Aartalbahn (Diez - Zollhaus)

Horst Heinrich
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Re: Aartalbahn: Diskussionen um die Reaktivierung

Beitragvon Horst Heinrich » Mo 1. Feb 2016, 19:46

jojo54 hat geschrieben:Mittlerweile stelle ich mir die Frage, ob es überhaupt noch sinnvoll ist, negative Leserbriefe und ähnliche Dinge hier einzustellen, weil vieles sofort wortgewaltig zerlegt oder kommentiert wird. Bestimmte Personen kritisieren fast alles, egal ob es die (Lokal-) Politik ist, die Allgemeinheit, diverse Eisenbahnfreunde und Vereinigungen und jetzt ist auch noch die Feuerwehr dran.

Mittlerweile stelle ich mir die Frage, ob es noch sinnvoll ist, etwas zu kommentieren, weil bestimmte Personen es offenbar vorziehen, negative Leserbriefe und ähnliche Dinge einfach nur kommentarlos zu betrachten.
Nachdenkliche Grüße...

jojo54 hat geschrieben:Hoffentlich kommst Du, Horst, nicht mal in die Situation, wo bei Dir die Bude brennt und die Feuerwehr kann nicht gleich helfen, weil sie nicht das entsprechende Material hat oder man ihr die Zuschüsse zum Erwerb gekürzt oder ganz gestrichen hat.

Hoffentlich kommst Du, Joachim, mal in die Situation, meine Einreden vorurteilsfrei zu lesen, sonst hättest Du erkannt, daß es darum gar nicht geht, sondern die Effektivierung von Strukturen zum Nutzen ALLER.
Konkret auf mein Objekt bezogen, weil Du mich persönlich angesprochen hast -aber das gilt nicht nur für mich in der Sondersituation "Alleinlage"-.
Ob in Hirschfeld oder den umliegenden Orten: Im Brandfall ist jeder Unimog der Stützpunktwehr schneller bei mir auf dem Hof, als die von einem Schlepper herangezogene Spritze des Dorfes, dem die Wehrleute mit Pkw und 50ccm-Roller im Schlepptau folgen.
Trotzdem könnte ich mich morgen gleich selbst erschießen, wenn ich die Auflösung unserer Dorffeuerwehr und ihre Fusion mit dem nächst größeren Dorf vorschlagen würden, bevor mich ein paar "Feuerwehrleute mit Leib und Seele" beim nächsten Wirtshausbesuch ohnehin aus dem Fenster werfen.
Hier geht es nämlich nicht um sachliche Erwägungen, sondern -wie geschrieben- um ganz andere Dinge, die mit Bränden und Notlagen oft gar nichts mehr zu tun haben.

Kai hat geschrieben:Aber mit einem Fahrkartenschalter den pro Tag eine handvoll Leute nutzen ;)?


Ich denke, Du bist schlau genug, zu erkennen, daß Du hier Unsinn redest, in diesem Thread ging es nicht um einen Fahrkartenschalter, den pro Tag eine Handvoll Leute nutzen, sondern um einen, den zwei Dutzend Menschen pro Stunde nutzen und der einen sechsstelligen Jahresumsatz "generiert".
ivie0810 hat geschrieben:Bitte jetzt wieder zurück zur Eisenbahn!

Auch damit, Ivie, kann ich Bahngruftie dienen.
Früher, welch ein garstiges Wort für Lifestyle-Junkies, hatte sogar die Bahn mal eine Feuerwehr, z.B. in Mainz.
Ob es durch heiße Asche ausgelöste Böschungsbrände, Brände in E-Loks oder durch Hochwasser vollgelaufene Empfangsgebäudekeller waren, (fast) alles wurde "hausintern" bewältigt, auch ihre eigenen Leichen sammelten die Bahnfeuerwehrleute ein und sie spritzen sogar noch das Schotterbett sauber, wenn der Suizid mal wieder etwas blutig war.
Dann beschlossen die neuen "Manager", daß man sich das im Sinne der Optimierung der Kostensituation sparen und an die Kommunen übertragen könnte, und die Bahnfeuerwehren wurden aufgelöst.
Die Kommunen mußten dann auf Steuerzahlerkosten teure Fortbildungen finanzieren, z.B. wie man eine unter 15000 Volt Spannung stehende Lok löscht, ohne daß 10 Wehrleute ihre Himmelfahrt antreten.
Aber auch hier gilt: Heute ist ja alles viel besser...
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

