Aartalbahn (Diez - Zollhaus)

jojo54
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Aartalbahn (Diez - Zollhaus)

Beitragvon jojo54 » Fr 10. Jul 2015, 08:22

Hier eine Kopie von einem Beitrag aus der Rhein-Zeitung, Teilausgabe Aartal, vom 10.07.2015

Zug für die Aartalbahn bald abgefahren?

Verkehr Strecke wird nicht an neues elektronisches Stellwerk in Diez angeschlossen – Land wartet auf Nutzen-Kosten-Analyse

Von unserem Redakteur

Andreas Galonska

M Diez/Aar. Eigentlich sollte die Aartalbahn auf der rheinland-pfälzischen Seite schon längst wieder rollen und Menschen von Zollhaus bis nach Diez und weiter nach Limburg bringen, doch hat sich das Vorhaben verzögert, weil eine neue Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) in Auftrag gegeben worden ist, deren Ergebnis noch aussteht. Befürworter des Projekts, wie der Arbeitskreis Aartalbahn, sind davon ausgegangen, dass der Anschluss von Signalen und Weichen der Aarstrecke an das neue elektronische Stellwerk Untere Lahn in Diez unabhängig von der NKU erfolgt, aber das sieht mittlerweile anders aus.

Auf Anfrage der RLZ erklärt Joachim Winkler, Pressesprecher des Ministeriums des Inneren, für Sport und Infrastruktur, dass das Stellwerk zunächst ohne den Anschluss in Richtung Aartal auskommen muss. „Um die Aartalbahn reaktivieren zu können, ist die Vorlage einer positiven Nutzen-Kosten-Untersuchung erforderlich, die wiederum auf verlässlichen Kostenangaben beruhen muss“, erklärt Joachim Winkler. Mit dem Ergebnis der NKU – frühere Untersuchungen sind positiv verlaufen – wird im Verlauf dieses Jahres gerechnet, erst danach könne über das weitere Vorgehen entscheiden werden. „Die Errichtung der für die Aartalbahn im Bahnhof Diez erforderlichen Anlagen kann daher nicht unabhängig von dem Ergebnis der NKU erfolgen“, führt der Pressesprecher des Infrastrukturministeriums weiter aus. Bei der Inbetriebnahme des elektronischen Stellwerks, die für August geplant ist, werden die Anschlüsse der Aartalbahn daher zunächst nicht berücksichtigt. „Planerisch sind sie aber vorbereitet und lassen sich nachrüsten“, fügt Pressesprecher Joachim Winkler an.

„Das heißt aus Sicht des Arbeitskreises Aartalbahn nicht, dass der Zug abgefahren ist“, betont dazu dessen Vorsitzender Manfred Nickel. Er erinnert sich an eine Aussage des früheren rheinland-pfälzischen Verkehrsministers Hendrik Hering aus dem Jahr 2007, der einen Anschluss der Aar an das elektronische Stellwerk unabhängig von der NKU befürwortet habe. Damals ist ein späterer Anschluss der Aartalbahn als zu teuer bezeichnet worden. „Was damals gesagt wurde, das ist vielleicht nicht ganz eingehalten worden“, schätzt Manfred Nickel. Nun könne eben dieser spätere Anschluss nach der Einschätzung des Ministeriums doch erfolgen. „Wir vom Arbeitskreis Aartalbahn arbeiten weiter an der Reaktivierung der Strecke und warten derzeit wie das Kaninchen vor der Schlange auf die neue NKU“, hebt Manfred Nickel hervor. Falls es nicht zu einem positiven Ergebnis der NKU mit einem Wert von mehr als 1 kommen sollte, dann sieht er den öffentlichen Personennahverkehr im Aartal auf dem absteigenden Ast. „Die Mittel für den Zug sind da, die Verkehrsleistung ist erstellt, der Auftrag vergeben, und die Fahrpläne liegen vor“, unterstreicht Manfred Nickel. Er warnt davor, dass der Landesrechnungshof die Aartalbahn in die gleiche Kategorie wie den Freizeitpark am Nürburgring steckt, denn hier gehe es nicht um Verschwendung, sondern um den sinnvollen Einsatz von Mitteln. „Ohne die Aartalbahn wird eine Region plattgemacht“, mahnt Manfred Nickel.

