Straßenfahrzeuge aus den 70er Jahren in St. Goar

bigboy4015
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Re: Straßenfahrzeuge aus den 70er Jahren in St. Goar

Beitragvon bigboy4015 » So 23. Mär 2014, 18:33

Km'er hat geschrieben:Für Staatsbesuche u.ä. standen allerdings einige 6.3er zur Verfügung. Natürlich nur im 600 (W100), die von Mercedes Benz "geliehen" wurden.

Exakt waren es zwei. Primär der mit dem Kennzeichen S-VC 600, der steht heute im Museum in Stuttgart. Es gab noch einen zweiten, kann sein das es der S-MB 1060 war, der als Ersatz "herhalten" musste.
Beide gepanzert und fast 5 Tonnen schwer.
Beide haben ein etwa 10cm angehobenes Dach, erkennbar am zweiten Seitenfenster, das ist bei denen fast quadratisch, sonst ist das eher rechteckig.

Aber nochmal der M100 Motor. Auch wenn man das nicht glauben mag, so 100% ist es nicht richtig das der 600 und der 300 SEL 6.3 den gleichen Motor hatten. So von aussen sieht man auch keinen Unterschied.
Leistungsmäßig waren beide auf 250PS ausgelegt. Der im W109 war sportlicher ausgelegt, hatte deswegen z.B. andere Ventilfedern wie der im 600er.
Zuletzt geändert von bigboy4015 am So 30. Mär 2014, 13:25, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Straßenfahrzeuge aus den 70er Jahren in St. Goar

Beitragvon St. Goar » So 23. Mär 2014, 19:02

Hallo Modellbahn- und Modellauto-Freunde,

bin mal wieder etwas frustriert. :?

Mit den Kanzlerwagen von Brandt war es mal wieder nichts. Gibt es denn ein Modellauto, das als Kanzlerwagen durchgehen kann? Warum wird der Wagen den überhaupt als Kanzlerwagen von Brandt von Wiking angeboten? Fühle mich verschaukelt. :evil:
Wer kann denn genaueres sagen. Im Internet findet sich jedenfalls nicht Erhellendes. :?:
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Re: Straßenfahrzeuge aus den 70er Jahren in St. Goar

Beitragvon bigboy4015 » Mo 24. Mär 2014, 09:09

Theoretisch könntest du schon mal von Brekina Starmada den schwarzen langen 600er nehmen. Ohne Willy B.! (Das die beiden hier genutzen 600er das höhere Dach haben musst du eh ignorieren.)
Wären dann auf dem Weg von Bonn in Richtung Stuttgart oder umgekehrt, waren ja in Stuttgart gelagert.
Könntest dazu auch einen der 911 der Sicherungsgruppe nehmen. Der ist aus der Serie wo dein "SEL" her stammt, brauchbar. Hat ein Blaulicht oberhalb der A-Säule.

Kannst natürlich auch den Starmada W116 (450 SEL) nehmen, der ist von 1972
PS: Brekina hat keinen W109! Die haben auch nur einen W108. Das US-Modell was ich im Kopf hatte ist ein 280 SE 4.5, der hätte aber die passenden Scheinwerfer.
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Re: Straßenfahrzeuge aus den 70er Jahren in St. Goar

Beitragvon Km'er » Mo 24. Mär 2014, 09:56

St. Goar hat geschrieben:Hallo Modellbahn- und Modellauto-Freunde,

bin mal wieder etwas frustriert. :?

Mit den Kanzlerwagen von Brandt war es mal wieder nichts. Gibt es denn ein Modellauto, das als Kanzlerwagen durchgehen kann? Warum wird der Wagen den überhaupt als Kanzlerwagen von Brandt von Wiking angeboten? Fühle mich verschaukelt. :evil:
Wer kann denn genaueres sagen. Im Internet findet sich jedenfalls nicht Erhellendes. :?:


Moin,
da der 3.5 und der 6.3 bis auf die Scheinwerfer und die Reifenbreite absolut baugleich sind, ist deine nachgestellte Szene doch ok. Wenn du nicht 6.3 dabeigeschrieben hättest, wäre es gar nicht aufgefallen. Falls auf dem Modell hinten 6.3 draufsteht, mach es weg oder überpinslele es. Und zwei silberne Kleckse auf die Motorhaube machen als Standartenhalter, dann stimmt es wieder.