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Re: Aartalbahn: Diskussionen um die Reaktivierung

Beitragvon TroubadixRhenus » Mo 1. Feb 2016, 21:16

Horst Heinrich hat geschrieben:Konkret auf mein Objekt bezogen, weil Du mich persönlich angesprochen hast -aber das gilt nicht nur für mich in der Sondersituation "Alleinlage"-.
Ob in Hirschfeld oder den umliegenden Orten: Im Brandfall ist jeder Unimog der Stützpunktwehr schneller bei mir auf dem Hof, als die von einem Schlepper herangezogene Spritze des Dorfes, dem die Wehrleute mit Pkw und 50ccm-Roller im Schlepptau folgen.



Mag sein, aber man sollte solche persönlichen Erfahrungen nicht für allgemeingültig erklären.

Was wäre der Brandschutz hierzulande wohl ohne die vielen Freiwilligen und Ehrenamtler bei Feuerwehr, Rettungsdienst, THW, DRK u.s.w? Entweder müsste man in jedem grösseren Dorf dutzende Hauptamtler beschäftigen, oder der Rettungsdienst wäre auf dem Land nicht zu gewährleisten - was zur Folge hätte, dass vielen Menschen nicht mehr geholfen werden könnte, und dass aus einem Zimmerbrand eben mal öfters ein Feuer wird, das einen ganzen Strassenzug oder gleich einen ganzen Dorfkern in Schutt und Asche legt - so wie das vor noch garnicht allzulanger Zeit öfters mal vorgekommen ist.

Ich habe übrigens KEINERLEI persönliche Verbindungen zur Feuerwehr oder zu anderen Hilfsorganisationen, aber bei so einem Feuerwehrbashing mache ich nicht mit.


Bitte jetzt wieder zurück zur Eisenbahn!


Biste Mod? Ich meine wegen dem Ausrufezeichen? :wink:
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Re: Aartalbahn: Diskussionen um die Reaktivierung

Beitragvon Reiner » Di 2. Feb 2016, 06:16

Aktuelles jetzt online: http://www.ntb-wiesbaden.de

Gruß Reiner

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Re: Aartalbahn: Diskussionen um die Reaktivierung

Beitragvon TroubadixRhenus » Di 2. Feb 2016, 08:23

Wenn jemand verallgemeinernden Unsinn schreibt, dann hat:

a: derjenige mit dem "offtopic" begonnen.

b: halte ich es für unredlich, denen, die das "offtopic" begonnen haben, die Stange zu halten, um dann bei denen, die etwas zurechtrücken wollen laut "offtopic" zu schreien. (!)

c: werden hier zweifelhafte Seitenhiebe verteilt, dann darf man nach meinem demokratischen Verständnis auch dagegen schreiben.

Horst hat vermutlich berechtigte Kritik an der Organisation der FW in seiner persönlichen Umgebung geübt, dies dann aber mehr oder weniger auf alle Dorffeuerwehren übertragen, zumindest auf die des Aartals, die er aber wahrscheinlich gar nicht kennt. Man weis nichtmal, ob der Leserbriefschreiber mit der Feuerwehr verbandelt ist, was ja irgendwie der Ausgangspunkt war.

Hierbei wurde der Eindruck erweckt, dass Feuerwehrleute erstmal (wie viele Eisenbahnenthusiasten?) ihrem Hobby fröhnen, indem sie wie Klein-Grisu mit der Kübelspritze durchs Dorf rasen, oder mit stolzgeschwellter Brust bei der Brandwache die blankpolierten Messingknöpfe ihrer Uniform und ihr "rotes Spielmobil" präsentieren. Tolles Bild. Wer darin die Feuerwehrarbeit sieht sollte allerdings der Vollständigkeit halber gerne auch einmal Leichenteile aus den Resten eines Autowracks heraus präparieren, verkohlte Leichen aus Brandruinen bergen, oder die hysterischen Eltern eines Kleinkindes beruhigen, das gerade von einem Lkw überrollt wurde.

