Hunsrückquer- und Hochwaldbahn

jojo54
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Re: Erhalt von Hunsrück-und Hochwaldbahn

Beitragvon jojo54 » Mi 27. Jan 2016, 09:59

Provozierender geht es nicht.
Kopie eines Leserbriefes von Herrn Dunger aus der Rhein-Zeitung, Teilausgabe Rhein-Hunsrückkreis, vom 27.01.2016.

MfG
jojo54

Leserbrief

Hunsrückquerbahn Eisenbahnfreunde schneiden die Trasse frei.

„Baukosten für Radweg reduziert“

Die RHZ berichtete über den ehrenamtlichen Freischnitt der Bahntrasse westlich von Morbach durch die Eisenbahnvereine „Pro Hochwald- und Hunsrückbahn“ und „Historische Eisenbahn Hunsrück“. Ich betrachte diesen selbstlosen Arbeitseinsatz als letzten Dienst an der Hunsrückquerbahn vor dem Bau des Radweges Büchenbeuren – Türkismühle. Die Baukosten für diesen Bahntrassenradweg werden durch die Arbeit der Eisenbahnfreunde merklich reduziert. Dafür gebührt den Ehrenamtlichen unser aller Dank.

Dr. Hans Dunger, Kreistagsmitglied, Kirchberg
Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Mittwoch, 27. Januar 2016, Seite 21 (0 Views)

JK
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Re: Erhalt von Hunsrück-und Hochwaldbahn

Beitragvon JK » Mi 27. Jan 2016, 12:36

Ich halte es mit Joschka Fischer: "Mit Verlaub Herr Dünger, Sie sind ein A.......h"

JK
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Re: Erhalt von Hunsrück-und Hochwaldbahn

Beitragvon JK » Mi 27. Jan 2016, 15:22

Es mag ja sein dass der Herr noch nie so 'nahe' an seinem Radweg war, trotzdem disqualifiziert er sich komplett als Politiker indem er sich auf eine unakzeptable, sarkastische und herabwürdigende Art und Weise über die Arbeit anderer lustig macht!

Und Schande über ein Journaille-Blatt das dieses auch noch publiziert! Ich hoffe der Herr kriegt eine Retourkutsche 'ab'.....

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Re: Erhalt von Hunsrück-und Hochwaldbahn

Beitragvon Bernd Heinrichsmeyer » Mi 27. Jan 2016, 17:33

JK hat geschrieben:Es mag ja sein dass der Herr noch nie so 'nahe' an seinem Radweg war, trotzdem disqualifiziert er sich komplett als Politiker indem er sich auf eine unakzeptable, sarkastische und herabwürdigende Art und Weise über die Arbeit anderer lustig macht!

Stimmt. Es sind 2 Punkte, die ihn als Politiker disqualifizieren: a) Er macht sich über das ehrenamtliche Engagement eines Vereins lustig - und dies in breiter Öffentlichkeit. Als Privatmann kann er über die Aktiven im Hunsrück denken, was er will, als Politprofi muss er zumindest nach Außen den Schein wahren, dass er die Bevölkerung und ihr Engagement würdigt (oder alternativ einfach "Klappe halten" - ist ja in RLP gerade auch ein geflügelter Ausdruck). b) Als Mitglied der Grünen sollte er das Parteiprogramm und den Koalitionsvertrag vor Augen haben. Wenn er ausdrücklich auch als Kreistagsabgeordneter - sprich als Politiker, nicht als Privatmann - unterschreibt, dann verstößt er gegen die Parteilinie. Auf Bundesebene kennt man das gegenwärtig aus der Union mit starken Einschüssen aus dem Südosten, aber es sollte ja nicht die politische Regelgangart werden.