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Ich schaue heute heute mal in die MB-Classic Hefte, da waren mehrere Berichte über die W109 drin. Evtl. auch über den 0-2...

Grüße
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Re: Straßenfahrzeuge aus den 70er Jahren in St. Goar

Beitragvon bigboy4015 » Mo 24. Mär 2014, 18:08

Schön wäre es ja...
Auch wenn die auf das Wiking Modell 300 SEL 6.3 auf den Kofferraumdeckel drucken: Das Modell ist Wikings schon einige Jahrzehnte alter 280 S, ein KURZER W108! Das bedeutet das im geraden Bereich der hinteren Türen im Modell etwas über 1,1 mm fehlt, in 1:1 exakt 10cm.
Das Modell stammt ursprünglich aus 1968 und wie exakt der überhaupt ist will ich garnicht wissen...

Den W108 gab es kurz und lang, da war dann das L für lang, eben die exakt 10cm Unterschied, und beim W108 immer mit Stahlfederung.
Den W109 gab es nur lang und nur mit Luftfederung, die ist auch der primäre Baureihenunterschied zwischen 108 und 109.
Steht als Typenbezeichnung 300 SEL ist es immer ein W109, ein 300 SE ist ein W108. Der kleinste W109 hatte den 2.8 Liter Sechszylinder, der 300 SEL [2.8].
(Mercedes konnte schon in den 1960ern verwirren...)

Also ist das Modell so richtig falsch. Und ich würde mich bei fast 25 Euro ziemlich ärgern.

PS: auf dem 3.5 stand das auch rechts auf der Kofferraumklappe, wie beim 6.3.

Nochn PS: In 1:18 wäre es einfacher, da hab ich einen schwarzen 300 SEL 6.3 von AutoArt und ein Minichamps Modell der "Roten Sau", dem AMG 300 SEL 6.8. (Hab noch den langen AutoArt 600 in 1:18 als S-VC 600 aus dem Mercedes Shop, sowie in 1:43 als langen weißen und silbernen kurzen.)
Was mir noch fehlt ist ein Landaulet in 1:18, das SunStar Modell ist besch...eiden. Hintere Entlüftung, beim Landaulet sehr makant im Kotflügel, fehlt völlig...
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Re: Straßenfahrzeuge aus den 70er Jahren in St. Goar

Beitragvon bigboy4015 » Di 25. Mär 2014, 19:27

St. Goar hat geschrieben:Citroen DS 23 Break

Jetzt oute ich mich: Ich bin Citroën (Die Software unterstützt Alt+137 für die Tremas überm e nicht) Fan, insbesondere DS, ID, CX, XM und SM - und fahre selbst einen C4 Grand Picasso.

La Déesse = Die Göttin

Man muss übrigens etwas aufpassen, ein ID ist ein einfacher ausgestatteter DS, später hieß der ID dann DSpecial und DSuper

Die Kombi-Version „Break“ vom DS lief zwischen 1967 und 1975 vom Band.
Nee, den Break gab es seit 1958 und die letzte DS Ambulance wurde erst 1976 gebaut.
Der Wagen hatte einen Vierzylinder-Motor mit 2347 ccm Hubraum, dessen Leistung zwischen 110 bis 126 PS lag.
DS23 = Vergaser = 110PS, DS23ie = Einspritzer = 126PS.
Der Kombi Break besaß den gleichen Radstand wie die Limousine, die größere Länge wurde durch einen längeren hinteren Überhang erzielt. Damit war er besonders für Handwerker ein beliebtes Transportmittel.

Es gab noch ein paar Einsatzfelder: Der Innenraum eines DS Break, und noch mehr der des CX Break waren so lang, dass diese Fahrzeuge sehr leicht als Krankenwagen und Leichenwagen genutzt werden konnten. Bei anderen Fahrzeugen waren massive Karosserieumbauten nötig, bei denen nicht.
Der XM war das etwas konservativer, aber selbst da reichte eine umgebaute Kofferraumklappe.

Bemerkenswert beim DS sind die Umbauten insbesondere von Chapron, wie die bildschönen Cabrios und Coupes.
Dann noch die drei und vierachsigen Umbauten z.B. von Tissier, wo DS, CX und XM zu schnellen Presselastern und Abschleppwagen für diese umgebaut wurden. Oder zu dreiachsigen Krankenwagen.
Modelle in H0 gibt es bei Makette.
Ein Exot ist der aus einem DS Break gebaute über 9 Tonnen schwere 5 achsige Michelin Versuchswagen Mille Pattes http://de.wikipedia.org/wiki/Mille_Pattes (Die beiden V8 stammen aus zwei Oldsmobile Tornado, nicht aus der Corvette)
Ein weiterer Exot ist der DS Presidentielle, den Chapron für Charles de Gaulle baute. Das Auto hat ausser dem etwas schwächlichen 109PS Vierzylinder nicht viel vom DS. 2,13m breit und 6,3m Länge größer wie die US Staats-Limousinen der Zeit http://www.citroenet.org.uk/passenger-cars/michelin/ds/chapron/ds-presidentielle.html Und wie er fertig war mochte de Gaulle den Wagen nicht weil er es mochte sich mit seinem Fahrer zu unterhalten und der hatte eine feste Trennscheibe

Der DS hatte schon 1967 ein in die Kurven schwenkendes Abblendlicht!
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Re: Straßenfahrzeuge aus den 70er Jahren in St. Goar

Beitragvon St. Goar » Di 25. Mär 2014, 20:25

Hallo Ulrich, hallo Kmér,

danke, dass ihr wenigstens viel Licht in meine Wissenfinsternis gebracht habt. Da habe ich mich ja wirklich mit dem Wiking-Modell verkauft. :twisted:
Allerdings bleibt noch eine Frage. Auf dem Bild, dass die Staatskarosse zeigt, ist doch ein 300 SEL 6.3 mit den markanten Doppelscheinwerfern zu sehen. Darin könnte Brandt doch auch mal gefahren sein. Oder? :wink: Dann müsste ich bei menem "Modell" nur die Scheinwerfer ändern. Die fehlende Länge dürfte wohl kaum auffallen. :wink:
Auf jeden Fall freue ich mich über Eure ausführlichen Ergänzungen sehr.
Habe ich mich übrigens auch schon als Citroen-Fahrer geoutet? Allerdings nur einen C3. :oops:
Gruß aus Bielefeld

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Re: Straßenfahrzeuge aus den 70er Jahren in St. Goar

Beitragvon bigboy4015 » Di 25. Mär 2014, 21:21

Klare Ausage:
Ja! mit den Doppelscheinwerfern und Zusatzscheinwerfern (die fehlen auch) würde es optisch ungefähr stimmen. Wenn es dir reicht.
Einen 6.3 hatte die Bundesregierung ja nicht. das auf dem kleinen statt 3.5 nun 6.3 steht: Überseh es...

Wenn du dir etwas Arbeit machen willst: Kauf einen Brekina 280SE 3.5, den gibt es nicht in schwarz, und ist auch nur ein kurzer W108.
Aber das Modell ist schon mal top detailiert. Und dann umlackieren.
Es gibt den auch in US- Version als 280SE 4.5. Da hat er die richtigen Scheinwerfer...
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Re: Straßenfahrzeuge aus den 70er Jahren in St. Goar

Beitragvon bigboy4015 » Do 27. Mär 2014, 10:11

St. Goar hat geschrieben:Auf dem Bild, dass die Staatskarosse zeigt, ist doch ein 300 SEL 6.3 mit den markanten Doppelscheinwerfern zu sehen.

Es sieht so aus, wobei es offiziell NIE einen 6.3 in dieser Aufgabe gegeben hat. Es könnte in der Tat ein entsprechend adaptierter 3.5 sein.
Brauchst aber auch keine Brille das Mercedes der Bundesregierung einen 6.3 als 3.5 verkauft hat. Für solche Fahrzeuge gab es Beschaffungsregelungen mit Hubraumbegrenzung und Leistungsbeschränkung.

Darin könnte Brandt doch auch mal gefahren sein. Oder?

Der 0-2 ist nunmal dessen Dienstfahrzeug... :)

Die fehlende Länge dürfte wohl kaum auffallen. :wink:

Ich seh es, der kurze wirkt gestauchter. Ist blöd, ich kann dir zum Vergleich nur zwei lange W109 in 1:18 nebeneinander stellen. (AMG Rote Sau mit 6,8 Liter Motor und einen schwarzen 6.3)

Allerdings nur einen C3.

Hab einen alten davon als Dienstwagen. Sollte unser 12 Jahre alter Focus den Geist aufgeben, wird der nachfolger ein C3 oder ein C4.
Den Grand Picasso habe ich letztes Jahr über das Internet als für mich gebaute Tageszulassung neu in Zwickau bei Citroen Westsachsen gekauft. Mit über 28% Rabatt. Und auch für C3 und C4 gäbe es so Preise.
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Re: Straßenfahrzeuge aus den 70er Jahren in St. Goar

Beitragvon Km'er » Sa 29. Mär 2014, 00:41

Hallo,

die MB Classic Hefte haben leider nicht zur Erhellung beigetragen. Es waren zwar mehrere Berichte über den W109 drin, aber nix über den 0-2. Auf dem Foto ist schon der 3.5. Die Scheinwerfer des 6.3 hat er wohl schon ab Werk erhalten.

Grüße
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Re: Straßenfahrzeuge aus den 70er Jahren in St. Goar

Beitragvon bigboy4015 » Sa 29. Mär 2014, 19:36

Ich hatte ständig was im Hinterkopf mit den Scheinwerfern und musste etwas suchen...
Das ist alles viel viel simpler! Ab 1969 waren die H1 Doppelscheinwerfer schlicht SERIENAUSSTATTUNG und nicht mehr dem 6.3 als Serie vorbehalten.

Nochmal zur Karosserie SE versus SEL: Paul Bracq hat beide, W108 und W109, mit elegant langen Hauben bei Motor und Kofferraum gezeichnet.
Dadurch fällt die um 10cm gestreckte Fahrgastzelle des langen deutlich eleganter aus wie die gestaucht wirkende Zelle des kurzen.
Etwas scrollen: http://sterntwiete.mparschau.de/html/mo ... ichte.html
Das sind drei Seitenansichten: Ein SE, ein W108 SEL (US Version) und ein W109 SEL.

Was den 109 übrigens noch vom W108 unterscheidet: Durch die Luftfederung ist der W109 je nach Typ 2cm bis 3cm tiefergelegt, der 6.3 ist der mit den 2cm.
Und: An A- und B-Säule hat der W109 viel mehr Chrom.

Und noch was zum Audi 80 (Typ B1). Du hast da einen kleinen Fehler drin: Bei der PS Angabe hast du kw stehen. Die 110PS ist der legendäre 1,6 Liter Einspritzer aus dem Golf I GTI.

Und da du Citroen fährst mal etwas Motorgeschichte: Ich hab den 1,6 Liter 120PS 16V Benziner in meinem Grand C4 Picasso. Der Motor stammt aus der PRINCE Reihe die die Citroen Mutter PSA zusammen mit BMW entwickelt hat.
Der Motor aus meinem wird baugleich inkl. Getriebe auch im Mini Cooper verwendet und im 1er BMW. Aber auch in diversen anderen Citroen und Peugeot.
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Re: Straßenfahrzeuge aus den 70er Jahren in St. Goar

Beitragvon St. Goar » Mo 26. Mai 2014, 22:38

Hallo Modellbahn-Freunde,

noch ein alter Bekannter in anderer Farbgebung aus dem Jahre 1972:

Alfa Romeo Alfasud

Die beiden Fahrerinnen haben farblich das passende Kleid für ihre Autofahrt ausgesucht.

Modell Herpa Nr. 024549-003 (rote Lackierung)

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Ein älters Bild mit weiteren Farbvarianten

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Gruß aus Bielefeld

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