Die Feuerwehr ist kein Schützenverein!
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Re: Aartalbahn: Diskussionen um die Reaktivierung

Beitragvon Horst Heinrich » Di 2. Feb 2016, 13:56

TroubadixRhenus hat geschrieben:Horst hat vermutlich berechtigte Kritik an der Organisation der FW in seiner persönlichen Umgebung geübt, dies dann aber mehr oder weniger auf alle Dorffeuerwehren übertragen, zumindest auf die des Aartals, die er aber wahrscheinlich gar nicht kennt.

(...)
Die Feuerwehr ist kein Schützenverein!


Ein früherer Kommilitone ist als Volkswirt beim Landesrechnungshof tätig und hier u.a. für die Überwachung der Haushaltsdisziplin besonders arg verschuldeter Kommunen zuständig. Regelmäßig landen Anträge auf Überschreitung der genehmigten Haushaltsansätze bei ihm auf dem Tisch, wo es um steigende Brandschutzausgaben in den Verbandsgemeinden geht.

Regelmäßige Anfragen von ihm in Sachen Fusionen oder Kooperationen, um die eine oder andere Anschaffung vielleicht einzusparen, werden von den Kommunen in aller Regel verneint, im Vier-Augen-Gespräch oder im Telefongespräch mit den betreffenden Bürgermeistern erfährt er dann genau das, was ich hier berichte, unisono heißt es dann: "Wenn ich da jetzt das eine oder andere unbestritten Notwendige anordnen würde, z.B. die Auflösung einer Ortswehr, könnte ich nach der nächsten Wahl meinen Hut nehmen."

Es ist übrigens ein Phänomen, das nicht nur "meine persönliche Umgebung" betrifft, sondern landesweit auftritt und auch länderübergreifend, wie Kontakte meines Kumpels mit Kollegen anderer Rechnungshöfe bestätigen.

Ich will das ganze aber nicht breiter treten, teile jedoch Ivie's Meinung, daß hier im Forum glücklicherweise auch sehr oft über den eisenbahnspezifischen Tellerrad hinaus diskutiert wird, zumal -um noch einmal aufs Aartal zurückzukommen- hier im Raum Diez/Hahnstätten wohl doch versucht wird, die Ausgaben für die Reaktivierung der Bahnstrecke in Verbindung mit Ausgabenkürzungen im Bereich der Feuerwehren zu sehen, was natürlich unfair ist, weil eigene Einsparmöglichkeiten, oft aus Gründen persönlicher Eitelkeiten und anderem -wie dargestellt- ausgeblendet werden.
Die Motivation der meisten freiwilligen Wehrleute ist unzweifelhaft sehr ehrbar, und doch werden oft auch auf ihrem Rücken Machtspielchen ausgefochten, die der Sache selbst keineswegs zuträglich sind.
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

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Re: Aartalbahn: Diskussionen um die Reaktivierung

Beitragvon Knipser1 » Di 2. Feb 2016, 16:35

Horst Heinrich hat geschrieben:
TroubadixRhenus hat geschrieben:Horst hat vermutlich berechtigte Kritik an der Organisation der FW in seiner persönlichen Umgebung geübt, dies dann aber mehr oder weniger auf alle Dorffeuerwehren übertragen, zumindest auf die des Aartals, die er aber wahrscheinlich gar nicht kennt.

(...)
Die Feuerwehr ist kein Schützenverein!




Ich will das ganze aber nicht breiter treten, teile jedoch Ivie's Meinung, daß hier im Forum glücklicherweise auch sehr oft über den eisenbahnspezifischen Tellerrad hinaus diskutiert wird, zumal -um noch einmal aufs Aartal zurückzukommen- hier im Raum Diez/Hahnstätten wohl doch versucht wird, die Ausgaben für die Reaktivierung der Bahnstrecke in Verbindung mit Ausgabenkürzungen im Bereich der Feuerwehren zu sehen, was natürlich unfair ist, weil eigene Einsparmöglichkeiten, oft aus Gründen persönlicher Eitelkeiten und anderem -wie dargestellt- ausgeblendet werden.
Die Motivation der meisten freiwilligen Wehrleute ist unzweifelhaft sehr ehrbar, und doch werden oft auch auf ihrem Rücken Machtspielchen ausgefochten, die der Sache selbst keineswegs zuträglich sind.