MfG
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Zuletzt geändert von jojo54 am Mo 25. Jan 2016, 19:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Neues Stellwerk in Diez ohne Aartalbahn ?

Beitragvon Dieselpower » Fr 10. Jul 2015, 09:16

Für das Geld, was Analysen, Einschätzungen und sonstiger Schwachsinn von sogenannten "Experten" bereits an Geldern verschlungen hat, könnte man vermutlich den Betrieb nicht nur wieder aufnehmen, sondern über Jahre sichern... :roll:
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Re: Neues Stellwerk in Diez ohne Aartalbahn ?

Beitragvon Horst Heinrich » Fr 10. Jul 2015, 10:38

Wer sich mit solchen NKU's einmal richtig befaßt, erkennt recht bald, daß sie nur als Alibi dienen, ein Projekt entweder zu realisieren oder fallenzulassen. Ihr Aussagewert läßt sich auf den einfachen Nenner herunterbrechen "Es kommt darauf an...".
Und wieder wird eine Crux unserer heutigen Politik deutlich: Anstatt zu gestalten und zu handeln versteckt man sich hinter Zahlenkolonnen und Gutachten.
Entweder man begreift die Aartalbahn als nachhaltige Infrastrukturmaßnahme und reaktiviert sie schnellstmöglich oder man läßt es sein - diese Entscheidung kann den Damen und Herren "Volksvertretern" keiner abnehmen, egal wieviel NKU's man noch in Auftrag gibt.
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

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Re: Neues Stellwerk in Diez ohne Aartalbahn ?

Beitragvon jojo54 » Do 14. Jan 2016, 20:27

Nach einem Beitrag aus der Rhein-Zeitung, Teilausgabe Aartal und Diez, vom 14.01.2016 gibt es mittlerweile zwei Berechnungen über die Sanierungskosten des Teilstücks Diez - Zollhaus.

Diez - Zollhaus: 19 Mio €
Diez - Hahnstätten: 17 Mio. €

Mit der Bekanntgabe der lange erwarteten Wirtschaftlichkeitsberechnung wird im ersten Quartal 2016 gerechnet.
Sollte diese positiv ausfallen, dann wäre eine Betriebsaufnahme zum Jahresfahrplan 2017 /2018 denkbar.

MfG
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Re: Neues Stellwerk in Diez ohne Aartalbahn ?

Beitragvon Dieselpower » Do 14. Jan 2016, 22:36

Tja und während bei uns noch Analysen erstellt werden, sich nutzlose Klugscheißer immer und immer wieder an den selben Projekten bereichern dürfen, wurden in anderen Ländern sogar die Trassen von seit Jahrzehnten abgebauten Strecken wieder zurückgekauft, verfüllte Einschnitte wieder freigelegt, zurückgekaufte Häuser auf der Trasse abgerissen und Tunnels unter neuen Straßendämmen hindurch gebaut. Kann jeder nachlesen...Scottish Borders Line - Teileröffnung war im September - Fahrplanangebot im 30-min.Takt - weitere Reaktivierung und Lückenschluß bis Carlisle bereits in die Wege geleitet - Züge mittlerweile (trotz des Taktes) in der HVZ überfüllt...

50 km (!) neu wiederaufgebaute Strecke mit 42 neuen und 95 aufgearbeiteten Brückenbauwerken, zwei wieder aufgearbeitete und ein neuer Tunnel sowie Erdbewegungen von 1,5 Mio. t Masse - Nach zwei Jahren fuhr der erste Planzug! Und das war denen satte £ 294 Mio. wert! Das sind über 390 Mio. Teuro....
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Re: Neues Stellwerk in Diez ohne Aartalbahn ?

