Erfahrungen mit der RB21 (WI-LM) ?

eta176
Präsident der Deutschen Bundesbahn B11
Beiträge: 6803
Registriert: Do 21. Jun 2007, 19:52

Erfahrungen mit der RB21 (WI-LM) ?

Beitragvon eta176 » Mo 5. Mär 2018, 12:48

In letzter Zeit war ich das ein oder andere Mal mit den HLB-Triebwagen zwischen
Wiesbaden und Niedernhausen bzw. Limburg - Wiesbaden Hbf unterwegs. Obwohl
auf der Linie RB21 überwiegend die sechs HLB-Desiro zum Einsatz kommen sollen
sind dort derzeit hauptsächlich GTW 2/6 unterwegs.
Der Zustand der Desiro scheint nur noch für Fahrgäste halbwegs erträglich zu sein,
bei den Tf hab ich da viel eher Bedenken. Vor kurzem konnte ich die langwierigen
Bemühungen beobachten, wie ein Tf versuchte das offensichtlich beschädigte Tür-
schloss zum Führerraum zu öffnen. Im Führerstand machte der Sitz nicht den Ein-
druck, dass man darauf seine gesamte Schicht verbringen kann, da die Einrastungen
nicht funktionierten und der Sitz ständig vor und zurück rutschte.

Die wenigen Tage, an denen die WC-Anlagen geöffnet und betriebsbereit sind, kann
man sich rot im Kalender eintragen. Aufgrund des offenbar herrschenden Tfz-Mangels
werden als Doppel-Triebwagen vom RMV bestellte werktägliche RB-Leistungen von
Wiesbaden nach Limburg in Niedernhausen gebrochen, um den Zugverkehr auf der
ändchesbahn aufrecht erhalten zu können. Die Fahrgäste erhalten diese Information
allerdings erst nach Abfahrt bzw. kurz vor Niedernhausen, sodass dort der für die Fahrt
nach Limburg verbleibende Solo-Triebwagen das vom Metronom bekannte "Sardinen-
Symbol" verdient.

Bei Beschwerden rutscht den entnervten und von ihrem Unternehmen im Stich gelasse-
nen Tf dann auch schon mal der Spruch heraus: "Sind Sie froh, dass wir sie überhaupt
mitnehmen."

Wenn man Fahrgäste anspricht, ob sie sich über die Zustände beim RMV beschweren,
erhält man überwiegend die Antwort, dass dies überhaupt keinen Sinn hat, und man nur
Zeit vergeudet, weil man immer nur dieselben Textbausteine als Ausrede und Abwiegelung
vom RMV erhält, der seine "schützende Hand" über die Unzulänglichkeiten bei der HLB hält.

Wie sind denn hier die Erfahrungen mit den Zugleistungen auf der RB21 [und den einzelnen
Spätleistungen auf der RB22 (LM-Ffm Hbf)]?

Antworten können gerne auch als PN zugesandt werden!

Besten Dank im Voraus sagt
HaPe

Notfallmanager
Schaffner A2
Beiträge: 47
Registriert: So 17. Jul 2016, 14:29

Re: Erfahrungen mit der RB21 (WI-LM) ?

Beitragvon Notfallmanager » Di 6. Mär 2018, 09:23

Hallo HP,

als täglicher Pendler zwischen Limburg und Frankfurt/M. Hbf kann ich mich über die Zuverlässigkeit von DB Regio nicht beklagen. Zwar gibt es immer mal wieder Phasen, wo die Zugtoiletten reihenweise defekt sind, aber in letzter Zeit hat sich das deutlich verbessert. Sauberkeit und Pünktlichkeit sind nach meiner Wahrnehmung sehr gut. Genau deshalb gehe ich aber davon aus, dass DB Regio die aktuelle Ausschreibung auf dieser Strecke nicht mehr gewinnen wird. Es läuft einfach zu gut und ich denke, dass die RMV-Mafia auch hier der HLB den Vorzug geben wird. Wenn dann noch diese durchdigitalisierten und störungsanfälligen Twindexx-Züge zum Einsatz kommen, geht es wohl auch mit dieser Strecke steil bergab. Dann haben die Fahrgäste dort nichts mehr zu lachen und bekommen diesen kollektiven Gesichtsausdruck des hessischen Ministerpräsidenten Bouffier.

Warten wir also ab, ob hier ein Wunder geschieht oder meine Prophezeihungen tatsächlich Wirklichkeit werden.

Viele Grüße vom NMG

eta176
Präsident der Deutschen Bundesbahn B11
Beiträge: 6803
Registriert: Do 21. Jun 2007, 19:52

Re: Erfahrungen mit der RB21 (WI-LM) ?

Beitragvon eta176 » Di 6. Mär 2018, 10:25

Hallo NMG,
es ging in dieser Frage nicht um die Leistungen ( RE20 und RB22 ) von DB Regio,
sondern um Erfahrungen mit der "Hessischen Staatsbahn" (RB 21 und den Einzel-
leistungen als RB22 zw. Ffm Hbf bzw. Ndnhsn und Limburg).