Hallo zusammen,

für mich als Außenstehender sieht es wirklich so aus, als gäbe es da irgendwie interne Konflikte - anscheinend ist zumindest ein Teil der Leserbriefschreiber in der Freiwillgen Feuerwehr tätig und da hat man wohl etwas nicht bekommen was man eigentlich haben wollte oder wie auch immer. Jedenfalls scheint man jetzt wohl neidisch auf Gelder zu schielen die auf die "unnötige Reaktivierung" einer Eisenbahnstrecke fließen sollen - und nicht ins beantragte neue Feuerwehrauto. Insgesamt ist das natürlich etwas kurzsichtig, aber menschlich durchaus verständlich. Es gibt unbestreitbar Feuerwehren auf dem Land in dem es einen immensen Wettbewerb gibt wer jetzt das schnellste, größte und modernste Feuerwehrauto hat - und wer will da zurückstehen? Immerhin wollte man ja beim nächsten Feuerwehrfest das neue TLF präsentieren - und jetzt soll das Geld in das nutzlose Hobby von ein paar Verrückten fließen.
Das eine Eisenbahnstrecke genauso wie eine Feuerwehr wichtig für eine gesunde und zukunftsfähige dörfliche Struktur ist, wird wohl dabei etwas übersehen.
Schade eigentlich, aber diese Interessenskonfklikte wird es wohl in Zeiten klammer Kassen in unserem armen Rheinland-Pfalz häufiger geben.
Und die Kommunalpolitik hört ja oft auf die, die am Lautestens schreien - und das machen sich die Leserbriefschreiber nun wohl zu Nutze.

Irgendwie sehe ich persönlich inzwischen für viele Reaktivierungsprojekte schwarz.
Wenn man die Reaktivierung der Aaartalbahn (mit regelmäßigem planmäßigem Personennahverkehr in einem relativ dicht besiedelten Gebiet) nicht hinbekommt - wie schaut das für die Reaktivierung von reinen "Touristenbahnen" (nicht negativ gemeint) wie der Brex oder der Eifelquerbahn aus die ja "nur" von ein paar Zügen am Wochenende oder Feiertagen befahren werden?
Oder sehe ich das zu negativ und das eine hat mit dem anderen nichts zu tun?

Viele Grüße

Guido
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Horst Heinrich
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Re: Aartalbahn: Diskussionen um die Reaktivierung

Beitragvon Horst Heinrich » Di 2. Feb 2016, 21:27

Knipser1 hat geschrieben:Oder sehe ich das zu negativ und das eine hat mit dem anderen nichts zu tun?

Viele Grüße

Guido

Da hast Du die Sache auf den Punkt gebracht, Guido.

Man kann die Zukunft einer länderübergreifenden Infrastruktur nun einmal nicht von unterschiedlichen, länderspezifischen oder -man bedenke das einmal- sogar kommunalen Paradigmen abhängig machen und mit wirklich kommunalen Anliegen in einen Topf werfen. Welch ein Wahnsinn: Ein Kilometer Gleis oder drei Tragkraftspritzenfahrzeuge oder drei Gemeindehäuser oder eine Grundschulsanierung, ihr Bürger habt die Wahl...
Jeder hier kann sich ausrechnen, wie das "Voting" ausginge.

Es müßte jetzt eigentlich die Initiative zu einer Rückgliederung des ÖPNV in Bundeshand geben, damit z.B. eine, durch drei Bundesländer und 9 Landkreise reichende Bahnstrecke nicht von 12 "Parlamenten" mit ihren unterschiedlichen Interessen, Finanzierungsmodellen oder politischen Partikularinteressen, die oft nur Stimmungslaunen sind, zerstückelt wird.