Schade. Dr. Dunger ist vom Paulus zum Saulus geworden. Ein Radweg vom Lalo nach Türkismühle wird sicher angenommen. Aber er wird für die rund 132 km min. 30 Mio EUR kosten, eher mehr. Das Geld kommt dann woher?
Bernd Andreas Heinrichsmeyer
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Horst Heinrich
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Re: Erhalt von Hunsrück-und Hochwaldbahn

Beitragvon Horst Heinrich » Mi 27. Jan 2016, 23:08

Der Anfang vom Ende begann damit, daß sich einige -von privaten Spinnereien und Möchtegern-Eisenbahner-Phantasien angetrieben- auf jeden nur denkbaren Kompromiß bereit waren einzulassen, nur damit irgendwann eine Köf mit drei alten Wagen im Schlepptau von Morbach über das Hoxeler Viadukt nach Deuselbach tuckeln kann. Für diesen "Große-Buben-Traum" war man auch bereit, die Strecke davor und dahinter aufzugeben. Leute wie Hans Dunger haben diese Uneinigkeit in der Eisenbahnszenerie nur dankbar aufgegriffen, um das Ende der Strecke nun einzuläuten, noch versehen mit der Schadenfreude, die dieser altgrünen Witzfigur des Hunsrückes eigentlich ob ihrer persönlichen und intellektuellen Armseligkeit eigentlich gar nicht zustünde. Aber selbst in der Bewertung dieses verklemmten Muttersöhnchens bin ich ja von Eisenbahnfreunden zurecht gewiesen worden - beste Voraussetzungen dafür, daß man Eisenbahnfreunde in Sachen Hunsrück(quer)bahn nicht mehr als in der Sache grundsätzlich einmütiges Bollwerk wahrnimmt.

Man kann Leuten wie Dunger nur mit einem knallharten Plädoyer für die Gesamtstrecke gegenüber treten, einschließlich einem knallharten und zur Not auch deftigen Plädoyer für die Strecke als wichtige Infrastrukturmaßnahme für die Region, so, wie es Erhard und Ivie tun.

Auf alle anderen Initiativen hat der Herr Oberstudienrat in 35 Berufsjahren gelernt, zu parieren, wie er in seiner berufsbildenden Schule gelernt hat, zu parieren, nicht etwa durch die Autorität des Kundigen und der Sache, sondern durch die (vermeintliche) "Autorität", die ihm das Amt verleiht.
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

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Re: Erhalt von Hunsrück-und Hochwaldbahn

Beitragvon Rolf » Do 28. Jan 2016, 08:28

JK hat geschrieben:Es mag ja sein dass der Herr noch nie so 'nahe' an seinem Radweg war, trotzdem disqualifiziert er sich komplett als Politiker indem er sich auf eine unakzeptable, sarkastische und herabwürdigende Art und Weise über die Arbeit anderer lustig macht!.....

So ist es. Eine derart arrogante, hochnäsig-herablassende Einlassung ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden, der sich, wofür auch immer, ehrenamtlich engagiert. Die aktiven Eisenbahnfreunde werden hier als nützliche Idioten dargestellt. Man stelle sich mal vor, man würde freiwillige Helfer in einem Flüchtlingsheim so charakterisieren. Dann wäre die linksgrüne Empörung aber grenzenlos. Ich denke, Herr Dunger ist ein würdiger Repräsentant seiner Partei, die gerne Vorschriften macht, alles besser weiß, den einzig wahren Weg zur Glückseligkeit zu kennen glaubt und Andersdenkende gnadenlos abqualifiziert.

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Re: Erhalt von Hunsrück-und Hochwaldbahn

Beitragvon Westeifelbahner » Do 28. Jan 2016, 11:53

Horst Heinrich hat geschrieben:Der Anfang vom Ende begann damit, daß (...).

Das stimmt doch nicht und will ich daher auch nicht länger zitieren. Hans Dunger war doch schon vor Jahren für den Radweg, wenn ich nicht gewaltig irre. Ebenso viele andere Leute, die heute in diese Richtung Stimmung machen.
Es ist doch eben leider nicht so, dass sich die meisten Leute mit Fakten auseinandersetzen und sich daraufhin ein eigenes Urteil je nach Alternativoptionen bilden. Das eigentlich Problem ist doch: Wer für den Radweg ist, ist für den Radweg - ganz unabhängig davon, was welche Schienenfreunde wollen und welche nicht oder was wer berechnet, wie viel Geld da verbaut wird.

