Aartalbahn (Diez - Zollhaus)

jojo54
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Re: Aartalbahn (Diez - Zollhaus)

Beitragvon jojo54 » Fr 1. Dez 2017, 09:09

Linkhinweis zu einem zahlungspflichtigen Beitrag aus der Rhein-Zeitung, Teilausgabe Diez und Aartal.

https://www.rhein-zeitung.de/region/lok ... 38627.html

Der Beitrag gestern Abend im SWR.3-Fernsehen war ein Armutszeugnis von allen Befürwortern und als Fazit ist für mich festzustellen, dass zwei Holzheimer Bürger vermutlich ihr Ziel erreicht haben. Den Beitrag in dieser Form zu zeigen, ist beschämend. Da werden Bilder von der NTB verwendet, die im Bundesland Hessen liegt und mit dem unteren Aartal nichts zu tun hat. Keine Hinweise auf mögliche Potenziale in Richtung Aarbergen oder gar Wiesbaden. Nur Stimmungsmache, mehr nicht.

MfG
jojo54

eta176
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Zur Sache! Rheinland-Pfalz mit falschen Behauptungen

Beitragvon eta176 » Fr 1. Dez 2017, 13:20

[EDIT:
Momentan bin ich etwas ratlos, aus welchem Grund die beiden Links nicht "kundengerecht" angezeigt werden
:roll: ]

In dem SWR-Fernsehbeitrag (Link s.u.) konnten keinerlei Belege oder Stellungnahmen über das angeblich
negative Ergebnis der Prüfung durch den Landesrechnungshof vorgelegt werden, weil der offizielle Bericht
erst Ende Januar 2018 erwartet wird. Daraus eine über den gesamten Tag in den SWR-Hörfunk-Nachrichten
immer wiederholte Meldung über das "Aus" der Reaktivierung zu produzieren ist einfach nur dreist.

Es macht die Argumentation für die Befürworter wieder deutlich schwieriger. Allerdings könnte mit der
Einführung der Umweltzone für die Stadt Limburg ab 1.1.2018 der Widerstand gegen den immensen Lkw-
Werkverkehr zwischen den Standorten der Kalkwerke Schaefer in Hahnstätten und Steeden deutlich steigen.
In der Vergangenheit wurden rund 250.000t Kalksteine p.a. durch das Aartal (B54) und die Limburger Innen-
stadt transportiert. Aber die Firma Schaefer Kalk ist in der Region vergleichbar mit dem "Goldenen Kalb",
gegen das die Politik und viele Bürger nichts sagen werden, weil die Firma in einem unglaublichen Umfang
Vereine und Verbände mit "großzügigen Liebesgaben" sponsert und dadurch Kritik schon im Ansatz erstickt.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
In der Anmoderation und im Beitrag wurde jedoch fälschlich behauptet, das NKU sei von der Verbands-
gemeinde Hahnstätten in Auftrag gegeben worden. Die aktuelle (vierte) NKU ist vom ehemaligen Ver-
kehrsminister Roger Lewentz (SPD) vor der Landtagswahl gefordert und in Zusammenarbeit mit dem
Zweckverband SPNV-Nord als dem zuständigen Aufgabenträger beauftragt worden. Das ausführende
Ingenieurbüro Pöyry hätte einiges zu verlieren, wenn es "fehlerhafte NKU" erstellen würde ...
http://www.poyry.de/geschaeftsfelder/infrastruktur/verkehr/

Gut war, das der Landeschef des Bundes der Steuerzahler René Quante ganz klar gesagt hat, dass einem
Landesrechnungshof nicht zusteht, politische Entscheidungen zu kippen.
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Nachdem der SWR die Sendung »Zur Sache! Rheinland-Pfalz« vom 30.11.2017 in seiner Mediathek in Einzel-
beiträge aufgebröselt hat, hier der Link auf die Meldung "Wenn Bürger Politikern auf die Finger schauen" und
den Filmbeitrag von 5:03 min Länge:
https://www.swr.de/swraktuell/rp/landesrechnungshof-stellt-wirtschaftlichkeit-in-frage-aartalbahn-auf-der-kippe/-/id=1682/did=20717890 /nid=1682/1l2gaan/index.html