Aber: Wer wird ein solches "Faß aufmachen" :?: - ich sehe hier kein Licht am Ende des Tunnels.

Vielmehr sehe ich die Gefahr, daß die von Dir genannten Strecken und mit ihnen viele andere entweder abgebaut werden, oder langfristig zuwachsen.

Unter -wie ich selbst- kritischen Berufskollegen, mit denen ich heute Nachmittag nach einer jagd-forstlichen Exkursion noch bei einem guten Glas Rotwein in Börfink zusammensaß; wurde ja schon die Idee einer Planstelle für einen Bahntrassenbiotopbrachenförster (A 15 mit Zulage für Dienst auf extrem ungünstigen Untergründen) entwickelt.
Wir haben das ganze dann leider nicht vertieft, denn sonst hätten wir noch zwei Flaschen Rotwein zusätzlich "köpfen" müssen, aber der Wirt hatte nicht genug Gästezimmer... :?
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Re: Aartalbahn: Diskussionen um die Reaktivierung

Beitragvon Knipser1 » Fr 5. Feb 2016, 16:46

Woanders kommt Bewegung in Reaktivierungsbemühungen - und diese Strecke war sogar schon mal zu Abriß vorgesehen...

http://www.pnp.de/region_und_lokal/land ... ungen.html
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Re: Aartalbahn: Diskussionen um die Reaktivierung

Beitragvon jojo54 » Do 10. Mär 2016, 19:43

(Keine) Neuigkeiten von der Aartalbahn.

Der Beitrag steht im SWR-3-Fernsehen, Landesschau RLP am 10.03.2016.

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/r ... index.html

MfG
jojo54

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Re: Aartalbahn: Diskussionen um die Reaktivierung

Beitragvon jojo54 » Fr 11. Mär 2016, 10:05

Linkhinweis zu einem Beitrag aus der Nassauischen Neuen Presse (Limburg) vom 11.03.2016.

Dieser Beitrag ist nur "Stimmung machen" gegen eine Reaktivierung der Bahn. Sollte das gelingen, dann hat in RLP kaum noch eine Bahnstrecke die Chance, reaktiviert zu werden.

http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_u ... 80,1901262

MfG
jojo54

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Re: Aartalbahn: Diskussionen um die Reaktivierung

Beitragvon eta176 » Sa 12. Mär 2016, 14:40

Zum Artikel in der NNP vom 12.03.2016

Mir ist unklar, weshalb die beiden Herren aus Holzheim - wider besseres Wissen - dort
behaupten dürfen, dass die Züge nur zwischen Zollhaus und Diez pendeln werden, aber
nicht - wie im bestehenden Verkehrsvertrag festgeschrieben - ab und bis zum Endpunkt
der Linie in Limburg (Lahn) fahren.

Wer aus dem Aartal in Limburg arbeitet oder zum Einkaufen fährt, bzw. seinen Zug nach
Gießen oder Frankfurt erreichen will, wird nach einer Reaktivierung heilfroh sein, dass er
nicht mehr die zeitraubende "Ehrenrunde" durch die Diezer Innenstadt drehen muss.

P.S.
Dass Schaefer-Kalk keinen Anschluss und keine Transporte auf der Schiene will, war seit
längerem absehbar. Die Straßentransporte zwischen dem Bruch in Hahnstätten und dem
Kalkwerk in Steeden sollen seit Jahresbeginn erheblich zurückgegangen sein, weil der im
Merschelbruch gwonnene Kalkstein inzwischen die - für die Produktion in Hahnstätten er-
forderliche - Reinheit hat. Zuvor konnte das mit anderen Mineralien durchsetzte Gestein
nur in Steeden gebrannt werden, da die Anforderungen für den BASF-Kalk offenbar nicht
so hoch sind.

eta176
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Re: Aartalbahn: Diskussionen um die Reaktivierung

Beitragvon eta176 » Mo 21. Mär 2016, 19:54

Zur Sitzung des Verbandsgemeinderates von Hahnstätten am Mo. 21.03.2016 wurde der nachfolgende Antrag von der SPD-Fraktion eingebracht:

„Bezug nehmend auf die aktuelle Presseberichterstattung zur Reaktivierung der Aartalbahn erklärt der Verbandsgemeinderat,
dass alle bisher gefassten Beschlüsse zur Reaktivierung der Aartalbahn von den gewählten Vertretern aller Fraktionen des
Verbandsgemeinderates mit großer Mehrheit beschlossen wurden.
Es handelt sich bei dem Vorhaben der Reaktivierung nicht um ein Prestigeobjekt einzelner Ratsvertreter, sondern um ein sorg-
fältig geplantes Vorhaben zur Verkehrsentlastung der Region und ihrer Bürger sowie zur Attraktivität der Aar-Region für die
Ansiedelung von Gewerbebetrieben. Dabei bewegen sich die für die Verbandsgemeinde entstehenden Kosten stets im Rahmen
der Haushaltsmöglichkeiten. Die Entwicklung zu einer modernen Bahn mit moderner Taktung und Bahnsteigen wird zum größten
Teil durch bereitgestellte Mittel von Bund und Land gefördert.
Die Anbindung der nicht an der Aartalbahnstrecke gelegenen Ortschaften wird dann mit Busverbindungen sichergestellt und stellt
eine erhebliche Verbesserung gegenüber der derzeitigen Situation für diese Region dar. Zurzeit erleben wir bereits eine erhebliche
Einschränkung des Buslinienverkehrs, insbesondere außerhalb des Schülerverkehrs und an Wochenenden sowie Feiertagen.
Nach wie vor sieht der Verbandsgemeinderat in der Reaktivierung der Aartalbahn ein herausragendes Mittel zur Entwicklung der
gesamten Aar-Region in wirtschaftlicher und touristischer Hinsicht und zur Verbesserung der Mobilität ihrer Bürger. Der Verbands-
gemeinderat Hahnstätten steht weiterhin zu den bisher gefassten Beschlüssen und wird die weitere Entwicklung konstruktiv zum
Wohl der Bürger begleiten.“

Ich bin gespannt,wie das Ergebnios der Abstimmung sein wird!
__________________________________________________________________________________________________________

Nachdem ich jetzt gerade (21.03.2016, 23:23 Uhr) wieder zu Hause bin, kurz die aktuellen Infos:

Vor der Behandlung von TOP 3 wies Verbandsbürgermeister Volker Satony darauf hin, dass zu diesem Antrag, der am Samstag im
Wortlaut in der Rhein-Lahn-Zeitung veröffentlicht worden war, allen Ratsmitgliedern (außer denen der SPD-Fraktion) ein Schreiben
von Herrn Ettlich, Holzheim, zugegangen ist, das auch er per eMail erhalten habe. Als Satony meinte, dass dies ein nicht üblicher
Vorgang sei und in einem solchen Fall alle Ratsmitglieder dieselben Informationen haben müssten, wollte sich der als Zuhörer an-
wesende Herr Ettlich mit Nachdruck Gehör verschaffen und ein Statement abgeben. Dem wurde nicht stattgegeben.
(Wortmeldungen sind laut Gemeindeordnung nur in der Bürgerfragestunde möglich, in der er sich aber nicht zu Wort meldete. Hinzu
kommt, dass Ettlich - als Bürger von Holzheim - rechtlich nur in der für ihn zuständigen Verbandsgemeindeversammlung von Diez das
Wort im Rahmen einer Bürgerfragestunde ergreifen darf.)


Nach einer längeren Aussprache kam es zu folgendem Abstimmungsergebnis:
Für die Resolution sprachen sich die Fraktionen von SPD, FWG, B90/Grüne mit 18 Stimmen aus.
Es gab keine Gegenstimmen und vier Enthaltungen aus dem Bereich der CDU-Fraktion.

Wer sich die gesammelten Artikel z.B. aus der RLZ ( als Voll-Zitate! ) und die diversen Leserbriefe ansehen will, der muss die offizielle Seite
der Gemeinde Holzheim anklicken, auf der es eine eigene Rubrik zur Aartalbahn gibt: http://www.holzheim-aar.de/category/bek ... artalbahn/
.


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