Beitragvon Horst Heinrich » Fr 15. Jan 2016, 12:57

Dieselpower hat geschrieben: Und das war denen satte £ 294 Mio. wert! Das sind über 390 Mio. Teuro....


Dafür bekommt man in Rheinland-Pfalz gerade einmal eine vierspurige Moselbrücke nebst Zu- und Ableitungen.
Aber das ist alles eine Frage der politischen Grundsätze.
Das eine ist nachhaltig-ökologisch, das andere rot-grüne Realität.
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Re: Neues Stellwerk in Diez ohne Aartalbahn ?

Beitragvon jojo54 » Sa 16. Jan 2016, 09:58

Am 16.01.2016 befasst sich die Rhein-Zeitung in ihrer Teilausgabe für das Aartal und Diez mit der geplanten Reaktivierung der Aartalbahn. Dieser Beitrag lässt sich nur gegen Bezahlung lesen.

Den Link stelle ich wegen der Aktualität trotzdem hier mal ein.

http://www.rhein-zeitung.de/region/loka ... 27278.html

MfG
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Re: Neues Stellwerk in Diez ohne Aartalbahn ?

Beitragvon Horst Heinrich » Sa 16. Jan 2016, 12:10

Hier der Rhein-Zeitungs-Artikel - ich habe ihn mal kopiert.

Aartalbahn: Warten auf Ergebnis der Untersuchung
Aar. Mit aktuellen Zahlen zu den Kosten für die Reaktivierung der Aartalbahn überraschte beim Neujahrsempfang der Aar-SPD der Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Innenministerium, Randolf Stich.

Bereits vor 33 Jahren zeigte die Deutsche Bundesbahn mit einer Fahrt von Wiesbaden nach Diez und zurück, wie moderner Nahverkehr im Aartal hätte aussehen können. Am 1. Dezember 1982 quittierten die Reisenden die ungewohnten Stationsansagen in dem Triebwagen mit Applaus.
Foto: Andreas Tscharn - Andreas Tscharn

(Das Foto habe ich weggelassen - es zeigt einen Triebwagen der Baureihe 614)