Am Rande: Nach der Ausstrahlung des Beitrages habe ich eine Nachricht erhalten, dass die Beschwerdeführer,
die ihre Grundstücke unmittelbar neben der Bahnlinie haben a) den Bau einer Garagenanlage planen und auf
eine Entwidmung der Trasse setzen, um dadurch eine Zufahrt zu erhalten, b) bei einer Reaktivierung Angst vor
pfeifenden Zügen anführen, obwohl die Strecke einen Ausbauzustand für 80 km/h erhalten soll und damit auch
der in unmittelbarer Nachbarschaft liegende Feldweg-BÜ an einem zukünftigen Hp Holzheim (das damit erstmals
seit Inbetriebnahme der Strecke im Jahr 1870 unmittelbaren Anschluss an den SPNV erhalten würde) mit einer
techn. Sicherung ausgestattet wird.

P.S.
Falls jemand ein Wortprotokoll des Beitrages benötigt, bitte ich um Kontaktaufnahme über meine t-online-Adresse.

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Kalkverkehr soll auf die Schiene

Beitragvon eta176 » So 10. Dez 2017, 01:51

Hier ein Link auf einen Artikel in der NNP, der sich mit dem Schwerlastverkehr zwischen den
beiden Standorten von Schaefer Kalk beschäftigt. Forderungen aus der 1. Fortschreibung des
Luftreinhalteplan für Limburg u n d dem Landesrechnungshof - der offenbar einen GV für die
Aartalbahn als Notwendigkeit erachtet, um einen positiven NKU-Wert zu erhalten - könnten
doch noch Bewegung in die Reaktivierung bringen (allen Holzheimer Anfeindungen zum Trotz):
http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_u ... 80,2847932

Noch vor Weihnachten soll es im Mainzer Verkehrsministerium ein Gespräch mit Schaefer Kalk geben,
inwieweit das Unternehmen weiterhin mit einer Vielzahl von Mulden- und Silofahrzeugen zwischen
den Werken pendeln muss, oder Alternativen auf der Schiene bestehen und zukünftig genutzt werden.

jojo54
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Re: Aartalbahn (Diez - Zollhaus)

Beitragvon jojo54 » Di 20. Feb 2018, 12:36

Eine Reaktivierung der Aartalbahn zwischen Diez und Hahnstätten ist aus Sicht des Landesrechnungshofes unwirtschaftlich.

Das veröffentlichte soeben die Rhein-Zeitung in ihrer Teilausgabe für Diez und das Aartal.

Linkhinweis zu einem zahlungspflichtigen Beitrag aus v. g. Zeitung.

https://www.rhein-zeitung.de/region/lok ... 74085.html

Wenn man das Geschehen der letzten Wochen beobachtet hat, so war etwas anders auch nicht (mehr) zu erwarten.

MfG
jojo54

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Re: Aartalbahn (Diez - Zollhaus)

Beitragvon jojo54 » Di 20. Feb 2018, 18:49

Hier die Stellungnahme des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord zu den Ausstellungen des Landesrechnungshofes.
Steht so in der Landesschau SWR.3-Rheinland-Pfalz vom 20.02.2018. Hier sind noch mehr Kritikpunkte zu anderen Dingen in RLP nachzulesen.
Aus meiner Sicht ein ziemlicher Rundumschlag. Ob der Rechnungshof in dieser Form überhaupt dazu berechtigt ist?

Schienenfreunde halten an Reaktivierung fest

Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr in Koblenz hält trotz Kritik an der Reaktivierung der Aartalbahn fest. Der Zweckverband erklärte, die Reaktivierung der Aartalbahn sei die einzig richtige und volkswirtschaftlich sinnvolle Maßnahme, um den Nahverkehr im Aartal zu verbessern. Im Gebiet der Strecke liege mit Schäfer Kalk auch ein umsatzstarkes Unternehmen, das die Strecke für den Güterverkehr nutzen könne. Für Pendler seien Busse keine sinnvolle Alternative, weil die Fahrtzeiten nicht attraktiv seien. Daher hoffe er der Zweckverband, dass das Land an der Reaktivierung der Bahnstrecke festhalte: Sie sei nur gemeinsam möglich.

MfG
jojo54

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Lässt Lewentz heute die Sektkorken knallen?