Gruß Westeifelbahn

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Re: Erhalt von Hunsrück-und Hochwaldbahn

Beitragvon Horst Heinrich » Do 28. Jan 2016, 13:19

Westeifelbahner hat geschrieben:
Horst Heinrich hat geschrieben:Der Anfang vom Ende begann damit, daß (...).

Das stimmt doch nicht und will ich daher auch nicht länger zitieren. Hans Dunger war doch schon vor Jahren für den Radweg, wenn ich nicht gewaltig irre.

Da irrst Du gewaltig, Hans Dunger war mal einer der größten Eisenbahnbefürworter und hat jahrelang für den Erhalt des Schienenverkehrs auf dem Hunsrück gekämpft. Legendär waren etwa seine Demofahrten mit Schulklassen, z.B. mit dem Schienenbus zwischen Simmern und Boppard, die das Ziel hatten, jungen Menschen in einer Zeit der für grenzenlos gehaltenen Autobegeisterung für das Verkehrsmittel Eisenbahn zu gewinnen.

Was ihn aber vor ein paar Jahren vom "Paulus zum Saulus" werden ließ, weiß keiner so recht, inzwischen gehört er zu den verbissensten Eisenbahnfeinden des Hunsrückes, er besitzt kein Auto und bewegt sich nur per Fuß, Rad und dem von ihm so hochgeschätzten Bus fort und erwartet das im Prinzip auch von seinen Mitmenschen.

Dieser Ansatz ist ökologisch ja nicht zu beanstanden, zumal wenn der, der ihn einfordert, mit gutem Beispiel vorangeht. Eine Verkehrsinfrastruktur jedoch zu demontieren, um einen Spaß- und Spielradweg zu bauen, freilich ist hochgradig paradox. Und daß der Radweg tausende Hunsrücker dazu bringen wird, künftig ihre Einkaufsfahrten zum Globus nach Simmern statt mit dem Auto mit Fahrrad und zwei Packtaschen zu absolvieren, das ist vielleicht eine fromme Hoffnung Hans Düngers, dennoch eine unrealistische Illusion.
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

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Re: Erhalt von Hunsrück-und Hochwaldbahn

Beitragvon schimi » Do 28. Jan 2016, 14:29

Horst Heinrich hat geschrieben:Der Anfang vom Ende begann damit, daß sich einige -von privaten Spinnereien und Möchtegern-Eisenbahner-Phantasien angetrieben- auf jeden nur denkbaren Kompromiß bereit waren einzulassen, nur damit irgendwann eine Köf mit drei alten Wagen im Schlepptau von Morbach über das Hoxeler Viadukt nach Deuselbach tuckeln kann. Für diesen "Große-Buben-Traum" war man auch bereit, die Strecke davor und dahinter aufzugeben.


Und wieder diese Beleidigungen und haltlosen Unterstellungen. Was stimmt bei dir nicht? Schreib nicht immer so eine dumme "böses Wort", wenn du keine Ahnung hast, worum es dabei überhaupt geht!
Du kannst dir gerne etwas zusammen spinnen in deinem kranken Kopf, aber behalte diesen Müll doch einfach mal für dich und tu nicht immer so, als ob du informiert wärst, und wüsstest worum es geht. Außerdem schadest du mit deinem dummen Zeug, was du hier schreibst, der Eisenbahn im Hunsrück mehr als Dr. Dunger mit seinen Radwag-Plänen.


Sorry an alle anderen für diesen Ton, aber langsam gehen mir die persönlichen Beleidungen von Horst gewaltig auf Nerven.