Von unserem Mitarbeiter Hans-Peter Günther

19 Millionen könnte die Wiederinbetriebnahme der Strecke zwischen Diez und Zollhaus insgesamt kosten. Zahlen, die die Diskussion um die 1986 stillgelegte Aartalbahn anheizen. Dabei könnten im rheinland-pfälzischen Abschnitt der Aartalbahn die roten Triebwagen der Lahn-Eifel-Bahn bereits seit Dezember 2014 an sieben Tagen die Woche und im Stundentakt unterwegs sein.
Seit diesem Zeitpunkt und noch bis zum Dezember 2030 gilt der Vertrag zur Bedienung der Strecke zwischen Limburg, Diez und Zollhaus mit DB Regio Südwest. Dass die Anwohner die Gesamtstrecke immer noch nicht in gut 20 Minuten zurücklegen können, liegt an der vom Land Rheinland-Pfalz in Auftrag gegebenen, inzwischen vierten Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU). Den Auslöser bildeten Bürger aus Holzheim, einer Gemeinde, für die erstmals in der 145-jährigen Geschichte der Bahn ein Haltepunkt vorgesehen ist.
Obwohl bereits in den vorangegangenen NKUs ein für die Gewährung von Fördermitteln positiver Wert über 1,0 erreicht wurde, der besagt, dass der volkswirtschaftliche Nutzen der Wiederaufnahme des Schienen-Personen-Nahverkehrs (SPNV) höher ist, als die Investitionen, wurden die Zahlen von Bürgern angezweifelt und der Landesrechnungshof eingeschaltet. Noch bevor dieser eine Aussage getroffen hatte, veranlasste das Innenministerium eine erneute und ergänzende Untersuchung. Um gegen alle weiteren Vorwürfe gefeit zu sein, haben sich alle an der Ausarbeitung beteiligten Akteure - sowohl aus dem Bereich der Verbandsgemeinden Diez und Hahnstätten als auch der auf Infrastrukturprojekte spezialisierten Mainzer Niederlassung des Ingenieurbüros Pöyry Deutschland GmbH - viel Zeit gelassen für eine hieb- und stichfeste Bewertung aller Kosten, die in die abschließende, von der "PTV Transport Consult" aus Karlsruhe vorzulegende, Nutzen-Kosten-Untersuchung einfließen. Nach aktuellem Stand sollen die Zahlen noch vor dem Termin der Landtagswahl veröffentlicht werden.
Im Gegensatz zu früheren Einschätzungen vonseiten des Zweckverbands SPNV Rheinland-Pfalz Nord, der sich für eine komplette und kostenintensive Erneuerung des Gleisoberbaus der kommunalen Strecke aussprach, hat die genaue Begutachtung eine preiswertere Lösung erbracht. Da der erste Abschnitt der Aartalbahn schon beim Bau als Hauptbahn konzipiert war, kann die Streckengeschwindigkeit auf 80 Stundenkilometer angehoben werden. Dies eröffnet die Chance zu einem stabilen Fahrplan im Stundentakt trotz des stets erforderlichen Richtungswechsels im Bahnhof Diez. Da alle Überwege technisch gesichert werden müssen, wurden alle Möglichkeiten genutzt, um bei maximaler Sicherheit die Kosten so weit wie möglich zu reduzieren.
Den Haushalt des Rhein-Lahn-Kreises würde die Reaktivierung der Aartalbahn um deutlich mehr als 100 000 Euro im Jahr entlasten. Zustande kommen die verringerten Beträge durch die teilweise Verlagerung von Busverkehren zu den weiterführenden Schulen in Diez, Hahnstätten und Limburg auf die Aartalbahn. Außerdem sorgt die Verkürzung der Reisezeit von Hahnstätten nach Limburg von 45 Minuten (mit dem Bus) auf 25 Minuten mit dem Zug für eine deutliche Verringerung des Zeitaufwands bei den Wegen zu Schulen und Arbeit.
Touristischer Nutzen
In den vergangenen Jahren konnte der sanfte Tourismus im Bereich des Aartals kontinuierlich gesteigert werden. Dazu beigetragen haben sowohl der Bau von Rad- und Wanderwegen als auch die Möglichkeit zu einer Erkundung des Tals, wie es früher nur Eisenbahnern möglich war - mit den Handhebel-Draisinen des Arbeitskreises Aartalbahn. Diese Attraktion wird es auch zukünftig im Aartal geben, beginnend am Endpunkt des Zugverkehrs in Richtung Hessen. Voraussichtlich ab 2017 soll mit dem Erlebnis- und Kulturgarten Hahnstätten ein weiteres attraktives Ziel im Aartal angeboten werden. Für dieses Projekt, in das die Investorengruppe um Christian Droop nach eigenen Angaben gut fünf Millionen Euro investieren wird, ist eine gute Anbindung über die Schiene ein ganz wichtiger Faktor. Weiter wird für den hessischen Fahrgastverband Pro Bahn & Bus der Erfolg der Reaktivierung zu wesentlichen Teilen von einem länderübergreifenden Tarif abhängen. Während inzwischen in allen aus dem Rhein-Lahn-Kreis nach Limburg fahrenden Buslinien der Tarif des Verkehrsverbunds Rhein-Mosel (VRM) und seit seiner Einführung das Rheinland-Pfalz-Ticket gilt, endet die Gültigkeit des VRM-Tarifs für die Züge am Bahnhof Diez. Umgekehrt lässt sich mit Fahrkarten des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) zwar Diez-Ost, nicht aber der Bahnhof Diez erreichen. Für Jürgen Lerch, den Leiter des Fahrgastverbandes Pro Bahn & Bus in Mittelhessen, hat die Erreichbarkeit des Bahnhofs Limburg zum VRM-Tarif höchste Priorität. Wünschenswert sei darüber hinaus eine Einbeziehung der Aartalbahn in den Tarif des Rhein-Main-Verkehrsverbundes.
Güterverkehr entlastet B 54
Für den Arbeitskreis Mobilität der Lokalen Agenda in Limburg und viele Bürger ist die Verlagerung der Kalkstein-Transporte aus dem Hahnstättener Merschelbruch zum Kalkwerk Steeden - von der Straße auf die Schiene - eines der wichtigsten Forderungen. Mit dem Bau der neuen Brecher- und Siloanlage in Hahnstätten wurden von der Firma Schaefer-Kalk die Voraussetzungen geschaffen, um das in Steeden für die Öfen benötigte Material zu optimieren. "Sofern auch zukünftig pro Jahr bis zu 250 000 Tonnen Kalksteine aus dem Bruch im Aartal im Werk in Steeden gebrannt werden, führt an der Verlagerung dieser Transporte auf die Schiene kein Weg vorbei", sagt Ulrich Meckel, Sprecher der Arbeitsgruppe in der Lokalen Agenda. Unabhängig davon hält Meckel die generelle Anbindung des größten Kalkproduzenten der Region an die Schiene an beiden Standorten für notwendig, denn so wäre für Schaefer eine stetige Belieferung eines der größten Kunden, der BASF in Ludwigshafen, auch bei Störfällen und besonderen Vorkommnissen möglich.


