Aktuelles zur Hunsrück-Querbahn

3021
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Re: Aktuelles zur Hunsrück-Querbahn

Beitrag von 3021 »

Nun ja... kann wohl jeder machen wie er will.

Für das Planfeststellungsverahren sehe ich diese Nachricht mehr als kritisch, da die Regierung jetzt noch mehr auf die Bremse gehen wird, falls dies überhaupt noch möglich ist.

Die Bestrebungen der WRS auf dem Hunsrück habe ich ja schon mehrfach kommentiert. Für mich ist Güterverkehr auf der Strecke relativ sinnfrei. Auch die Gedanķen Unschlagplatz Zolleiche... Rotterdam-Genua-Idee dürfte auf eingleisiger Strecke nicht zielführend sein. Aber nun ja... siehe oben 😉
Hunsrücker
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Re: Aktuelles zur Hunsrück-Querbahn

Beitrag von Hunsrücker »

Weiter Bewegung beim Thema Hunsrückbahn

Pressemitteilung von MdB Joe Weingarten (SPD) und MdL Helmut Martin (CDU) zu möglicher Reaktivierung Klares Signal des Bundesverkehrsministers zugunsten der Reaktivierung fehlt noch.“ Das schreibt MdB Joe Weingarten (SPD). „CDU verspricht bei Reaktivierung der Hunsrückbahn Landesförderung für den Lärmschutz.“ Das schreibt Helmut Martin (CDU). Beides zeigt: Beim Thema Hunsrückbahn scheint weiter Bewegung. Auch nach dem 14. März.

Joe Weingarten: „Eine Förderung des Personenverkehrs auf der Hunsrückquerbahn zwischen Langenlonsheim und Hermeskeil aus Mitteln des Bundes nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz ist möglich. Das hat der Beauftragte der Bundesregierung für den Schienenverkehr, Staatssekretär Enak Ferlemann, zugesagt. Voraussetzung ist, dass der Nachweis der Gesamtwirtschaftlichkeit vorliegt. Wie das aber genau berechnet werden soll, bleibt offen. Die Rahmenbedingungen für künftige Nutzen-Kosten-Kalkulationen muss für eine Bundesförderung im Sinne des ländlichen Raumes offener gestaltet werden, damit auch dort Personen- und Güterverkehr wieder verstärkt möglich wird. Das Bundesverkehrsministerium hat dazu noch keine klare Aussage getroffen: Das Berechnungsverfahren der Wirtschaftlichkeit wird weiterentwickelt und fortgeschrieben, sagt das Ministerium. Es weist ausdrücklich darauf hin, dass die Finanzierungsregelungen mittlerweile auch außerhalb von Verdichtungsräumen eine gute Basis für den Einsatz von Bundesmitteln geben, und zeigt die notwendigen nächsten Schritte auf. Voraussetzung für die Reaktivierung einer Schienenstrecke ist, dass für diese Strecke ein Bedarf nachgewiesen wird. Für die Hunsrückquerbahn ist dafür der Beleg, dass eine langfristige Bestellung von Schienenpersonennahverkehr durch den in Rheinland-Pfalz zuständigen Träger, hier der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr RLP Nord, erfolgt. Sofern das Land diesen Schritt geht, ist eine anteilige Finanzierung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz möglich.“ Weingarten weiter: „Ich fordere alle Beteiligten auf, die Schritte zu einem regelmäßigen Personenverkehr von der aktuellen Diskussion um die Rahmenbedingungen des Güterverkehrs auf der Hunsrückquerbahn durch WRS zu trennen: Beides dient der Reaktivierung, aber das sind zwei verschiedene Prozesse.“Helmut Martin: Die Landes-CDU sei seinem Vorschlag gefolgt und werde den Lärmschutz im Zuge der Reaktivierung auch der Hunsrückbahn fördern, so Martin: „Die Aufnahme dieser Regelung in unser Regierungsprogramm ist ein wichtiger Durchbruch für die Bürger an der Hunsrückbahnstrecke. Während sich die aktuelle Landesregierung nicht festlegt und nur auf Bundeszuständigkeiten verweist, setzt die CDU ein klares Zeichen: Anstatt die Bürger weiter unter Unsicherheiten leiden zu lassen, muss auch das Land Verantwortung übernehmen. Zuletzt wurden Martins Kleine Anfragen an die Landesregierung oftmals mit Verweisen auf andere zuständige Stellen beantwortet: Das Land weiß nichts und gibt nichts – frag' den Bund! So klangen meist die Antworten aus Dreyers Landesregierung, allen voran des zuständigen Wirtschaftsministers Wissing. Es ist oftmals ein schwieriges Unterfangen, belastbare Aussagen aus dem Regierungsapparat zu erhalten. Im Regierungsprogramm der Landes-CDU gibt es ein klares Bekenntnis für den Schutz der Bürger. Bei der Ertüchtigung von Bahnstrecken zur Wiederaufnahme von Verkehren werden wir passiven Lärmschutz fördern, auch wenn der aufgrund von Bestandsschutzregeln rechtlich nicht vorgeschrieben ist.“
jojo54
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Nach den Wahlen ist alles vergessen. Deshalb: Leere Ankündigungen, mehr nicht.

Beitrag von jojo54 »

Zunächst einmal besten Dank für den Beitrag und die dort zu lesenden Aussagen.

So kurz vor der Landtagswahl ist es hochinteressant, die Aussagen, Pressemitteilungen und Ankündigungen der Parteien und Landtagsabgeordneten zu kommunizieren. Das geht bereits seit vielen Jahren so und nach der Wahl ist (fast) alles vergessen.

Doch wie sieht die Realität im Hunsrück aus ?

Wie oft war seit Dezember 2020 ein Holzzug in Stromberg und in wieweit sind Instandsetzungsarbeiten bis Büchenbeuren oder Morbach angelaufen?

Wieviele frühere Bahnkunden wollen auf die Schiene zurück? Gibt es da konkrete Informationen?

Nachdenkliche Grüße!
jojo54
Hunsrücker
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Re: Aktuelles zur Hunsrück-Querbahn

Beitrag von Hunsrücker »

Wie das so ist bei Politikern. Vor der Wahl wird immer groß getrommelt. Nach der Wahl gilt es eben, die gewählten an ihre Wahlversprechen zu erinnern.

Was ich zum Stand der Dinge in Sachen WRS weiss: Seit der Probefahrt am 14.12.2020 hat sich auf der Strecke nichts mehr getan. Es bringt denen nichts, wenn sie nur bis Stromberg fahren dürfen. Da deren potenziellen Kund weiter oben auf der Strecke zu Hause sind. (Norbach) Das Holz mit LKW von Morbach nach Stromberg zu bringen und dort zu verladen wäre zu Aufwendig. Die Probefahrt diente in erster Linie dazu, Die Lokführer mit der Strecke vertraut zu machen, und vor allem Präsenz zeigen gegenüber DB Netz.

DB Netz hat ja bekanntlich den Abschnitt Stromberg-Büchenbeuren bis Dezember 2021 gesperrt. WRS lässt vom EBA prüfen, ob diese Sperre rechtens ist. Getan hat sich bisher noch nichts auf diesem Abschnitt. Im Bauplan von DB Netz ist zur Zeit auch noch nichts eingetragen. Ein Bekannter von mir, der bei DB Netz arbeitet, hat mir gesagt, wenn man wollte dann könnte man diesen Abschnitt locker in 3 Monaten sanieren. Es kann sich auch niemand erklären warum DB Netz so auf Zeit spielt.
Dann weiss ich noch, daß WRS den Abschnitt Büchenbeuren-Morbach-Hermeskeil pachten möchte. Hierzu laufen Verhandlungen mit DB Netz.

Aus einem Bericht der Pressesprecherin von WRS habe ich gelesen, daß sie mit mehreren Firmen entlang der Strecke, auch mit dem neuen Recyclingwerk in Hermeskeil, und mehren Firmen aus dem Wittlicher Raum in Verhandlungen stehen. Zu dem genauen Stand der Verhandlungen wollte sie nichts sagen.
Zu Abschlüssen kann es ja auch erst kommen, wenn Planungssicherheit besteht. (Ab wann kann die Strecke befahren werden)
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