Holzbachtalbahn ist verkauft!

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Dieselpower
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Holzbachtalbahn ist verkauft!

Beitragvon Dieselpower » Di 27. Mär 2018, 09:50

Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, wurde die Holzbachtalbahn für € 100.000,- an die Lappwaldbahn verkauft. Näheres, wenn konkretere Informationen vorliegen!
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jojo54
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Re: Holzbachtalbahn ist verkauft!

Beitragvon jojo54 » Di 27. Mär 2018, 10:17

Danke für die Info.

MfG
jojo54

eifelhero
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Re: Holzbachtalbahn ist verkauft!

Beitragvon eifelhero » Di 27. Mär 2018, 10:49

Das hört sich doch schon mal sehr gut an. :D
Wenn ich jetzt nichts durcheinander werfe, war mal die Rede davon, das in die Strecke ca 10 Millionen Euro investiert werden müssen ? :roll:
Die Radwegplaner der örtlichen Politik werden sich doch wohl eher bedeckt halten! :oops:
gruß aus der Eifel
Heinz

Am besten halten wir die Welt einfach mal kurz an und lassen die ganzen Idioten aussteigen.

Westeifelbahner
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Re: Holzbachtalbahn ist verkauft!

Beitragvon Westeifelbahner » Di 27. Mär 2018, 16:36

Sollte - wer auch immer - einen Weiterbetrieb planen, gibt es ja durchaus förderrechtliche Perspektiven. Die RLP-Landesregierung kann sich mit ihrer hinreichend diskutierten 85%-Richtlinie und den für private Betreiber nicht erfüllbaren Förderrichtlinien feiern wie sie will, so werden hier doch letztendlich nur Bundesrichtlinien umgesetzt. Eine Strecke wie hier, die nun offenkundig Bedarf im SGV hat, ist zunächst einmal aus Bundesmitteln förderfähig - egal, wie sich Kommunen oder Land dazu positionieren.
Die Bundesförderung ist geringer als in der 85%-Richtlinie des Landes, aber es bleibt eh die Frage, ob das rechtlich einer Überprüfung standhält, wenn bspw. die WEBA von den Landesmitteln hätte profitieren können, privaten Mitbewerbern diese aber vorenthalten werden sollten.
Unterm Strich sehe ich schon mögliche Parallelen zum TWE-Projekt.
Gruß Westeifelbahner

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Re: Holzbachtalbahn ist verkauft!

Beitragvon Der Mogendorfer » Di 27. Mär 2018, 23:03

Oh! Danke für die Info, da bin ich doch gespannt wie es weiter geht.
LG
Es lebe die Nebenbahn!

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EuropasBahnen
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Re: Holzbachtalbahn ist verkauft!

Beitragvon EuropasBahnen » Di 27. Mär 2018, 23:10

Auch ich danke für die Info und bin auch über Folgeinformationen dankbar :)

Hoffe nur das Beste für diese schöne Strecke!


Liebe Grüße
Elias Wingenfeld
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Patric Jost
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Re: Holzbachtalbahn ist verkauft!

Beitragvon Patric Jost » Mi 28. Mär 2018, 18:04

Es ist schon etwas merkwürdig, dass es die ortsansässigen EIU nicht geschafft haben, die Strecke zu übernehmen ...
Nachdenkliche Grüße Patric

Rolf
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Re: Holzbachtalbahn ist verkauft!

Beitragvon Rolf » Mi 28. Mär 2018, 20:00

100.000 Euro sind aber ein Schnäppchen. Wenn man bedenkt, dass die Kommunen Prüm und Gerolstein 430.000 Euro ausgegeben haben für eine ähnlich lange Strecke, um darauf (bisher noch ergebnislos) einen Fahrradweg zu errichten, kann man den tatsächlichen Wert erahnen, den die Strecke hätte, wenn die anliegenden Kommunen im Westerwald ähnliche Ideen realisieren wollten. Nicht, dass ich mir das wünschte, ganz im Gegenteil, aber wenn dem so wäre, wäre die Trasse sicher mehr wert als die 100.000 Euro, die jetzt angeblich gezahlt wurden und die Lappwaldbahn könnte damit ein gutes Geschäft machen. Wollen wir hoffen, dass meine hypothetischen Überlegungen keinen realen Hintergrund haben, obwohl ich mich frage, was die Lappwaldbahn mit der Strecke anzufangen gedenkt.

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Unternehmen hüllen sich in Schweigen ...

Beitragvon eta176 » Mi 28. Mär 2018, 22:40

Dieselpower hat geschrieben:Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, wurde die Holzbachtalbahn für € 100.000,-
an die Lappwaldbahn verkauft. Näheres, wenn konkretere Informationen vorliegen!

Bislang gibt es weder von der LWS Lappwaldbahn Service GmbH mit Sitz in Weferlingen
als der möglichen Käuferin, noch von der Westerwaldbahn des Kreises Altenkirchen GmbH
eine Bestätigung über den Verkauf oder die genannte Summe.

Offenbar sind "allgemeine Osterferien" und die Herren Geschäftsführer im Urlaub (Weba)
oder auf Tauchstation (LWS) ...
_________________________________________________________________________________
Rolf hat geschrieben: ... obwohl ich mich frage, was die Lappwaldbahn mit der Strecke anzufangen gedenkt.

Hallo Rolf,
da die LWS bislang nur Strecken erworben hat, die perspektivisch dem Güterverkehr dienen,
wird auch der Kauf der Wied- und Holzbachtalbahn in dieses Portfolio passen. Mit einem jähr-
lichen Transportaufkommen von über 200.000t macht das durchaus Sinn. Sofern die LWS nicht
auch als EVU dort aktiv werden will, könnte das aktuelle Betriebsszenario statt über Limburg
von DB Cargo auch aus Richtung Norden erfolgen - inclusive Einsatz der robusteren Class66.
----------------------------
Wenn man sich darüber hinaus auch für einen drittfinanzierten Tourismusverkehr stark machen
würde (als Einstieg wäre AK bis Puderbach denkbar) oder mittel- bis langfristig sogar wieder
einen regelmäßigen SPNV auf die Infrastruktur bekäme, wäre die jetzige Investition gut ange-
legtes Geld.
Leider erkennt v.a. der Westerwaldkreis nicht die Potentiale dieser Strecke. Beispielsweise
könnte ein Teil des Schülerverkehrs über die Schiene abgewickelt, denn in Dierdorf liegen
gleich drei Schulen in fußläufiger Entfernung zur Bahnlinie (Nelson-Mandela-Schule als Real-
schule plus, das Martin-Butzer-Gymnasium und die Gutenberg-Schule). Die Entfernung beträgt
maximal 650m. - Übrigens sollen die massiven Interessen der regionalen Busunternehmen an
diesem Schülerverkehr erheblich dazu beigetragen haben, dass die Bundesbahn die Strecke
im Juni 1984 für den PV stillgelegt hat.

Viele Grüße
HaPe

Rolf
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Re: Holzbachtalbahn ist verkauft!

Beitragvon Rolf » Do 29. Mär 2018, 10:29

Danke für die Infos HaPe! Dann hoffen wir mal auf eine gute eisenbahntechnische Zukunft der Strecke!

Westeifelbahner
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Re: Holzbachtalbahn ist verkauft!

Beitragvon Westeifelbahner » Do 29. Mär 2018, 11:36

Rolf hat geschrieben:100.000 Euro sind aber ein Schnäppchen. Wenn man bedenkt, dass die Kommunen Prüm und Gerolstein 430.000 Euro ausgegeben haben für eine ähnlich lange Strecke, um darauf (bisher noch ergebnislos) einen Fahrradweg zu errichten, kann man den tatsächlichen Wert erahnen, den die Strecke hätte, wenn die anliegenden Kommunen im Westerwald ähnliche Ideen realisieren wollten. Nicht, dass ich mir das wünschte, ganz im Gegenteil, aber wenn dem so wäre, wäre die Trasse sicher mehr wert als die 100.000 Euro, die jetzt angeblich gezahlt wurden und die Lappwaldbahn könnte damit ein gutes Geschäft machen. Wollen wir hoffen, dass meine hypothetischen Überlegungen keinen realen Hintergrund haben, obwohl ich mich frage, was die Lappwaldbahn mit der Strecke anzufangen gedenkt.


Mal langsam...
Wollte man einen Radweg realisieren, gibt es bekanntlich §23 AEG. Da ist vom Verkehrsbedürfnis die Rede und ich melde leise Zweifel an, ob sich ernsthaft vor einem Gericht darstellen lassen könnte, dass eine Strecke mit diesem Potenzial im SGV nicht mehr benötigt wird.

Sollte es tatsächlich einen Käufer geben, ist die Frage, ob er die Strecke im Rahmen von §11 AEG übernimmt, was ich vermuten würde, oder nach Stilllegungsbescheid nach §11 AEG, wie bei der hier zum Vergleich herangezogenen Westeifelbahn.

Nach Stilllegungsbescheid ergeben sich keine Betriebsverpflichtungen, was für den Käufer angenehmer ist, also den Kaufpreis erhöht.

Im Rahmen einer Übernahme nach §11 AEG muss der Käufer - zumindest theoretisch - lückenlos den Weiterbetrieb gewährleisten. Im Gegenzug hat sich der Verkäufer beim Verkauf am Ertrag der Strecke zu orientieren - hier: dem erheblichen Sanierungsbedarf für den Weiterbetrieb.

Eine Strecke als EIU übernehmen und dann stilllegen, ist theoretisch möglich, hängt im Einzelfall aber von Vertragskonstrukten ab und würde zunächst ein neues 11er Verfahren bedeuten, womit wieder wer anders ins Spiel kommen könnte.

Der rote Riese berücksichtigt solche Eventualitäten und mögliche Nachzahlungen gern im Vertrag. So ist ja auch bekannt, dass Mehrkosten für die hier erwähnten Kommunen in der Westeifel entstanden wären, wenn sie die Gleise tatsächlich gleich nach dem Kauf demontiert hätten, da der Kaufpreis auch in der Westeifel immer noch günstig war, da eben ohne Freistellung nach §23 AEG eine Bahnstrecke und nicht nur eine "Radwegfläche" übernehmen wurde.

Off topic, aber man muss im Übrigen nicht verstehen, warum die Herren in Prüm und Gerolstein das nicht mehr wissen wollen, da schließlich ihre ersten Kaufverhandlungen mit dem roten Riesen für einen Radweg Gerolstein - Pronsfeld damals am Kaufpreis (!) gescheitert waren. Danach einigte man sich auf den Kauf Prüm - Pronsfeld für den Radweg und Gerolstein - Prüm inkl. Gleise und freute sich auf wundersame Weise nun weniger in der Summe zahlen zu müssen...

Gruß Westeifelbahner

Dr. NE
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Nein, noch nicht verkauft

Beitragvon Dr. NE » Do 29. Mär 2018, 11:54

Man hat sich nur geeinigt, unterzeichnet ist noch nichts: https://www.westerwaelder-bahnen.net/in ... tion=dview
Bild Bild Bild Bild Bild


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