Eifelquerbahn

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reinout
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Re: Hat die Eifel-Querbahn überhaupt noch eine Chance ?

Beitragvon reinout » Mo 11. Jan 2016, 15:04

Es ist jetzt 11. Januar 2016. Also der letzte Plantag Mayen-Gerolstein war heute genau 25 her. 11 Januar 1991.

Als Erinnerung zwei URLs: http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?17,6713375 und http://www.pro-schiene.de/Eifelquerbahn/Eifelquerbahn1990_91.html


Reinout
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Bau meiner Eifelquerbahn-orientierte Modellbahn: Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970
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Westeifelbahner
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Re: Hat die Eifel-Querbahn überhaupt noch eine Chance ?

Beitragvon Westeifelbahner » Mo 11. Jan 2016, 16:23

DANKE für diese Erinnerung. Es ist schön, dass du daran gedacht hast.

Unvergessen das Datum, präsent die Erinnerung - als sei es "neulich" gewesen.

Viele Beteiligte dieser letzten Fahrten leben leider nicht mehr - Abschied.

Gruß Westeifelbahner

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Mayen West
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Re: Hat die Eifel-Querbahn überhaupt noch eine Chance ?

Beitragvon Mayen West » Sa 6. Feb 2016, 12:09

jojo54 hat geschrieben:
Sollten die Angaben in der Zeitung wirklich stimmen, dann würde die Eifel-Querbahn für den Ausflugsverkehr wieder reaktiviert.
Kosten ca. 19 Mio. €

Sorry, das muss richtig heißen: 13 Mio €. Die 19 Mio sind für eine andere Maßnahme.



Also ich glaube erst dann daran wenn an der Pelmer-"Behelfsbrücke" eine Baustelle zum Abbruch und Neubau derselbigen eingerichtet wird!
Auf Papier ist in den vergangenen Jahren viel geschrieben worden. Solange keine Taten folgen ist das Projekt so ziemlich tot - mausetot!!!

Gruß,
Mayen West

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Re: Hat die Eifel-Querbahn überhaupt noch eine Chance ?

Beitragvon Westeifelbahner » Sa 6. Feb 2016, 20:54

Meines Wissens sind alle Aktivitäten zur Reaktivierung der Eifelquerbahn mehr oder weniger zum Erliegen gekommen.

Wenn ich mich irre: Gerne korrigieren - ich würde mich freuen.

Wenn, dann wäre eine Renaissance des Schienenbusverkehrs sicherlich über die Kyllbrücke in Lissingen eher denkbar - go west!

Gruß Westeifelbahner

jojo54
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Re: Hat die Eifel-Querbahn überhaupt noch eine Chance ?

Beitragvon jojo54 » Sa 20. Feb 2016, 17:16

Am Freitag, 26.02.2016, findet um 18:30 Uhr im Lokschuppen von Gerolstein eine Informationsveranstaltung der grünen Landtagsfraktion u. a. zur Eifel-Querbahn statt.

Linkhinweis aus dem Trierischen Volksfreund.

http://www.volksfreund.de/nachrichten/r ... 69,4439406

Vielleicht hat aus dem Forum jemand Interesse und geht dorthin.

MfG
jojo54

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Re: Hat die Eifel-Querbahn überhaupt noch eine Chance ?

Beitragvon Westeifelbahner » Sa 20. Feb 2016, 19:55

Nichts für meine Nerven.

Wenn ich schon die Frage lese: "Welche Position vertreten Bündnis 90/Die Grünen?" hab ich schon genug gehört.

Schade, dass man derartigem Wahlkampfgedöns noch eine Bühne gibt.

Vor der letzten Wahl war die Reaktivierung der Efq im RLP-Takt 2015 vorgesehen und der Ausflugsverkehr lief.

Nach einer einzigen rot-grünen Regierungsperiode ist das Thema Reaktivierung mausetot, die Strecke längst gesperrt und von der Natur teils zurückerobert und ein tragfähiges Finanzierungskonzept nicht absehbar.

Nein, da interessiert mich nicht mehr, welche Position man "vertritt" - am Ende des Tages zählt nun mal auch, was man erreicht hat - oder auch nicht.

Gruß Westeifelbahner

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Re: Hat die Eifel-Querbahn überhaupt noch eine Chance ?

Beitragvon Horst Heinrich » Sa 20. Feb 2016, 20:02

jojo54 hat geschrieben:Am Freitag, 26.02.2016, findet um 18:30 Uhr im Lokschuppen von Gerolstein eine Informationsveranstaltung der grünen Landtagsfraktion u. a. zur Eifel-Querbahn statt.

Danke, Joachim, für diesen Hinweis.
Ich will jetzt aber nicht wieder lästern, ich sehe hier nur die Fortsetzung aus den letzten fünf Wahlkämpfen, wo außer der Produktion von lauwarmer Luft, um vielleicht noch ein paar unentschlossene Wähler dummzuschwätzen, nichts passiert ist.
Ansonsten teile ich @Westeifelbahners Ausführungen.
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

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Re: Hat die Eifel-Querbahn überhaupt noch eine Chance ?

Beitragvon Westeifelbahner » Sa 20. Feb 2016, 20:22

Was die Efq angeht: Hier haben sich durchaus einige grüne Kommunal- und Landespolitiker seit den 90er Jahren sehr engagiert. Ich habe dies immer sehr zu schätzen gewusst. Auch dann, wenn es nichts brachte. Solange man nicht in der Regierungsbeteiligung war, war man auch für die Landespolitik nicht verantwortlich zu machen.