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Re: Erhalt von Hunsrück-und Hochwaldbahn

Beitragvon Westeifelbahner » Do 28. Jan 2016, 14:42

Horst Heinrich hat geschrieben:Da irrst Du gewaltig, Hans Dunger war mal einer der größten Eisenbahnbefürworter und hat jahrelang für den Erhalt des Schienenverkehrs auf dem Hunsrück gekämpft. Legendär waren etwa seine Demofahrten mit Schulklassen, z.B. mit dem Schienenbus zwischen Simmern und Boppard, die das Ziel hatten, jungen Menschen in einer Zeit der für grenzenlos gehaltenen Autobegeisterung für das Verkehrsmittel Eisenbahn zu gewinnen..

Das habe ich nicht in Frage gestellt. Die letzte Schienenbusfahrt von Simmern nach Boppard ist aus meiner Sicht aber durchaus schon "lange" her. Dein Beitrag hatte hingegen nahe gelegt, dass erst jüngste Ereignisse in den letzten ein oder zwei Jahren zu einem "Umdenken" geführt hätten.
Dabei ist es nun mal der Lauf der Zeit, dass sich Menschen verändern. Ich habe auch noch anders gelebt und manch andere Vorstellungen gehabt, als ich noch mit dem Schienenbus von Boppard nach Simmern hätte fahren können.

Gruß Westeifelbahner

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Re: Erhalt von Hunsrück-und Hochwaldbahn

Beitragvon Bernd Heinrichsmeyer » Do 28. Jan 2016, 16:46

ivie0810 hat geschrieben:Hans Dunger hat vor einem Jahr in Rheinböllen im persönlichen Gespräch sogar das Engagement und die Argumente von Erhard gelobt, er bleibe aber aus persönlichen Gründen weiter bei seiner Radwegvariante!

Im persönlichen Gespräch kommt er immer sehr freundlich rüber. Was dann hinterher in der Zeitung steht, passt oft nicht mit seinem Verhalten zusammen ... . Schade.
Bernd Andreas Heinrichsmeyer
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Re: Erhalt von Hunsrück-und Hochwaldbahn

Beitragvon Horst Heinrich » Do 28. Jan 2016, 18:55

schimi hat geschrieben:Und wieder diese Beleidigungen und haltlosen Unterstellungen. Was stimmt bei dir nicht? Schreib nicht immer so eine dumme "böses Wort", wenn du keine Ahnung hast, worum es dabei überhaupt geht!
Du kannst dir gerne etwas zusammen spinnen in deinem kranken Kopf, aber behalte diesen Müll doch einfach mal für dich und tu nicht immer so, als ob du informiert wärst, und wüsstest worum es geht. Außerdem schadest du mit deinem dummen Zeug, was du hier schreibst, der Eisenbahn im Hunsrück mehr als Dr. Dunger mit seinen Radwag-Plänen.


Sorry an alle anderen für diesen Ton, aber langsam gehen mir die persönlichen Beleidungen von Horst gewaltig auf Nerven.


Ich kenne das ja nicht anders, Schimi, wenn ich den Nagel auf den Kopf treffe, dann bist Du seit Jahren schon immer vorsorglich "persönlich beleidigt".
Persönliche "Beleidigungen" sehen anders aus!
Damit habe ich aber gelernt, zu leben.

Noch etwas zu Hans Dunger:
Vor vier, fünf Jahren saß ich mal frühmorgens im selben Bus wie er, ich wollte nur nach Bingen, er hingegen nach Mainz, hatte also -nach dem Umsteigen in Simmern- noch einmal in Bingen Hbf umzusteigen. Im Gespräch mit dem Busfahrer gab er dann sehr wohl zu, daß ein umsteigefreier Zug Hahn-Mainz schon eine gewaltige Verbesserung sei - warum er dann aber jede Reaktivierungsinitiative hintertreibt, so auch mit seinem jährlichen Bahnabwatschen im Hunsrücker Heimatjahrbuch, bleibt für mich ein Rätsel.
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