Beitragvon eta176 » Mi 21. Feb 2018, 10:17

Mit dem gestern veröffentlichten Bericht des Landesrechnungshofes und dem von ihm beauftragten Bericht:
"Gutachterliche Überprüfung der NKU für die geplante Reaktivierung der Aartalbahn"
Erstellt für: Rechnungshof Rheinland-Pfalz, Speyer
Erstellt durch: Institut für Verkehrswesen, Eisenbahnbau und –betrieb (IVE TU Braunschweig)
November 2017
https://rechnungshof.rlp.de/de/veroeffe ... -und-diez/
... hat ex-Verkehrsminister Lewentz das erreicht, was schon immer das Ziel einiger Herren im Eisenbahn-Referat
des jeweiligen Ministeriums und natürlich auch sein Ziel gewesen ist: Die Verhinderung jeglicher Reaktivierung von
Eisenbahnstrecken im ländlichen Raum - sei es die Eifel, der Hunsrück, der Westerwald oder jetzt sogar im Taunus.

Einziger Hoffnungsschimmer sind die aktuellen Stellungnahmen aus dem Landeswirtschafts- und Verkehrsministerium
sowie vom ZV SPNV-Nord (s.o. im Beitrag von jojo54)

Staatssekretär Andy Becht wird in der Rhein-Zeitung wie folgt zitiert:
„Die Landesregierung hat die Einschätzung des Landesrechnungshofes zur Aartalbahn zur Kenntnis genommen. Der
Vergleich der Kosten der Reaktivierung der Aartalbahn mit denen der Einrichtung eines Busverkehrs geht von der Prä-
misse aus, dass Straßen bereits verfügbar sind, während Schienentrassen erst wieder instand gesetzt werden müssen.
Eine konsequente Anwendung dieses Prinzips würde einen Ausbau des Schienenverkehrs
faktisch zum Erliegen bringen
. Der Schienenpersonennahverkehr bringt zahlreiche Vorteile, wie die größere
Laufruhe, die großzügigere Sitzteilung, Fahrradmitnahme und die Verfügbarkeit von WCs mit sich.
Der Schienennahverkehr ist damit ein wichtiges Element für einen attraktiveren öffentlichen Personennahverkehr.“


Es wäre fatal, wenn das aus reinem Eigennutz der beiden Familien aus Holzheim ("Wir wollen eine Zufahrt über die
abgebaute Trasse zu unseren neuen Garagen!") und dem Widerwillen eines SPD-Ministers (und einigen Mitarbeitern des
ihm oder jetzt Minister Wissing unterstellten Eisenbahn-Referats) für den stark umweltbelasteten Raum Diez-Limburg
sinnvolle Projekt gegen die Wand gefahren würde. Der Verweis auf die irgendwann zu bauende B54-Umgehung und eine
dadurch mögliche Beschleunigung und Einführung von zusätzlichen Expressbus-Linien ist geradezu hanebüchener Unsinn.

Da kann man nur sagen: "Herr, wirf Hirn vom Himmel ..."

Frustierte Grüße Hans-Peter

Nachsatz:
Als typische SWR-Unkenntnis muss man die Zwischenüberschrift bewerten: "Schienenfreunde halten an Reaktivierung fest"
Offenbar ist im SWR-Regionalbüro Koblenz noch nicht angekommen, dass die angeblichen "Schienenfreunde" der Aufgaben-
träger und Besteller des SPNV und überregionalen Busverkehrs im nördlichen Rheinland-Pfalz ist und aus den Vertreten sämt-
licher Landkreise und kreisfreien Kommunen besteht.

schotter
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Re: Aartalbahn (Diez - Zollhaus)

Beitragvon schotter » Mi 21. Feb 2018, 12:29


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Re: Aartalbahn (Diez - Zollhaus)

Beitragvon jojo54 » Do 22. Feb 2018, 09:53

Hier ein Linkhinweis zu einem Beitrag in der Frankfurter Neuen Presse und deren Teilausgaben vom 22.02.2018.

http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_u ... 80,2915012

Es gibt auch noch eine Papierausgabe, in der alles ausführlicher dargestellt ist. Diese lässt sich aber nicht verlinken.

MfG
jojo54


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