Jetzt ist man es aber (und hat es offenbar immer noch nicht richtig wahrgenommen, wenn ich das als persönlichen Kommentar zumindest in der Klammer hinzufügen darf. Ich als potenzieller Wähler würde erwarten zu erfahren, was man de facto getan und erreicht hat - und nicht nach einer Regierungsperiode wieder nur zu hören, was man tun würde, wenn alles anders wäre...Um mich als Wähler zu gewinnen, müsste man auch selbstkritisch Fehler eingestehen - und nicht rosarote Wolken an den Himmel malen).

Fakt ist, dass in die Zeit der sozial-liberalen Landesregierung die Reaktivierung Kaisersesch - Mayen West ermöglicht wurde und die "Rettung" der Saison 2003, als kurzfristige Sanierungsmaßnahmen notwendig geworden waren.

Fakt ist, dass in der Zeit der absoluten SPD-Mehrheit ein Millionenbetrag aus dem Landeshaushalt in die Sanierung Ulmen - Kaisersesch ging und die Reaktivierung der Efq für 2015 verabschiedet wurde.

Fakt ist, dass ich nicht wüsste, welche Maßnahmen der Landesregierung zu Gunsten der Efq in den letzten Jahren erfolgt sein sollten...

Gruß Westeifelbahner

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Re: Hat die Eifel-Querbahn überhaupt noch eine Chance ?

Beitragvon Rolf » So 21. Feb 2016, 09:41

Sehr erhellend!

Um die Bundesebene nicht zu vergessen: Fakt ist auch, dass die rotgrüne Bundesregierung 1999 Hartmut Mehdorn zum DB-Chef einsetzte, was man kaum als Glücksfall für die Bahn betrachten kann. Im Gegenteil, man hat ihn ungestört "sanieren" lassen und er ist dann erst nach dem Ende der rotgrünen Regierungszeit entlassen worden, um bei Airberlin und am Flughafen Berlin ähnlich erfolgreich zu wirken. Zuvor hat er übrigens Heidelberger Druck durch Zukäufe aufgebläht und an den Rand des Ruins geführt. Es wird wohl für immer ein Rätsel bleiben, was Rotgrün 1999 bewogen hat, dieses einzigartige Multitalent zum Bahnchef zu küren und ihn ungehindert wüten zu lassen.

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Re: Hat die Eifel-Querbahn überhaupt noch eine Chance ?

Beitragvon Westeifelbahner » So 21. Feb 2016, 12:03

Ja, Personalentscheidungen und Personalführung spielen auch eine große Rolle. Man darf nicht vergessen, dass immer sehr vieles über die Verwaltungsebene in den Ministerien läuft. Mehr will ich dazu hier lieber nicht schreiben. Wurde aber ja teilweise hier auch schon früher mal diskutiert.

Gruß Westeifelbahner

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Re: Hat die Eifel-Querbahn überhaupt noch eine Chance ?

Beitragvon Horst Heinrich » Mo 22. Feb 2016, 14:04

ivie0810 hat geschrieben: Man hat sie gewähren lassen, weil man es so wollte!


Einspruch, ...weil man überhaupt keine Ahnung von nichts hatte.

Helmut Kohl hatte noch -nach fast 50 Jahren an vorderster Front der rheinland-pfälzischen und bundesdeutschen Politik- qualifizierte Fachleute aus jedem Fachgebiet verteilt über die ganze Bundesrepublik sitzen, die ihm zuarbeiteten und auf deren qualifiziertes Urteil er sich verlassen konnte.

Die Regierung Schröder hatte einen bunt zusammengewürfelten Haufen von Losern, vom 3er-Examensjuristen Schröder aus dem zweiten Bildungsweg bis hin zum Steinewerfer Joschka Fischer.

Die Wirtschaftsführer Deutschlands haben nur auf ein solches Dilettanten-Sammelsurium gewartet, um die deutschen Politiker endgültig am Nasenring über den Tisch zu ziehen. Ab 1998 gab es praktisch keine Politik des kleinen Mannes mehr, sondern eine Politik der großen Herren aus dem Off heraus. Die Wirtschaftsführer haben ihre Wäsche gebügelt, die Regierung hat sie in den Schrank gesetzt.

Schon vor über 40 Jahren hat der unvergessene Heinz Schubert alias Alfred Tetzlaff, als ein gewisser Herbert Karl Frahm als Willy Brandt den Bundeskanzler spielte, resümiert:

"Da besteht doch wohl ein kleiner Unterschied, ob ich mir die Ansprache von einem gelernten Staatsmann ansehe, wie das früher der Fall war, oder ob ich mir von diesem Laienprediger was vorschwindeln lasse, den die sich jetzt da als Bundeskanzler halten"

Um zur Eifelquerbahn zurückzukommen:
Selbst wenn es in der rheinland-pfälzischen rot-grünen Regierung eine Mehrheit gäbe, sie in voller Länge zu reaktivieren:
In der Eifel kann man damit nur Stimmen verlieren, denn es werden sich 80% der Bürger dagegen aussprechen, hierfür Steuermittel zu verschwenden, weil die Bürger hier andere Projekte auf dem Wunschzettel haben, die ihnen bedeutend wichtiger sind als eine marode Bahnstrecke.
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

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Re: Hat die Eifel-Querbahn überhaupt noch eine Chance ?

Beitragvon jojo54 » Mo 22. Feb 2016, 20:05

Weder von der (Lokal-) Politik, noch von der örtlichen Bevölkerung hat jemand Interesse an der Eifel-Querbahn.

Wo blieb der Aufschrei, als damals die Betriebseinstellung kommuniziert wurde ? Man hat sich mit allem abgefunden.
Die haben alle Angst vor den Kosten. Deshalb wird dort in den nächsten Jahren nichts geschehen. Die Natur holt sich das zurück, was ihr einst genommen wurde.

Da hilft auch grünes Geschwätz nicht weiter. Zudem sollte man erst mal die Wahlen abwarten.

MfG
jojo54


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