HaPe

jojo54
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Re: Vorstellung eines neuen i-Lint im Rhein-Main-Gebiet

Beitragvon jojo54 » Mi 25. Apr 2018, 13:28

Die Frankfurter Neue Presse befasst sich am 25.04.2018 sehr umfangreich mit der Einsatz-Planung für den neuen i-Lint und damit verbundenen weiteren Überlegungen, u. a. die Elektrifizierung zusätzlicher Strecken in der Region wie der Lahntal- und Odenwaldbahn.

Es ist davon auszugehen, dass ab 2026 alle seitherigen Dieselfahrzeuge von den hessischen Bahnstrecken zugunsten wasserstoff-betriebenen Exemplaren verschwinden werden.

http://www.nnp.de/nachrichten/wirtschaf ... 86,2970711

http://www.nnp.de/nachrichten/wirtschaf ... 86,2970712

http://www.fnp.de/lokales/hochtaunus/vo ... 11,2970655

http://www.fnp.de/lokales/hochtaunus/vo ... 11,2970654

MfG
jojo54

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Brennstoffzellen sind kein "Allheilmittel"!

Beitragvon eta176 » Mi 25. Apr 2018, 15:43

jojo54 hat geschrieben:Es ist davon auszugehen, dass ab 2026 alle seitherigen Dieselfahrzeuge von den hessischen Bahnstrecken zugunsten wasserstoff-betriebenen Exemplaren verschwinden werden.
MfG jojo54

Im Leben nicht! Hessen besteht ja nicht nur aus den Taunusstrecken und der Wetterau, sondern glücklicherweise noch einigen
anderen Linien, auf denen Diesel-Triebzüge unterwegs sind, wie die KurhessenBahn, das Lahn-Vogelsberg-Rhön- oder Odenwald-
Netz.
Es wäre m.E. auch völliger Blödsinn, z.B. die mit Rußpartikel-Filtern ausgerüsteten Lint(H) der TSB abzustellen, wenn man vor-
handene Diesel-VT womöglich mit ADblue-Technologie nachrüsten kann, um damit die NOx-Werte zu senken. Auch die Entwick-
lung des aus dem diesel-mechanischen Siemens Desiro entstehenden diesel-elektrischen ECO-Train (ggf. mit ETLO-Modulen)
könnte zu erheblichen Entlastungen für die Umwelt führen, wenn man konsequent modernisiert.

Die Produktion von "Grünem" Wasserstoff und dessen Komprimierung für die Lagerung (bis zu 900 bar) ist sehr energieaufwendig
und ggü. fossilien Brennstoffen - derzeit noch - erheblich teurer.

Keines der bislang vorhandenen Fahrzeuge ist schon in einem Betriebseinsatz gewesen, die Mitbewerber Bombardier und Siemens
stehen bei der Entwicklung von Brennstoffzellen und Fahrzeugen noch am Anfang. Ich kann mir darüberhinaus kaum vorstellen,
dass es bei unserer langwierigen Zulassungsbürokratie bereits in acht Jahren zu einem flächendeckenden Austausch von völlig neu
konzipierten Triebwagen (wie Siemens Mireo > H-Variante geplant ab 2021) kommen wird.

Gruß HaPe

Nachtrag:
Am 24.04.2018 berichtet Peter Thomas in der FAZ über die Probefahrt - und war wohl ganz in meiner Nähe :wink:

Zug um Zug mit Wasserstoff
Nach dem Start ändert sich die Geräuschkulisse. Von unten murmelt gemütlich das Rumpeln der Überfahrt durch die Weichen
des Bahnhofsvorfeldes in das Fahrzeuginnere. So weit alles ganz normal [...]
Aber auf dem Dach, wo die jeweils 200 kW starken Brennstoffzellen-Stacks des kanadischen Herstellers Hydrogenics sitzen, star-
ten jetzt die Lüfter und tauschen mit Wucht die Luft im ganzen System aus. Auf Höhe des Wagenübergangs ist dieses Orgelkonzert
nicht zu überhören: Aus dem Schnurren wird ein Surren, dann ein hochfrequentes Sirren, bei der Beschleunigung auf der freien
Strecke heult die Technik schließlich wie eine überdimensionierte Küchenmaschine. Das Jaulen pegelt sich zu einer Art Feuerwehr-
sirene ein und nimmt erst nach einigen Minuten Fahrt ab.

http://plus.faz.net/faz-plus/technik-un ... f4?GEPC=s9

jojo54
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Re: Vorstellung eines neuen i-Lint im Rhein-Main-Gebiet

Beitragvon jojo54 » Do 6. Sep 2018, 14:54

Ab 16.09.2018 sollen erste i-Lint in Norddeutschland zwischen Bremerhaven und Buxtehude planmäßig eingesetzt werden.
Informationen aus der Frankfurter Neuen Presse vom 06.09.2018.

Nach den Vorstellungen des RMV sollen diese Fahrzeuge ab 2022 auch im Rhein-Main-Gebiet und im Taunus fahren.

http://www.nnp.de/lokales/hochtaunus/us ... 06,3098154

MfG
jojo54


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