Anmerkung:
Was sagt der Artikel denn wirklich Brauchbares aus, außer daß hier ein SPD-Mann von einer SPD-Veranstaltung berichtet, auf der ein SPD-Mann aus Mainz den Bürgern Informationen mitbringt, die schon bekannt sind... :?
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Re: Neues Stellwerk in Diez ohne Aartalbahn ?

Beitragvon Dieselpower » Sa 16. Jan 2016, 14:07

Hmmmm, sicher, daß es ein 614 war, und kein Prototyp 628? Ich glaube mich an eine solche Fahrt zu erinnern, als Meldung, nicht selbst erlebt. Ist aber nur Killefitz! Nur der Ordnung halber... :wink:

Viel wichtiger wäre jedoch zu erfahren, was die 4 NKUs bis jetzt gekostet haben. Ich bin davon überzeugt, daß man dafür schon deutlich sichtbare Arbeiten hätte abliefern können!
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Re: Neues Stellwerk in Diez ohne Aartalbahn ?

Beitragvon jojo54 » Sa 16. Jan 2016, 18:44

In dem Beitrag ist der am 01.12.1982 fotografierte Triebwagen 628 102 vom Bw. Kempten an der Burg Ardeck zu sehen. Das Bild hat Andreas Tscharn aufgenommen.

Übrigens, das gleiche Fahrzeug war am Tag zuvor bei der Frankfurt-Königsteiner-Eisenbahn und wurde dort als denkbarer Ersatz für die damals noch fahrenden Esslinger VT / VS vorgestellt. Wegen der steigungsreichen Strecke war das Fahrzeug aber nicht geeignet und später kamen dann die VT 2 E zur FKE.


MfG
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628.1

Beitragvon Andreas T » Sa 16. Jan 2016, 19:55

Es war 628 102:

Bild

Es grüßt herzlich

Andreas T

Gute Eisenbahnfotografie zeigt sich in der Kunst, der Eisenbahn einen würdigen Rahmen Natur zu verleihen.

(frei nach Peter Müller)

Meine Beitrags-Linklisten (derzeit unvollständig und problematisch):http://forum.hunsrueckquerbahn.de/viewtopic.php?f=15&t=50299

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Re: Neues Stellwerk in Diez ohne Aartalbahn ?