Ansonsten teile ich aber Deine Einschätzung was die aktuelle Ausschreibung für
die Main-Lahn-Bahn betrifft. Zwar gibt es auch bei DB Regio mal Probleme mit
einer defekten 143 oder der "Minderbehängung" (toller Begriff) von Zügen, wenn
ein Dosto-Wagen im Zugverband fehlt, insgesamt aber läuft der Verkehr m.E. im
Verhältnis zur HLB mit weitaus weniger "Aussetzern".

Setze statt Twindexx (Bombardier/DB Regio) vielleicht KISS (Stadler/HLB), dann
kommt man der Sache ggf. schon etwas näher ...

Viele Grüße
H.-P.

Benutzeravatar
Dieselpower
Oberamtsrat A13
Beiträge: 1646
Registriert: Di 24. Dez 2013, 00:34

Re: Erfahrungen mit der RB21 (WI-LM) ?

Beitragvon Dieselpower » Di 6. Mär 2018, 18:43

Ich hoffe sehr, daß die Twindexx sich schnell bewähren - wir warten im Siegtal sehnsüchtig auf die freigesetzten Dosto-Züge und die 146...
Die Hamsterbacken sind eine einzige Zumutung! Aber das ist ja OT!
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
Albert Einstein
"Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich...!"
Konrad Adenauer

Lw
Hauptschaffner A4
Beiträge: 110
Registriert: Sa 28. Nov 2015, 10:31

Re: Erfahrungen mit der RB21 (WI-LM) ?

Beitragvon Lw » Mi 7. Mär 2018, 06:58

Kurze Frage: Was ist denn "OT"?
Danke im Voraus!

Notfallmanager
Schaffner A2
Beiträge: 47
Registriert: So 17. Jul 2016, 14:29

Re: Erfahrungen mit der RB21 (WI-LM) ?

Beitragvon Notfallmanager » Mi 7. Mär 2018, 09:27

OT = Off Topic!
Also die Kollegen von DB Regio, die auf den Twindexx-Triebwagen Einweisung hatten, ahnen Schlimmes! Das Zugbegleitpersonal kann quasi keine Schaltschranktüre mehr öffnen, ohne dass der Zug eine Zwangsbremsung bekommt, weil die Elektronik einen sicherheitsrelevanten Eingriff in die Technik identifiziert. Die Behindertenrampen müssen wieder als Bohlen von Hand aus einem Schrank gewuchtet werden, was sehr zeitintensiv ist und kurze Reparaturen während der Fahrt und sei es nur an der Zugtoilette, sind de facto nicht mehr möglich. Geht etwas kaputt, muss das Fahrzeug in die Werkstatt. Es bleibt also spannend.

Holger Schäfer
Amtsrat A12
Beiträge: 1048
Registriert: Mo 25. Jul 2005, 07:43
Kontaktdaten:

Re: Erfahrungen mit der RB21 (WI-LM) ?

Beitragvon Holger Schäfer » Mi 7. Mär 2018, 14:43

Also gestern 17.33 fuhr der frisch gewaschene VT 302 (Desiro) von Niedernhausen nach Wiesbaden.

Zum OT: da hoffe ich doch, dass uns die Dostos noch ein paar Jahre erhalten bleiben, von mir aus auch mit der 43. Auf irgendwelche störanfälligen Triebwagen, die jetzt schon ausfallende oder reduzierte Züge bedeuten, habe ich vor Eintritt ins Rentenalter keine Lust mehr.
Gruß aus dem Lahntal

Holger

Benutzeravatar
Dieselpower
Oberamtsrat A13
Beiträge: 1646
Registriert: Di 24. Dez 2013, 00:34

Re: Erfahrungen mit der RB21 (WI-LM) ?

Beitragvon Dieselpower » Mi 7. Mär 2018, 18:18

Naja, um noch mal OT zu bleiben, und das "Tal-Elent" an der Sieg noch einmal zu erwähnen....

Ich müßte mich schon sehr täuschen, wenn ich letztes Jahr nicht bei mehreren meiner zahlreichen Reisen nach Bielefeld (das es ja angeblich gar nicht gibt) in Hamm beim Stillstandsmanagement (Auf so einen Ausdruck kann nur die DB kommen!) zahlreiche Dostos hätte herumgammeln gesehen. Theoretisch müßte für den Luxus halbwegs gescheiter Züge an der Sieg niemand auf seine gewohnten bewährten Wagen verzichten - wieder einmal eine Frage von "bad will"! Hier zusammengepferchte Fahrgäste in völlig fehlkonstruierten rollenden Sardinenbüchsen (Hauptsache Wickeltisch und Handysteckdosen... :roll: ), dort vergammelnde geeignete Züge...mir wäre jeder Uralt-Dosto 1000x lieber als die jaulenden, ruckelnden und immer seltsam faulig stinkenden (was auch immer das ist) 442! N-Wagen gehören ja leider inzwischen wohl endgültig ins Reich der Träume der Ewiggestrigen!
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
Albert Einstein
"Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich...!"
Konrad Adenauer


Zurück zu „Taunus“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste