Pro Hochwald- & Hunsrückbahn

Strecke Emmelshausen - Boppard und das Hunsrückbahnmuseum.
Horst Heinrich
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Re: Pro Hochwald- & Hunsrückbahn

Beitragvon Horst Heinrich » Sa 17. Okt 2015, 22:48

Ich gebe Dir weitgehend recht, Bernd, was die Uneinigkeit wegen der Partikularinteressen betrifft und auch in Sachen Häuptlinge und Indianer. Hier versucht doch im Prinzip jeder, sein Süppchen zu kochen, seine Privatvisionen zu verwirklichen und ein Stück weit sein Hobby zu pflegen.

Wer von all den Initiativlern steht denn wirklich bedingungslos hinter dem Lückenschluß der geschundenen Strecke, ihrer Ertüchtigung in Richtung kompromißloser Wiederbefahrbarkeit, ihrem Ausbau hin zu einem ersten, z.B. für den Nationalpark nutzbaren öffentlichen Verkehr, zu dem Netzanschluß auf beiden Seiten? Mir fällt da bisher nur Erhard ein, der unermüdlich von Klinke zu Klinke rennt um auf die Bedeutung der Strecke auch in der Zukunft hinzuweisen, auf ihr enormes Potential für die langfristige Verkehrserschließung der Region, für ein Verkehrskonzept, das in überregionale Planungen eingebunden ist.

Den Entscheidungsträgern muß klar werden, daß hier nicht ein paar Eisenbahnenthusiasten ihre Tagträume auf Kosten des Steuerzahlers realisieren wollen, sondern daß hier ein nicht hoch genug zu schätzendes Stück Infrastruktur langfristig gesichert werden sollte und daß das genau auch Aufgabe der Kommunen und des Staates ist.

Über die Folgenutzung jeder noch so unbedeutenden Bundeswehrliegenschaft am Arsch der Hunsrücker Wälder zermartern sich mehr Politikerhirne den Kopf als über die Zukunft einer zwei Bundesländer, mehrere Landkreise und zahlreiche Kommunen verbindenden Bahnstrecke, die zu errichten heute -vorsichtig geschätzt- 500 Millionen Euro verschlingen würde.
Woran liegt das?
Unter anderem daran, daß die versammelten Eisenbahnfreunde kein politisch mehrheitsfähiges Gesamtkonzept zu präsentieren haben, sondern weitgehend den Eindruck von Märklineisenbahnern hinterlassen, die trotzig mit ihren Spielzeugen herumfahren wollen.
Damit kann man bei Entscheidungsträgern und Bevölkerung keinen Blumentopf gewinnen - man kann sich nur mitleidiges Lächeln oder aber höfliches Abwiegeln einfangen.

Auch insofern gebe ich Dir recht, Bernd. Es müßten einmal alle an einen Tisch, manche Liebhaberei sollte man erst einmal zu den Akten legen und versuchen, gemeinsam diese GESAMTSTRECKE zu erhalten - kompromißlos und unerbittlich.
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

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Markus Göttert
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Re: Pro Hochwald- & Hunsrückbahn

Beitragvon Markus Göttert » So 18. Okt 2015, 06:47

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