Beitragvon jojo54 » Di 19. Jan 2016, 10:19

Kopie eines Leserbriefes aus der Rhein-Zeitung, Teilausgabe Diez und Aartal, vom 19.01.2016.

MfG
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Aartalbahn Äußerungen von Staatssekretär Randolf Stich lösen erneut eine Diskussion um die Reaktivierung der Strecke aus.

„Denkmal zu Lasten der Bürger“

Das der Landesrechnungshof ermitteln musste, ist die Folge von Unkompetenz und laienhaftem Handeln der Verantwortlichen. Die bereits vorgelegten NKUs waren so zugeschnitten, dass auf jeden Fall ein Faktor von mindestens 1 erreicht werden musste. Die Firma Schaefer Kalk hatte niemals einen Schienentransport zugesagt. Wenn sich Herr Meckel ein wenig mit den örtlichen Gegebenheiten in den Werken Hahnstätten und Steeden beschäftigt hätte, hätte er auch feststellen müssen, dass der Transport von Hahnstätten nach Steeden ohne größere Investitionen und Umbau der Anlagen nicht möglich ist. Auch ein Unternehmen in Aarbergen wird keine Transporte auf der Schiene durchführen. Die Gießerei ist mittlerweile Geschichte. Der Vergleich Bus und Bahn ist ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Immerhin fährt der Bus rund 20 Haltestellen an, fährt durch alle Aargemeinden, hält mehrfach zentral in den einzelnen Orten und bedient noch die Innenstadt Diez. Ein Schülerverkehr kommt aufgrund der Taktung und der Größe der Triebwagen nicht in Frage, außerdem werden die wenigsten Schüler bereit sein, vom Diezer Bahnhof bis zur Schule zu laufen. Selbst ein moderner Triebwagen wird die Strecke nicht in 20 Minuten schaffen, denn er müsste dann eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 100 km/h fahren. Das gibt aber die bestehende Trasse nicht her. So gibt es noch viele Punkte, die zu nennen wären. Hier geht es nur darum, dass sich ein Dutzend Hobbyeisenbahner, Verbandsgemeindebürgermeister und Möchtegernpolitiker ein Denkmal zu Lasten der Steuerzahler setzen möchten. Während man bereits für Gutachten, Ankauf der Trasse usw. viele Hunderttausend Euro verschwendet hat, ist für genügend Lehrpersonal, Polizei, Straßenmeistereien usw. in Rheinland-Pfalz kein Geld da. In der VG Hahnstätten wurde zum Beispiel bereits durch Herrn Satony angeordnet, mehrfach gesetzlich vorgeschriebene sicherheitstechnische Überprüfungen von feuerwehrtechnischem Gerät nicht durchgeführt. Für die Wiederbeschaffung von defektem Schlauchmaterial fehlt wohl das Geld. Ehrenamt wird hier mit Füßen getreten! Hauptsache, man konnte jemand einstellen, der sich mit der Reaktivierung der Aartalbahn beschäftigt. Spricht man Herrn Puchtler und seine Parteigenossen auf die Problematik der Aartalbahn an, so erhält man als Antwort, dass man als Bürger davon keine Ahnung hat, man soll das lieber den Fachleuten überlassen. Wenn man Rheinland-Pfalz den Fachleuten überlässt, werden wir wohl bald wieder mit der Postkutsche fahren und Feuer mit der Eimerkette löschen müssen. Zum Glück gibt es aber noch findige Bürger, die zum Beispiel den Rechnungshof einschalten, und vielleicht gibt es auch noch Bürger die diesen Steuerverschwendern mit Rechtsmitteln das Handwerk legen. Auch sollten sich Herr Satony, Herr Puchtler und einige Damen und Herren in Mainz einmal Gedanken machen, wer sie gewählt hat und wer ihr Gehalt bezahlt. Nicht der Bürger ist für die Verwaltung da, sondern es ist genau umgedreht, meine Damen und Herren.

Axel Dürr, Netzbach


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